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Erfahrungsbericht über Dennert Icon Häuser?

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guten Tag, Leute, hier ist Willibald.

Ich habe mir kürzlich einmal den Produktionsbetrieb von Dennert in Schlüsseldfeld angesehen.
Das ging los von grossen Rüttelplatten für Betonboden, Seitenwände
in die sodann die Leitungen eingelegt worden sind, dann weiter über Ausbau Küche und Ausbau Bad etc.

Also die Besichtigung und die qualitative Herstellungsart hat mich
beeindruckt, sehr massiv, Hochwertig, gut durchdacht.
So ein paar Verbesserungsvorschläge hätte ich zwar gehabt, denke aber, halte dich lieber zurück.

Um es auf den Punkt zu bringen, produktionstechnisch scheinen die Dennert Leute seriös zu sein, was ich da betrachtet habe, war wirklich
sehr gut.

Weil ich in Zukunft auch ein Haus in dieser Herstellungweise bauen
lassen möchte interessiert mich jedoch, wie denn so
die allgemeine Erfahrung mit Dennert Icon ist,
also vom Beratungsgespräch bis zur Abgabe der Bauanzeige,
Terminierung, Aufbauqualifikation, Ausführung beim Aufbau,
Einhalten von Vereinbarungen, etc.

Dazu findet man im Netz nichts, oder wenn, ist es Jahre alt.

Der Moderator bei Dennert sagte mir, es werden jede Woche durchschnittlich drei Häuser produziert und auch aufgebaut.
Da müsste es doch ein paar Erfahrungen geben ?

Interessieren würde mich auch, ob es noch andere Firmen gibt,
die in der Weise und fast vollständig das Haus in der Kürze der
Zeit und so massiv bauen ?

Danke für Eure Aufmerksamkeit , Erfahrungen und Infos.
 
Erfahrungsbericht

Hallo Willibald,

ich hoffe, meine Antwort kommt nicht zu spät. Ich mache mir mal die Mühe, diese Zeilen zu schreiben, weil ich seinerzeit auch nach Erfahrungsberichten mit Dennert gesucht hatte und kaum fündig wurde. Möglicherweise ist dies auch für andere Leser interessant.

Ich selber habe ein Alfa Vivere Haus von Dennert. Dieses unterscheidet sich etwas vom Icon durch die Grundkonstruktion. Das Icon besteht ja aus Grundmodulen in Garagengröße, die werkseitig auch innen schon voll ausgebaut sind mit Küche und Bad, so dass das Haus in kürzester Zeit Schlüsselfertig übergeben werden kann.
Das Alfa kommt wie ein klassisches Fertighaus auf die Baustelle mit vorgefertigten Wand-, Decken- und Dachelementen. Alle Wände, Decken und Treppen aus Beton, auch die Unterseite der Dachschräge und DG-Decke. Alle Außenwände mit WDVS aus 20cm Styropor (optional auch Material mit kleinerem Lambda), in der Dachschräge Zwischensparrendämmung. Das Alfa ist ein Ausbauhaus, außen komplett fertig (Dach, Fenster, Türen, Putz etc), innen stehen nur die tragenden Wände.

Planung
Dennert baut auf Gebietsvertreter, die für verschiedene Regionen zuständig sind. Dieser ist Berater der Kunden und mittätig bei der Planung des Hauses. Optional kann er gegen Aufpreis auch als Bauleiter tätig werden, d.h. Erstellung und Einreichung der Bauantragsunterlagen, Koordination Tiefbau, Bodenplatte etc. Als weitere Option kann auch der Innenausbau komplett von diesem angeboten und übernommen werden. Ich selber habe nur die erste Option wahrgenommen, da ich den kompletten Innenausbau selber übernommen habe. Das Alfa-Haus (auch das Sondermodell „Vivere“) kann man innerhalb der Gesetzte der Statik innen (und im Grunde auch außen) relativ frei planen. Dies kam mir sehr entgegen, da ich sowieso sehr genaue Vorstellungen vom Grundriss hatte und diesen letztendlich vorgegeben habe. Schließlich weiß niemand so gut wie ich selber, was ich haben möchte. Dennert hat die Vorgaben dann entsprechend übernommen und Zweifelsfälle und Schnittstellen haben wir dann diskutiert. Ansonsten konnte Dennert alle Durchbrüche durch Wände und Decken für Sanitärinstallation und Wohnraumlüftung an den geeigneten Stellen platzieren. Für die Elektroinstallation sind in den Wänden Leerrohre vorgesehen. Ich habe ebenfalls eine Werksbesichtigung durchgeführt und dort auch meinen technischen Ansprechpartner kennen gelernt. So konnte ich mit diesem direkt alle Details bezüglich Durchbrüchen, Leerrohren etc. abklären.

