Hallo liebe Community,
seit März bauen wir ein Toskana-Haus und bisher lief alles absolut reibungslos, sodass wir uns auf ein Unglück schon direkt eingestellt haben.
Jetzt war es auch soweit: Am Mittwoch wurde ganztags der Estrich (Zementestrich, schwimmend) verlegt und alles war gut. Am Donnerstag gab es bei uns ein massives Unwetter mit extremen Hagel, in Folge dessen wir über ein offenes Kellerfenster (wurde ausgehängt um das Baustromkabel in den Technikraum einzuführen) bzw. über die (noch) nicht abgedichtete Zuleitung zur Wärmepumpe Wasser eintrat. Es war natürlich dreckiges Lehmwasser. Da ich so etwas schon befürchtet habe, habe ich trotz Betretungsverbot das Haus betreten und mir den Schaden angeschaut bzw. behoben. Mit Lappen und Tüchern haben wir dann insgesamt 12 Liter Wasser aus dem Technikraum und dem Treppenhaus zusammengewischt.
Unsere Baufirma will Ende dieser Woche einen Entfeuchter aufstellen, früher nicht, da der Estrich sonst beschädigt werden könnte.
Jetzt meine Frage: Was würdet Ihr tun?
Würdet Ihr auf eine Auswechselung des Estrichs bestehen? Oder eine weiterführende Übernahme der Gewährleistung für den Estrich (wobei wir eh schon 5 Jahre Gewährleistung auf das gesamte Haus haben...)? Eine Verminderung des Vertragspreises verlangen?
Sicherheitshalber habe ich auf jeden Fall ausreichend Bilder vom Schaden gemacht!
seit März bauen wir ein Toskana-Haus und bisher lief alles absolut reibungslos, sodass wir uns auf ein Unglück schon direkt eingestellt haben.
Jetzt war es auch soweit: Am Mittwoch wurde ganztags der Estrich (Zementestrich, schwimmend) verlegt und alles war gut. Am Donnerstag gab es bei uns ein massives Unwetter mit extremen Hagel, in Folge dessen wir über ein offenes Kellerfenster (wurde ausgehängt um das Baustromkabel in den Technikraum einzuführen) bzw. über die (noch) nicht abgedichtete Zuleitung zur Wärmepumpe Wasser eintrat. Es war natürlich dreckiges Lehmwasser. Da ich so etwas schon befürchtet habe, habe ich trotz Betretungsverbot das Haus betreten und mir den Schaden angeschaut bzw. behoben. Mit Lappen und Tüchern haben wir dann insgesamt 12 Liter Wasser aus dem Technikraum und dem Treppenhaus zusammengewischt.
Unsere Baufirma will Ende dieser Woche einen Entfeuchter aufstellen, früher nicht, da der Estrich sonst beschädigt werden könnte.
Jetzt meine Frage: Was würdet Ihr tun?
Würdet Ihr auf eine Auswechselung des Estrichs bestehen? Oder eine weiterführende Übernahme der Gewährleistung für den Estrich (wobei wir eh schon 5 Jahre Gewährleistung auf das gesamte Haus haben...)? Eine Verminderung des Vertragspreises verlangen?
Sicherheitshalber habe ich auf jeden Fall ausreichend Bilder vom Schaden gemacht!
B
Bauexperte20.06.12 16:22Hallo,
Und da Du Dich ja "vorsichtig am Estrich bewegt hast" hätte Dir auch einleuchten können, dass Regenwasser - gerade wo Estrich hauptsächlich aus Sand, Zement und Wasser besteht - Deinem frisch eingebrachten Estrich nichts anhaben kann; Dein Gewicht dagegen sehr wohl. Und zum Thema Bakterien - diese possierlichen Einzeller sind überall; auch zu einem guten Anteil in Deinem Körper. Wäre dem nicht so, wärst Du - und der Rest der Menschheit auch, bevor Du mich hier miss verstehst - überhaupt nicht lebensfähig
Was ich Dir empfehlen möchte ist ganz einfach: wenn noch mal eine Situation eintritt, welche Dich - und das ist jetzt nicht böse gemeint - kurzfristig überfordert, warte ab, bis Du Deinen Bauleiter erreicht hast. Du hast selbst geschrieben, dass Du bislang mit den Leistungen Deines Anbieters voll zufrieden bist; sollte an irgendeiner Stelle in der Zukunft Gefahr im Verzug sein, wird Dein Bauleiter mit Sicherheit von sich aus reagieren.
