ᐅ Erhöhte Vorlauftemperatur bei Fußbodenheizung während des Lüftens
Erstellt am: 28.10.19 21:10
G
Geisti
Hallo,
ich weiß, dass man die Fußbodenheizung einfach weiterlaufen lassen soll, wenn man lüftet und auch eine Nachtabsenkung mittlerweile nichts mehr bringt.
Begründet wird das unter anderem durch den höheren Energieaufwand, wenn man die Heizung wieder hochfährt und damit alles wieder hochgeheizt werden muss, im Gegensatz zum konstanten heizen; vergleichbar mit einer Autofahrt.
Wenn ich die Fußbodenheizung beim Lüften nun aber laufen lasse, sehe bei den Systemkonfigurationen meiner Luft-Wasser-Wärme-Pumpe ich, dass die Vorlaufsolltemperatur mit zunehmender Abkühlung der Rumlufttemperatur von beispielsweise 22°C auf 30°C steigt.
Aber in meinen Augen ist doch das genau wieder kontraproduktiv, weil ja jetzt die Fußbodenheizung plötzlich wieder aufheizt, obwohl das Ziel doch war, dass sie konstant weiterheizt.
Ich komme nicht darauf, wo mein Denkfehler liegt ...
Über Aufklärung würde ich mich freuen!
Viele Grüße
Geisti
ich weiß, dass man die Fußbodenheizung einfach weiterlaufen lassen soll, wenn man lüftet und auch eine Nachtabsenkung mittlerweile nichts mehr bringt.
Begründet wird das unter anderem durch den höheren Energieaufwand, wenn man die Heizung wieder hochfährt und damit alles wieder hochgeheizt werden muss, im Gegensatz zum konstanten heizen; vergleichbar mit einer Autofahrt.
Wenn ich die Fußbodenheizung beim Lüften nun aber laufen lasse, sehe bei den Systemkonfigurationen meiner Luft-Wasser-Wärme-Pumpe ich, dass die Vorlaufsolltemperatur mit zunehmender Abkühlung der Rumlufttemperatur von beispielsweise 22°C auf 30°C steigt.
Aber in meinen Augen ist doch das genau wieder kontraproduktiv, weil ja jetzt die Fußbodenheizung plötzlich wieder aufheizt, obwohl das Ziel doch war, dass sie konstant weiterheizt.
Ich komme nicht darauf, wo mein Denkfehler liegt ...
Über Aufklärung würde ich mich freuen!
Viele Grüße
Geisti
michert schrieb:
er Estrich speichert bedeutend mehr Energie als deine Raumluft..
Übrigens auch der Grund warum die Wärmerückgewinnung einerLüftung selten Wirtschaftlich ist.Bei der Thematik geht es aber weniger um die konstante Speicherung sondern um die Dynamik, also die zeitliche Ableitung dieser Größen.Und der Estrich verliert in der Tat wohl weniger als eine im Haus sich befindliche Luftsäule, die in einer offenen Beziehung mit der Außenwelt lebt
Da die Lüftungsanlage erst mal einen Komfortzweck hat ist der zusätzliche Preis für die eigentliche Wärmerückgewinnung fast schon vernachlässigbar. Und auch bei Kfw 70 etwa 1/4 der Wärmeebdarfs ( 100 bis 150 Euro typisch) einzusparen läppert sich schon über die Jahre.
H
hampshire29.10.19 14:06Geisti schrieb:
Über Aufklärung würde ich mich freuen!Ich kenne das Phänomen aus unserem alten Haus und es lag in der Tat daran, dass die Raumtemoeratursensoren wie @boxandroof bereits vermutete beim Lüften recht schnell frischer und kalter Luft ausgesetzt wurden.Du kannst folgenden Versuch machen: Isoliere die Temperatursensoren mit einer Tüte oder Dose vom Luftvolumen des Raumes während Du lüftest. Wenn sich das Phänomen unter dieser Anordnung nicht wiederholt, hast Du den Grund gefunden: Schnell anspringende Sensoren in nicht idealer weise gekoppelt an ein träges System.
In unserem Haus war die Auswirkung blöde, denn zeitversetzt zur Lüftung konnten Räume überhitzen - allerdings war diese Fußbodenheizung auch aus 2001 und sicher nicht annähernd auf dem Stand heutiger Systeme.