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Farbige Acrylcolor-Fenster und KfW 55 Haus

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Hallo zusammen,

ich hätte eine Frage zum Thema Kunststofffenster und KfW 55 Haus. Einer unserer angefragten Bauunternehmer hat uns mitgeteilt, dass die Kombination farbige Kunststofffenster (Acrylcolorbeschichtung) und KfW55 Haus nicht empfehlenswert ist. Es würde hier teilweise durch Sonneneinstrahlung zu Verformungen, Aufblähung, Durchbiegung von Flügeln und auch zu Knackgeräuschen kommen. Kann das zufälligerweise jemand bestätigen oder hat das schon mal gehört? Bei farbigen Fenstern werden Holz-Alu-Fenster empfohlen. Die Bauweise ist massiv mit Ytong.

Danke schon mal für euer Feedback!
 
dass die Kombination farbige Kunststofffenster (Acrylcolorbeschichtung) und KfW55 Haus nicht empfehlenswert ist. Es würde hier teilweise durch Sonneneinstrahlung zu Verformungen, Aufblähung, Durchbiegung von Flügeln und auch zu Knackgeräuschen kommen. Kann das zufälligerweise jemand bestätigen oder hat das schon mal gehört?
So isses. Aus PVC kann man garkeine vollständigen Fensterprofile machen, im Kern ist da immer eine Art Stahlrohr. Das hat so oder so schon´mal unterschiedliche Dehnungskoeffizienten. Der Effekt bleibt bei weißen Fenstern im vernachlässigbaren Bereich, aber beim beliebten anthrazit leider nicht. Die Biegeproblematik betrifft in der Praxis eher Alu-Verblendschalen als Folierungen. Das Knacken kann aus Spannungen im Material des Fensters kommen, aber auch aus dessen Zusammenspiel mit seiner Befestigung (und beidem). Acrylcolorbeschichtung traue ich qualitativ mehr als Folie, daher empfehle ich gerne Galan, wenn es partout PVC und Farbe sein soll. Die Temperaturempfindlichkeitsproblematik des PVC-"Gesamt"profils löst dieser Unterschied jedoch nicht.
Bei farbigen Fenstern werden Holz-Alu-Fenster empfohlen.
Es gibt aus meiner Sicht keine empfehlenswerten Holz-Alu-Fenster: prinzipbedingt wäre diese Kombination höherpreisiger als Alu pur, machte aus Sparwunsch also keinen Sinn; umgekehrt kann daraus bei schmackhaften Preisen m.E. nur folgen, minderwertiges Holz hinter der Verblendung zu verstecken (minderwertig in dem Sinne, daß es ohne den Schutz durch die Verblendung in Sachen Witterungsfestigkeit nicht geeignet wäre, für Fensterprofile zu dienen).

Einen Bezug zu KfW55 herzustellen, ist in dem Zusammenhang hanebüchen.
Dein Haus ist mir nicht bekannt - daher läßt sich nicht qualifiziert dazu raten, welche Produkte, Formate etcetera man wo mischt. Pauschal kann ich insoweit höchstens empfehlen: auf der Sonnenseite der Verschattung entsprechende Beachtung zu schenken, ggf. kleinere Elemente zu koppeln, Großelemente wie Hebeschiebetüren oder auch mehrflügelige Türen mit Stulp aus Alu zu nehmen, oder auch auf der Sonnenseite hellere Elemente zu wählen. Die meisten Fehler kann der Bauherr vermeiden ;-)
 
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So isses. Aus PVC kann man garkeine vollständigen Fensterprofile machen, im Kern ist da immer eine Art Stahlrohr. Das hat so oder so schon´mal unterschiedliche Dehnungskoeffizienten. Der Effekt bleibt bei weißen Fenstern im vernachlässigbaren Bereich, aber beim beliebten anthrazit leider nicht. Die Biegeproblematik betrifft in der Praxis eher Alu-Verblendschalen als Folierungen. Das Knacken kann aus Spannungen im Material des Fensters kommen, aber auch aus dessen Zusammenspiel mit seiner Befestigung (und beidem). Acrylcolorbeschichtung traue ich qualitativ mehr als Folie, daher empfehle ich gerne Galan, wenn es partout PVC und Farbe sein soll. Die Temperaturempfindlichkeitsproblematik des PVC-"Gesamt"profils löst dieser Unterschied jedoch nicht.
Vielen Dank für deine Antwort!
Gefühlt gibt es aber doch kaum mehr Neubauten, die keine anthrazitfarbenen Fenster haben. Gibt es diese Thematik in der Realität denn wirklich so oft? Oder wie kommt es, dass diesem Thema eher nicht so viel Beachtung geschenkt wird?

Ich war aber auch von Anfang an sehr skeptisch bzgl der Erklärung mit KfW 55 und den anthrazitfarbenen Fenstern. Hatte nur gedacht, dass es evtl in einem KfW-Haus anders (klimatisch?thermisch? oder sonst was?) sein könnte als in einem "normalen" Haus. Ich werde den GU auf jeden Fall noch mal darauf ansprechen und bin auf die Erklärung gespannt. ;-)
 
Ich werde den GU auf jeden Fall noch mal darauf ansprechen und bin auf die Erklärung gespannt.
Laß´ uns mitlachen - erzähl´ uns die Erklärung bitte haargenau weiter :)
Gibt es diese Thematik in der Realität denn wirklich so oft?
Ja. Aber es gibt Verschattungen, und manche Fenster können etwas mehr in ihrer Befestigung arbeiten als andere. Die Spannungen im Gesamtprofil werden ja lauter hörbar, wenn sie sich nicht friedlich im arbeitenden Material abreagieren können.
 

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