Finanzierung Neubau EFH machbar?

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T

timetobuild

Hallo zusammen, ich wollte mal ganz nett die Experten aus der Runde um die Einschätzung bitten

Zu unserem Standpunkt: Der Architekt ist fertig, wir haben den Bauantrag im Freistellungsverfahren vorliegen, zum Glück den Preis für ein Ausbauhaus in Holzständerbauweise fixiert seit Dezember '21 und haben in den nächsten 2 Wochen mehrere Termine auf der Bank bzgl. Finanzierung. Logischerweise haben wir die Fühler schonmal ausgestreckt und uns beraten lassen. Wir hätten aber dennoch gerne mal ein paar Meinungen aus der Runde hier.

Dann mal los:

Allgemeines zu Euch:

Wer seid ihr? Verheiratetes Paar
Wie alt seid Ihr? M27 W28
Gibt es Kinder? Noch nicht
Sind Kinder geplant? Ja
Was macht Ihr beruflich? -
Seid Ihr angestellt, selbstständig, in Rente, Hausfrau, Hausmann etc...: M- angestellt; W- bald Elternzeit, danach wieder angestellt in Teilzeit (50-70%)

Einkommen- und Vermögenssituation:

Welche Einkünfte habt Ihr (brutto/netto)? Zusammen Netto 4100 plus Einmalzahlungen (2300 und 1800 Elterngeld, danach ca. 2000 in Teilzeit)
Wie viel Kindergeld gibt es? Bald 219
Weitere Transferleistungen wie Elterngeld, Krankengeld, etc...? -
Wie viel Eigenkapital habt ihr? Ca 40.000 + 26.000 KfW55-Förderung
Wie viel Eigenkapital wollt Ihr davon in das Projekt Haus stecken? 56.000

Ausgabensituation:

Wohnkosten:

aktuelle Kaltmiete 500
aktuelle Warmmiete 660
Strom 60
Gas -
Wasser, Abwasser, Müllgebühren, Straßenreinigung in WM enthalten
Telefon, Internet, Mobilfunk 75

Mobilitätskosten:
Kfz-Kredit (oder Sparrate für neues Auto) 200
Versicherung: siehe unten
Steuern 250/Jahr
Kraftstoff 300
Reparaturen 60

Versicherungskosten:

Komplett: 230/Monat

Lebenshaltungskosten:

Lebensmittel 500
Konsum allgemein: 200
Pflege/Drogerie: 50
Kleidung: 200

Sparleistungen:

Sparrate (Urlaub und 3 Bausparer): 350

Einnahmen- und Ausgabensummen:

Einnahmen gesamt: 4319
Ausgaben gesamt: ca. 2200
Saldo: 2119

Allgemeines zur Immobilie:

Wie groß ist das Grundstück? 660qm
Welche Maße hat es? ca. 20x30m
Wie hoch ist der Bodenrichtwert? 65/qm
Neubau, Altbau (Baujahr), Haustyp? Neubau EFH
Garagen? Doppelgarage
Wie groß ist das Haus? (Wohnfläche / Nutzfläche): 158qm WF + 48qm Garage
Welchen Marktwert haben Grundstück und Haus nach Fertigstellung? Schätzungsweise 500.000-550.000

Bau- oder Kaufkosten:

Grundstückskosten: ca. 41.000 inkl. NK
Erschließungskosten: -
Erwerbsnebenkosten (Notar, Gericht, Grunderwerbsteuer, Makler): -
Bau- oder Kaufkosten (inkl. Architekt, Statiker): 406.000 Haus, 32.400 Garage
Baunebenkosten (z.B. Hausanschlüsse, Bodengutachter, Baustrom etc.): 35.000
Außenanlagen/Terrasse, Wege, Gartengestaltung, Zäune etc...: schätzungsweise 10.000 (ebenes Grundstück)
Finanzierungskosten (z.B. Gebühren oder Bereitstellungszinsen): -
Gesamtkosten 515.000

sonstige Kosten:

Küchenkosten: in NK verrechnet
Möbel, Lampen, Deko: in NK verrechnet
Sonstige "nicht Erwerbs-, Erwerbsneben-, Bau oder Baunebenkosten": -

Kostenzusammenstellung:

Gesamtkosten 515.000
abziehbares Eigenkapital 56.000
Finanzierungssumme 440.000 (wir haben schon ca. 20.000 Eigenkapital eingesetzt)


Meine Frage wäre ob das generell machbar ist für uns bei den aktuellen Entwicklungen oberhalb der 2%? Wir haben mit einer Rate von 1400-1500 Euro gerechnet. Denkt ihr da kommen wir mit hin oder ist das zu heikel? Besser wirds ja definitiv nicht mehr...

