Finanzierung Grundstückskauf - Hausbau später

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L

la-ma-ma

Liebes Forum.

meine Partnerin und ich planen aktuell ein Grundstück zu erwerben. Der Kaufpreis beträgt inkl. Kaufnebenkosten rund 120.000 Euro. An Eigenkapital bringen wir 50.000 Euro ein. Da bei dem Grundstück kein Bauzwang besteht und wir keine Eile mit Bau unseres Hauses haben, stellt sich uns nun die Frage, welche Finanzierung wir für die benötigten 70.000 Euro anstreben, ohne dass uns diese bei unserem geplanten Hausbau in 3-5 Jahren behindert. Gerne würden wir möglichst hoch tilgen.

Welches Vorgehen würdet ihr uns in unserem Falle empfehlen?
 
D

driver55

70.000 auf 5 Jahre finanzieren und komplett tilgen - wenn möglich.
Beim anschließenden Hausbau sind sicherlich > 1500 € pro Monat fällig, so dass ihr schon mal „üben“ könnt.
Wenn ihr jetzt allerdings schon 2000 Miete zahlt, klappt das natürlich nicht.
Genaueres sagt dir Dein Finanzberater, denn eure Zahlen kennen wir (noch) nicht.
 
D

Durran

Sehr gute Idee. Grundstück kaufen und abbezahlen. Später dann ein Haus drauf bauen. 120.000 ist nicht die große Summe. Vielleicht 20 Prozent vom EK anzahlen, den Rest finanzieren.
 
L

la-ma-ma

Vielen Dank für eure beiden Anregungen.

Unsere Idee wäre es , dass wir möglichst hoch tilgen und in 5 bis maximal 6,5 Jahren den Kredit abgezahlt haben (da wir momentan sehr günstig wohnen, wäre dies auch gut realisierbar). Bei einer ersten Kurzrecherche über die ING ist mir allerdings aufgefallen, dass selbst mit 10% Tilgung das Abzahlen nur über eine jährliche Sondertilgung möglich wäre. Mal angenommen, wir würden bereits vor dem vollständigen Begleichen des Kredits den Hausbau anstreben wollen: Würden sich dann die Kredite bzw. die Grundschuld auf irgendeine Art und Weise gegenseitig behindern bzw. wäre dies für unser Finanzierungsmodell nachteilig?

Zusätzlich stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoller ist, das komplette Eigenkapitel für den Grundstückserwerb zu nutzen oder ob es, so wie von Durran angeregt, besser ist, wenn nur ein Teil des EK dafür genutzt wird. Mir erschließt sich noch nicht ganz der Vorteil der von Durran angeregten Variante.
 
A

Acof1978

Vielen Dank für eure beiden Anregungen.

Unsere Idee wäre es , dass wir möglichst hoch tilgen und in 5 bis maximal 6,5 Jahren den Kredit abgezahlt haben (da wir momentan sehr günstig wohnen, wäre dies auch gut realisierbar). Bei einer ersten Kurzrecherche über die ING ist mir allerdings aufgefallen, dass selbst mit 10% Tilgung das Abzahlen nur über eine jährliche Sondertilgung möglich wäre. Mal angenommen, wir würden bereits vor dem vollständigen Begleichen des Kredits den Hausbau anstreben wollen: Würden sich dann die Kredite bzw. die Grundschuld auf irgendeine Art und Weise gegenseitig behindern bzw. wäre dies für unser Finanzierungsmodell nachteilig?

Zusätzlich stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoller ist, das komplette Eigenkapitel für den Grundstückserwerb zu nutzen oder ob es, so wie von Durran angeregt, besser ist, wenn nur ein Teil des EK dafür genutzt wird. Mir erschließt sich noch nicht ganz der Vorteil der von Durran angeregten Variante.
Nimm einen variablen Zins. Wir haben einen mit 5 Jahren Zinsbindung genommen und jetzt nach 3,5 Jahren war es problematisch eine Bank zu finden die in den 2. Rang geht.
 
Y

Yaso2.0

Bei einer ersten Kurzrecherche über die ING ist mir allerdings aufgefallen, dass selbst mit 10% Tilgung
Ich kann dir auch nur raten, keine feste Zinsbindung zu wählen. Haben wir leider gemacht, dann haben sich die Umstände deutlich schneller geändert als gedacht und dann fehlte die Flexibilität, weil das Grundstück noch an einen Kredit gebunden ist und keine andere Bank in den 2. Rang geht!

Wir tilgen auch 10% + höchstmögliche Sondertilgung und wären nach insgesamt 6 Jahren fertig. Bauen tun wir jetzt nach 2,5 Jahren.
 
L

la-ma-ma

Über die Option eines variablen Darlehens sind wir auch schon gestolpert. Allerdings löst die fehlende Plan- bzw. Kalkulierbarkeit doch auch etwas Unbehagen aus.

Wie verhält es sich denn, wenn wir bei einem variablen Darlehen doch bereits VOR der vollständigen Tilgung den Hausbau beginnen wollen. Lässt sich die Restschuld aus diesem Darlehen dann einfach in den Kredit für den Hausbau übertragen?
 
J

Joedreck

Der variable Zins bzw das dazugehörige Darlehen hat keine feste Laufzeit. Daher kann es jederzeit abgelöst werden.
Heißt: solltet ihr in 2 Jahren bauen wollen, löst ihr das Darlehen mit dem neuen problemlos ab.
Und SO unkalkulierbar ist es aktuell eher nicht.. Die Zinsen sind gering, die Inflation soll künftig höher liegen als bisher und in die Märkte wird Geld ohne Ende gepumpt.
Meine Spekulation ist, dass der Zins die nächsten Jahre niedrig bleibt.
 
Zuletzt aktualisiert 13.08.2022
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