Lieferung
Das Haus wurde genau zum vereinbarten Stelltermin geliefert. Alles lief professionell ab. Im Prinzip pro Etage ca. ein Arbeitstag. Parallel zur Aufstellung wird das Haus auch eingerüstet für das spätere Verputzen. Die Aufstellung incl. Keller dauerte von Montag bis Samstag. Speziell die Dacharbeiten bedeuten dann noch am Ende viel Kleinarbeit für die Monteure. Die übernächste Woche kamen die Verputzer und bauten danach auch das Gerüst direkt wieder ab. Durch die quasi Serienfertigung der Häuser saßen alle Handgriffe der Monteure. Ein eingespieltes Team, bei dem jeder wusste, was er wann wo und wie zu tun hatte. Dazu fleißig und freundlich. Am Haus selber passten alle Teile maßgenau zusammen, es musste nirgendwo nachgearbeitet werden. Nachdem der Putz dann darauf ist hat man ein außen komplettes fertiges Haus. Alles sieht sehr sauber und aus einem Guss aus. Feiner gleichmäßiger Putz, keine Fuge zwischen den Etagen wie z.B bei manchen Fertighäusern, schicke Dachkonstruktion mit glatter Unterseite der Dachüberstände (statt witterungsanfälliger Holzverkleidung). Durch die werkseitige Montage sind alle Fenster und Türen sauber eingepasst und gängig. Das Haus ist innen trocken, kein Bautrockner notwendig.

Innenausbau
Das war nun mein kompletter Anteil. Alternativ kann man auch Gewerke an örtliche Handwerker vergeben, was ich nur zum Teil getan habe. Probleme und Reklamationen gehen somit auf meine eigene Kappe. Aber ganz überwiegend lief alles glatt und gut. Es ist zu machen: Alle nicht tragenden Wände (Trockenbau. Oder mauern, wer will, dann aber Statik absprechen). Wasser, Abwasser, Sanitär, Wohraumlüftung, Heizung, Elektroinstallation, kompletter Fußbodenaufbau + Beläge, Fliesen, Malerarbeiten etc.. Hier darf man sich wirklich nicht überschätzen und muss seine Zeit und Ressourcen gut abschätzen können. Es hat bei mir letztendlich etwa 9 Monate gedauert und es ist längst noch nicht alles fertig.
Andererseits kann man Dinge und Materialien einbauen, die sonst nicht zu bezahlen wären. Bei Eigenleistung spart man nicht einmal nur durch die erbrachte Eigenleistung, sondern auch durch den heute möglichen günstigen Einkauf (Ebay & Co).

Mängel & Garantie
Größere Mängel bis dato keine. Im Winter gingen einige Türen etwas stramm, dieses wurde von Dennert (bzw der Fensterbaufirma) nach Anruf schnell nachjustiert.

Vorteile (so wie ich sie sehe)
- Massive Gebäudehülle, haltbar
- hohe Wärmekapazität = hohes Wärmespeichervermögen. Dadurch gleichmäßigeres Raumklima im Tages- und Wochengang. Spart nebenbei ca. 10-15% Heizenergie gegenüber einem gleichgedämmten Fertighaus.
- guter Schallschutz
- gute elektromagnetische Abschirmung
- freie Planung
- Bau sofort trocken, keine späteren Probleme mit Schimmel, feuchten Wänden etc. durch unvollständige Bautrocknung
- durch Serienfertigung im Werk und DEKRA-Überwachung gute und passgenaue Bauausführung, keine Wärmebrücken und Lecks.
- Schornstein aus einem Stück
- Keller vom gleichen Lieferanten in voller Geschosshöhe
- Keller durch Fertigbetonteile generell wesentlich wasserdichter als gemauerte Konstruktion (natürlich auf Fugenabdichtung, Hohlkehle und WU-Bodenplatte achten!). Keller sofort trocken.

