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Finanzierungvariante - Einschätzung - Neubau

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Hallo zusammen,

ich bin seit einiger Zeit stiller Mitleser im Forum und habe nun selbst eine Frage an euch.

Wir planen aktuell unseren Neubau in Süddeutschland und einher geht nun das finden der richtigen Baufinanzierung.

Zu uns:
Er, 28 Jahre alt, angestellt, Nettoeinkommen: 3000€
Sie, 28 Jahre alt, verbeamtet, Nettoeinkommen: 3000€
Kinder: Keine, aber mittelfristig geplant.
Ausgaben pro Monat (aktuell mietfrei): 2700€ all inkl. (private KV, Nebenkosten, Hobbys...)

Zum Projekt:
Kosten Neubau mit Keller, inklusive Bauplatz, Garage, Aussenanlagen und Baunebenkosten: 725.000€
Eingesetztes Eigenkapital: 125.000€
Finanzierungsbedarf: 600.000€

Zur Finanzierung:
Wir sind hinsichtlich Finanzierung eher "fachfremd", weshalb wir uns bei einer gewissen Zinssicherheit deutlich wohler fühlen und um eine gewisse Nachsicht bitten, falls hier irgendwelche Angaben fehlen, die noch notwendig sind.
Angedachte Rate 1800€ - 1900€ pro Monat

Aktuell haben wir zwei Angebote vorliegen:

Angebot 1:
KfW 153 | 120 000€ | 0,75% Zins | Sollzinsbindung 10J | mtl. Rate 383 €
KfW 124 | 100 000€ | 0,8% Zins | Sollzinsbindung 10J | mtl. Rate 382 €
AnnuitätenDarlehen | 380 000€ | 1,25% Zins | Sollzinsbindung 30J | mtl. Rate 1130 €

Angebot 2:
KfW 153 | 120 000€ | 0,75% Zins | Sollzinsbindung 10J | mtl. Rate 475 €
AnnuitätenDarlehen 1 | 250 000€ | 1,29% Zins | Sollzinsbindung 18J | mtl. Rate 886 €
AnnuitätenDarlehen 2 | 230 000€ | 1,29% Zins | Sollzinsbindung 30J | mtl. Rate 438 €

Wie ist eure Einschätzung zu den beiden Angeboten?
Da wir, wie gesagt etwas unerfahren sind, fällt mir der Vergleich schwer.
Ist ein Angebot offensichtlich besser - oder ist es nachher eher Geschmackssache ob man den etwas besseren Zins von Angebot 1 nimmt, allerdings nach 10 Jahren eine höhere Summe offen hat, die anschlussfinanziert werden muss?

Ich bin über alle Einschätzungen und Rückmeldungen dankbar.
 
Bin keine Finanzierungsexpertin, deshalb nur eine oberflächliche Nachfrage von mir: wenn mittelfristig Kinder geplant sind, wie ändert sich dann euer Einkommen? Ist die Betreuung so gewährleistet, dass ihr beide schnell wieder Vollzeit arbeiten könnt? Wollt ihr das überhaupt? ist mehr als ein Kind geplant und wie läuft dann die Betreuung? Falls nicht bei allen Kindern nach spätestens einem Jahr wieder beide in Vollzeit sind würde ich im Hinterkopf sofort mit dem geringeren Einkommen durchrechnen.

Wie sieht denn jeweils die Restschuld aus? Grundsätzlich wäre ich eher bei Variante zwei. Aber mir persönlich wäre die Kiste etwas zu heiß wenn man einen temporären Einkommenswegfall hat.
 
Die 1,25% für 30 Jahre klingen für mich bei den Rahmenbedingungen fast zu gut. Wo kommen die her?
Wenn Du kannst würde ich den KFW153 nehmen und 480.000€ für 30J mit 1,25%.
Die Chance das eine Anschlussfinanzierung deutlich günstiger wird als 1,25% ist glaube ich eher gering.
 
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Finde 600k bei 6k netto schon auch eher sportlich bei Kindern geplant.
Wenn entsprechende Einkommenssteigerungen zu erwarten sind, aber darstellbar.

1,25% für 30 Jahre bei unter 20% EK ist ziemlich gut.
Den KFW 124 würde ich dann auch eher weglassen, es sei denn das ist der Grund, warum die 30 Jahre so günstig sind.

An sich sind beide Angebote aber recht verschieden und eher auch eine Geschmacksfrage als Objektiv klar vergleichbar.
Grundsätzlich solltet ihr entscheiden wie viel Sicherheit ihr haben wollt und dann entsprechende Angebote einholen.
Wenn möglichst viel für 30 Jahre, dann sucht das und nicht einen großen Anteil mit 10 oder 15 Jahren dabei packen.

Allgemein bin ich kein Freund von vielen Bausteinen.
KFW153 wenn man energiesparend bauen möchte und dann noch ein komplettes Darlehen über den Rest halte ich für sinnvoller.
 
wenn mittelfristig Kinder geplant sind, wie ändert sich dann euer Einkommen?
Aber mir persönlich wäre die Kiste etwas zu heiß wenn man einen temporären Einkommenswegfall hat.
Das ist ein wertvoller Hinweis. Gleichzeitig ist man mit Ende 20 in der Regel recht weit entfernt von der Spitze der Gehaltsentwicklung. Je nach dem wie der Berufsweg sich gestaltet und auf welche Voraussetzungen dieser jetzt aufbaut kann eine Einkommenssteigerung den Wegfall eines Einkommensteil aufgrund von Auszeit oder Teilzeit locker kompensieren. Das darf man ruhig mit überlegen.

Sicher ist eh nichts, wir können morgen umkippen. Aus Gesprächen mit älteren Menschen habe ich den Eindruck gewonnen, dass man eher bereut was man unterlassen hat als was man getan hat. Wenn man mal auf die Nase fällt steht man eben wieder auf. Wenn man erst gar nicht losgeht, erlebt man nichts. Oft ist es gut die Bauchstimme etwas lauter zu drehen ohne den Kopf auszuschalten.

Für mich klingt das alles gut machbar. Vermutlich ist es Typsache.

Ich bin Optimist und bedaure Pessimisten, da diese sich wenig Vorfreude gönnen.
Meine Frau ist Pessimistin und bedauert Optimisten, da diese kaum positiv überrascht werden.
 

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