Freundliche Grüße
Tifozi schrieb:Das HBF ist halt kein Wunschkonzert
Na, dass ist ja jetzt eine große Hilfe....
Tifozi schrieb:Tue ich seit vielen Jahren; wäre es anders, würden unsere Bauherren mir wohl kaum vertrauen.
kannst dich ja gerne mal in meine Lage versetzen,
Tifozi schrieb:Ne, verkneif ich mir jetzt jeden Kommentar.
literweise Regenwasser im Boden verschwinden siehst (Lehmboden und oberflächlich Kiefernboden)
Tifozi schrieb:Dann ist an einer Stelle irgendwas gründlich schief gelaufen: ohne Bodengutachten gebaut, keine Weiße Wanne oder falsche Abdichtung, nicht die richtigen Lichtschächte verbaut usw.. Vielleicht beschreibst Du auch noch offene Rohbauten; da gibt es unzählige Möglichkeiten und eine Glaskugel habe ich gerade auch nicht zur Hand.
deine Nachbarn trotz weißer Wanne bereits Wasser im Keller haben, so dass dieser ausgepumpt werden muss. Den Bauherren möchte ich sehen, der dann in Ruhe daneben steht und sich sagt, mein Gott dann läuft halt der Keller voll!
Tifozi schrieb:Doch, die Frage stellt sich sehr wohl; Vertrag kommt von vertragen!
Die Frage ob ich mich richtig verhalten habe stellt sich nicht. Ich habe versucht meinen Bauleiter zu erreichen - Fehlanzeige. Ich habe mich vorsichtig am Estrich bewegt und hätte evtl. entstandene Schäden auch auf meine Kappe genommen - da ist aber nichts passiert.
Und da Du Dich ja "vorsichtig am Estrich bewegt hast" hätte Dir auch einleuchten können, dass Regenwasser - gerade wo Estrich hauptsächlich aus Sand, Zement und Wasser besteht - Deinem frisch eingebrachten Estrich nichts anhaben kann; Dein Gewicht dagegen sehr wohl. Und zum Thema Bakterien - diese possierlichen Einzeller sind überall; auch zu einem guten Anteil in Deinem Körper. Wäre dem nicht so, wärst Du - und der Rest der Menschheit auch, bevor Du mich hier miss verstehst - überhaupt nicht lebensfähig
Tifozi schrieb:Was bleibt, ist, dass Du unterschriebene Vertragsbestandteile ignoriert hast, anstatt die Erreichbarkeit Deines Bauleiters abzuwarten. So entstehen nicht selten die schönsten Streitereien ...
Sauberaktion war mit ihm abgesprochen, da er später zurückgerufen hat.
Tifozi schrieb:Das halte ich jetzt einmal für eine Schutzbehauptung; jedenfalls den "Bau-Rechtsanwalt". Ich mache den Job lange genug um zu wissen, dass kein BU für Wetter/Unwetter haftbar gemacht werden kann (steht auch mit Sicherheit ähnlich in Deiner BB/Deinem Werkvertrag), noch ein RA Deine im Raum stehenden Fragen "Auswechselung des Estrichs, eine weiterführende Übernahme der Gewährleistung für den Estrich oder eine Verminderung des Vertragspreises" als real umsetzbar empfehlen würde; schon gar nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
heißt Geschütze auffahren - das sind Dinge, die mir von Bekannten (Maurer, Architekt, Bau-Rechtsanwalt) geraten wurden.
Was ich Dir empfehlen möchte ist ganz einfach: wenn noch mal eine Situation eintritt, welche Dich - und das ist jetzt nicht böse gemeint - kurzfristig überfordert, warte ab, bis Du Deinen Bauleiter erreicht hast. Du hast selbst geschrieben, dass Du bislang mit den Leistungen Deines Anbieters voll zufrieden bist; sollte an irgendeiner Stelle in der Zukunft Gefahr im Verzug sein, wird Dein Bauleiter mit Sicherheit von sich aus reagieren.
Freundliche Grüße
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