Nachteile (Alfa)
- kein „All Inclusive“ Paket
- Eigene Vorstellungen und etwas Sachverstand (vorhanden oder angelesen) nützlich
- nichts für Bauherren ohne jedes Wissen, die von einer Firma an die Hand genommen werden müssen. Eigenes Engagement mit notwendig.
- kein Klinker möglich

Unterschiede Alfa zu Icon
Alfa / Icon
Ausbauhaus / Schlüsselfertig
dickere Wände / dünnere Wände
Betontreppe / Holztreppe
längere Gesamtbauzeit / schlüsselfertig in kürzester Zeit
unterschiedliche Firmen für Innengewerke / alles aus einer Hand, sogar incl. Küche
größere Planungsfreiheit / vorgegebene Konzepte


Fazit
Ich bin sehr zufrieden mit dem Haus. Durch das Fertigungskonzept ist das Fehlerpotential wesentlich geringer als beim konventionellen Bauen Stein auf Stein. Man hat ein massives Haus. Für mich war es genau das richtige Konzept.
 
hallo Leute,
Mensch, 1100 Hits hier zu dem Thema und nur eine Antwort ?

Wer hat denn noch Erfahrungen mit Dennert ? Bitte mehr
Beiträge, damit man sich sicher ist..

Danke erst mal dafür...
 
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guten morgen, Leute,
wünsche Allen einen guten "Bau"-Tag. Und sonst auch natürlich.

In meiner Nachbarschaft war ein Rohbau eines schönen Wohnhauses zu verkaufen, weil dem Eigentümer die Frau abhanden gekommen war und das hab ich mit meinem Schwiegervater und Freunden zusammen weiter ausgebaut, aber das war für den Schwiegervattttttter, so isses manchesmal im Leben.. (aber wir Kriegens später ja sowieso, weil meine Frau einzige Tochter....)
und nun bin ich erst wieder dran und noch weiter auf Erfahrungssuche bei Dennert.
Hab nämlich nun zwischenzeitlich wenig Zeit und auch keine Kraft mehr
selbst viel zu machen und deshalb brauch ich Einschätzung von Leuten,
die mit Dennert ein Massivhaus gebaut haben.
Ich war letzte Woche nochmals im Werk und angeblich haben die irre viel zu tun und ich könnte eigentlich dankbar sein, daß sie mir ein Haus bauen
und sowieso...
Wie sind die Erfahrungen ? Angeblich bauen die 200 Häuser im Jahr, da müssten doch so manche Bauherren hier Ihre Erfahrungen mitteilen ?
Danke für Aufmerksamkeit und Antwort.
 

m2thearius

Gesperrt
Hallo,

ich finde das System von Dennert auch sehr interessant. Durch die Fertigung auf Produktionsstraßen mit standardisierten Prozessen können Fehler reduziert und die Stellzeit verkürzt werden. Des Weiteren gefällt mir die Massivbauweise.

Hat mittlerweile jemand Erfahrungen gesammelt? Gibt es Alternativanbieter die selbst auf Fertigungsstraßen produzieren?

Was sagen die Admins zu der Firma (z.B. 6richtige und Bauexperte)?


Ich finde das ICON 3.01 City ganz interessant. 115qm auf 2 Geschossen (155T€) + 60qm Keller inkl. Erdarbeiten (evtl. 35T€) + die berühmten 20% (ca. 20T€) könnte man hier mit 210T€ + Möbel + Stellplätze + Aussenanlagen hinkommen.

LG Marius
 
Hallo Marius,

persönlich kenne ich die Fa. nicht, Bauexperte wird da "massiveres" Wissen haben. Eine Baubeschreibung und eine Angabe des U-Wertes der Aussenwand habe ich auf der Website nicht gefunden. Insgesamt bist Du bei dem Haus mit Luftwasserwärmepumpe und Fußbodenheizung jenseits von 180.000 € für 115 m2 also bei fast 1600 €/m2, Kellerpreis ist auch knapp, plan mal lieber in Richtung 250.000 €
 

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