Erste Grundrissplanung auf Karopapier: Hang, Keller + 2 Geschosse.

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M

majuhenema

Disclaimer:
Wir haben nach langer Suche nun ein Grundstück gefunden. Dieses ist nicht wirklich einfach zu bebauen, da es ein starkes Gefälle hat, besitzt aber auch einen speziellen Reiz, da die Nord- und Südseite unverbaut ist und zumindest mittelfristig so bleibt (beide Grundstücke gehören den Nachbarn darüber). Außerdem haben wir im Norden, Osten und Südosten Aussicht auf den Fluss und in die dahinterliegenden Weinberge. Daher möchten wir auf den Keller zwei Geschosse bauen, um mit diesen möglichst hoch zu kommen und aus dem 1. OG ebenerdig in den Garten zu können.

Der gezeigte Entwurf entstammt unserer „Traumvorstellung“. Wir haben unser Raumkonzept und unsere Wünsche notiert und auf Karopapier gezeichnet. 1 Kästchen entspricht dabei 1m.
Als Budget ohne Grundstück und Garten haben wir uns 500.000 Euro gesetzt.

Bebauungsplan/Einschränkungen

Größe des Grundstücks: 682qm
Hang: Ja, Gefälle von West nach Ost circa 6m
Lücke in altem Baugebiet, kein Bebauungsplan vorhanden, ähnliche Häuser bereits gebaut

Anforderungen der Bauherren
Stilrichtung, Dachform, Gebäudetyp: offen, modern, klar strukturiert, Dachform je nach Sinnhaftigkeit (Höhe, Optik, Photovoltaik)
Keller, Geschosse: Keller/Eingangsbereich + 2 Stockwerke
Anzahl der Personen: 2 Erwachsene, 31 und 31, noch keine Kinder, 2 Kinderzimmer geplant
Raumbedarf:
Keller: Eingangsbereich, Büro, Garage, Abstellraum, Technik
1. OG: Wohnen, Essen, Küche, Hauswirtschaftsraum, WC, Speis
2. OG: 2 Kinderzimmer, Kinderbad, Elternbad, Schlafzimmer, begehbarer Kleiderschrank
Schlafgäste pro Jahr: 4 (Schlafsofa in Büro oder Hauswirtschaftsraum)
offene oder geschlossene Architektur: Offen
konservativ oder moderne Bauweise: Modern
offene Küche, Kochinsel: Offen, groß + Kochinsel
Anzahl Essplätze: großer Esstisch (2,40m x 1m), 6 – 8 Personen
Kamin: Kann, muss nicht (nicht eingeplant, wegen Kosten/Nutzen)
Musik/Stereowand: Schallplattenspieler im Wohn/Essbereich
Balkon, Dachterrasse: Balkon an der Ostseite im 2. OG wäre super, wegen Lage und Aussicht
Garage, Carport: Doppelgarage im Keller, 2 Stellplätze davor
weitere Wünsche/Besonderheiten/Tagesablauf:
Die Nord- und Südseite des Grundstücks ist kurz- und mittelfristig unbebaut. Im Osten ist eine ruhige Straße (Sackgasse, nach uns noch 3 Häuser). Von Norden über Osten bis Süden Flussblick, daher hätten wir dort gerne die Möglichkeit im 1. und 2. OG zumindest auf einen schmalen Balkon zu gehen. Garten geplant an der Südseite des Grundstücks.
Der Kochen/Essen/Wohnbereich soll möglichst großzügig und hell werden. Die anderen Räume sollen praktisch ausfallen.

Hausentwurf
Von wem stammt die Planung: Bauherren
-Do-it-Yourself
Was gefällt besonders? Warum?
Klare Aufteilung, großer Bereich zum „Leben“, Kinderbad untergebracht
Was gefällt nicht? Warum?
- Treppenwunsch ist Podesttreppe, diese wäre für den aktuellen Plan zu groß
- Preiskalkulation?

Persönliches Preislimit fürs Haus, inkl Ausstattung: 500.000 Euro ohne Außenanlage, am liebsten über ein GU
favorisierte Heiztechnik: Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wenn Ihr verzichten müsst, auf welche Details/Ausbauten
-könnt Ihr verzichten:
Kamin, eventuell Balkon im 2. OG (schwerenherzens), Wohn/Essbereich kleiner
-könnt Ihr nicht verzichten:
Kinderbad, offene und großzügige Bauweise, Büro, Hauswirtschaftsraum

Warum ist der Entwurf so geworden, wie er jetzt ist?
Entwurf nach Raumkonzept und Ausrichtung auf dem Grundstück. Das Haus soll möglichst weit nach Nordosten, um den Garten im Süden und Westen realisieren zu können.
Notiz: Der rot schraffierte Bereich des Kellers ist geplant, damit das Haus nicht wie ein Wohnturm aussieht. Der Keller ist aus optischen Gründen breiter geplant. Außerdem soll die Kellerdecke circa 2m überstehen und somit ein Vordach bilden und als Terrasse des 1. OG genutzt werden.