Falls noch Angaben fehlen, kann ich diese gerne „nachreichen“. Vielen Dank schon einmal für eure Expertise!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
S

SoL

Die Außenanlagen sind mit 10.000€ lächerlich positiv gerechnet.
Machbar ist das sicher, aber nicht zu Eurer Rate. Lege ich 2.5% bei 2% Tilgung an, liege ich bei 1.650€. Liegt der Zins bei 2.8% liegt ihr schon bei 1.760€. Wohlgemerkt ist das alles mit Eurer Bestcase Rechnung bei den Kosten. Kommen Kostensteigerungen oder Überraschungen (Erdarbeiten, Gründung, ...) steigt die Rate halt weiter.

Dazu kommen dann jeweils noch höhere Hausnebenkosten (Strom, Wohngebäudeversicherung, Müll, Grundsteuer, etc.). Außerdem höhere Kosten durch das Baby.

Ist es machbar: Vermutlich ja.
Würde Ich persönlich das machen: Nö.
 
F

fab101

Küchenkosten: in NK verrechnet
Möbel, Lampen, Deko: in NK verrechnet
Sonstige "nicht Erwerbs-, Erwerbsneben-, Bau oder Baunebenkosten": -
"NK" sehe ich oben nirgends?

Meine Frage wäre ob das generell machbar ist für uns bei den aktuellen Entwicklungen oberhalb der 2%?
Nein, wäre mir zu knapp. Speziell wenn durch zukünftige Kinder Einnahmen - wenn auch temporär - wegfallen. Traurig, aber wahr.
 
H

Hausbautraum20

Hallo,
also ob die Bank das macht, kann schon sein.

Ich persönlich würde es so aber nicht machen.
Die Kosten sind viel zu klein gerechnet.
Außenanlage 10.000€ ist heute fast gar nichts.
35k Baunebenkosten mag passen, aber wohl eher nicht mit Küche.
Außerdem hatten wir hier so viele von denen der Bauunternehmer aktuell mal eben 10% mehr gefordert hat.

Ganz optimistisch: 440k mit 4400€ netto
Realistischer: 460k mit 4000€ netto (EZ/ TZ)
Pessimistischer: 500k mit 4000€ netto

Ich sehe aber ne recht einfache Lösung.
Garage weglassen -> 32k sparen
Damit hast du 32k Puffer für anfallende Mehrkosten und falls es wider Erwarten besser läuft, kann man die Garage auch noch in 3 Jahren nachholen.
 
M

motorradsilke

10000 für die Außenanlagen finde ich gut ausreichend, wenn ihr bereit seid, die selbst zu machen (und das macht ja Spaß). Pflanzen gibt es über Kleinanzeigen, auch schon große. Pflastern kann man selbst, das Material kostet nicht viel, wenn man einfache Steine nimmt.
Küche kann man notfalls auch erst mal gebraucht kaufen, genau wie alle Möbel, Lampen usw., wenn es am Ende nicht mehr reicht.
Aber ich würde auch die Garage erst mal weglassen und das Geld als Puffer behalten.

Ich bin allerdings Optimist und denke, es wird wieder besser. Wenn die Chinesen endlich verstehen, dass Null Corona nicht funktioniert und der Krieg in der Ukraine zu Ende ist. Wird vielleicht noch 1 bis 2 Jahre dauern. Wenn dann nichts Neues kommt...
 
S

soneva2012

Willkommen im Forum!
Dann sehe ich viele Sachen, die zu knapp kalkuliert sind. Und die Summen stimmen nicht - ich verstehe nicht, wie man da auf 515 TE landet.
Was mir gleich auffällt:
- Kosten mit Kind müssen gerechnet werden. Für die KiTa kommen irgendwann um die 400 € wenn beide arbeiten.
- KfW ist nicht Eigenkapital - du kannst die 26 TE aber für die Außenanlagen benutzen, die 10 TE reichen nie.
- Kosten für Urlaub sehe ich nicht.
-Ganz ehrlich könnt ihr die Garage nicht leisten, ich würde sie sofort streichen.
-Der Markt ist so instabil zur Zeit dass man einen ordentlich Puffer braucht - 20%. Ich würde mich nicht auf einem Fixpreis verlassen.
 
Zuletzt aktualisiert 22.03.2023
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