Was ist die wichtigste/grundlegende Frage zum Grundriss in 130 Zeichen zusammengefasst?
1. Ist der Grundriss als Planungsgrundlage für Anbieter/Architekten verwendbar?
2. Was funktioniert gut/weniger gut/gar nicht?
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11ant

11ant

Das Haus soll möglichst weit nach Nordosten, um den Garten im Süden und Westen realisieren zu können.
Das Baufenster einzuzeichnen wäre sinnvoll. Und dann schneidet das Haus einmal aus und schiebt es auf dem Grundstück herum.
1. Ist der Grundriss als Planungsgrundlage für Anbieter/Architekten verwendbar?
Ja, ganz hervorragend. Danke für die analoge Zeichnung "anstelle" des üblichen "meine 3D Freeware hat Architektur studiert" Klickibunti.
2. Was funktioniert gut/weniger gut/gar nicht?
Ich würde eher sagen, "was muß man noch klären" - nämlich, wie man sich dazu verhalten will, daß man entgegen der Prinzipskizze realiter natürlich nicht brutto für netto mit Wandstärke Null bauen kann.
Wenn Ihr so ganz nebenbei auch mir eine Freude machen wollt, dann geht nun bezüglich der Ansichten ebenso vor; und nutzt dabei das Gitterraster der Kästchen zum Einzeichnen von Höhenpunkten. Ebenso fände ich sinnvoll, in die Grundrisse die Stellen einzuzeichnen, wo bestimmte Wünsche ihre Umsetzung finden sollen (die man dann dem Architekten z.B. mit Fotos von Beispielen veranschaulicht).
 
M

majuhenema

Danke für deine Antwort! Ich wollte einige Tage abwarten, ob sich sonst noch jemand äußern mag, ehe ich selbst antworte.

Das Baufenster einzuzeichnen wäre sinnvoll. Und dann schneidet das Haus einmal aus und schiebt es auf dem Grundstück herum.
Den genauen Lage- und Bebauungsplan habe ich bei der Gemeinde angefordert. Das Bauamt ist allerdings noch bis 11.1. geschlossen. So oder so machen wir uns Hoffnungen, das Haus in der nord-östlichen Ecke unter Beachtung der Abstandsregeln platzieren zu können. Da es ein altes Wohngebiet ist, gehe ich von §34 aus. Einige andere Häuser wurden dort ähnlich gebaut.

Ich würde eher sagen, "was muß man noch klären" - nämlich, wie man sich dazu verhalten will, daß man entgegen der Prinzipskizze realiter natürlich nicht brutto für netto mit Wandstärke Null bauen kann.
Das Wandstärkenproblem bereitet uns auch Zweifel. Allerdings bin ich auch viel mehr davon ausgegangen, dass unser laienhafter Erstentwurf hier ziemlich zerrissen wird und uns geraten wird von neu auf zu planen.

Eine weitere wichtige Frage, die wir uns stellen:
Ist diese Hausgröße (Keller + zwei Geschosse) am Hang für 500.000 - 550.000 Euro schlüsselfertig inklusive Erd- und Stützarbeiten ohne Garten und Küche überhaupt zu realisieren?
 
11ant

11ant

Sechs Meter Hang auf 21,5 Meter, das wären achtundzwanzig Prozent, und gibt auch im Baufenster gewiß mehr als ein ganzes Stockwerk Höhenunterschied. Mindestens viel Kniestock oder gar eine ""Stadtvilla" sehe ich da nicht. Und für Luftbilder gibt es Gugel Örß, da braucht man kein geöffnetes Bauamt für.
Das Wandstärkenproblem bereitet uns auch Zweifel. Allerdings bin ich auch viel mehr davon ausgegangen, dass unser laienhafter Erstentwurf hier ziemlich zerrissen wird und uns geraten wird von neu auf zu planen.
Ich lege im Vorentwurf auch noch keine Wandstärken fest, und meinte hier eher generell das Bewußtsein für Brutto und Netto bei den Dimensionen.
 
H

haydee

Von wo habt ihr den Gartenzugang geplant? Kannst du das mal bitte einzeichnen?

Mit dem Budget solltet ihr das UG anders planen und mehr mit einbeziehen.
 
H

hampshire

Die Zeichnung zeigt schon ein bevorzugtes Wohngefühl - find ich gut. Die Zimmer oben zur Straße werden eng, wenn das Haus nicht insesamt breiter wird. Wenn Abtrennungen im Wohnbereich deckenhoch sind, wird es sehr eng im Wohnbereich. Unten wird viel Raum für Herumstehendes geschaffen. Super für Räder, Kinderwagen und allen möglichen sperrigen Alltagspröll, den man im Eingang lagern kann. Diese grossen Flächen sind teuer, wenn man sie anteilig an den Baukosten rechnet. Ich find aber auch die Idee einer Dreckschleuse“ im Keller prima. Ein 2. „offizieller“ Hauseingang in der mittleren Ebene direkt neben der Toilette würde das „Aufräumen für Gäste“ sparen. Wäre sehr praktisch.
Ob das Budget reicht hat auchmit der Bodenbeschaffenheit und den Ausstattungsansprüchen zu tun. Mir kommt das knapp vor.
 
Zuletzt aktualisiert 13.07.2024
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