Einfamilienhäuser bald verboten?

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Politik funktioniert so nicht.
Bin grad auch etwas gefrustet, dachte wenigstens vor Ort im Kleinen wärs besser.
Wenns ein wichtiges Thema für den Ort gibt, setzt man sich zusammen, diskutiert und kommt zu einem guten Kompromiss. Nein, so läuft das nicht.
Jeder ist nur darauf bedacht, dass seine Partei gut dasteht. Wir sind die coolsten, von uns kam die Idee, wählt uns wieder.
Hat zur Folge es findet keine gute Diskussion statt sondern nur das Abarbeiten von Anträgen, über die nur kurz diskutiert wird (Redebeitragsbeschränkung) und dann abgestimmt. Zack, nächstes Thema.
 
Das ist aber blöd: wenn ich mit einer Single-ETW nun Ms. Right gefunden, zu Mrs. Right-11ant gemacht, mit ihr Nachwuchs produziert habe und wir dringend mehr Platz brauchen, muß ich die kleine Wohnung erst verkaufen ?
Ist nicht in jeder Gemeinde gleich gehandhabt.
Manche sind strenger andere differenzieren. Meist gibt es ja einen Bewerbungsbogen, auf dem man so was angeben kann bzw. was dazu schreiben kann.
Bei uns im Baugebiet waren es wohl ca. 150 Bewerber auf 10 Bauplätze. Ca. 50 ortsansässige (wobei da glaube ich potentielle Rückkehrer mit dazu gezählt wurden). Von mindestens der Hälfte (die den Zuschlag bekommen haben) weiß ich, dass es vorher schon eine ETW gab.
In anderen Orten habe ich aber auch schon gehört, dass das K.O.-Kriterium war.
Bei uns wurden wohl "lediglich" die mit bereits EFH-Eigentum vorneweg ausgeschlossen.
(ca. 50km von Stgt.)
 
Bei der Masse an Suchenden gehört neben guten Connections inzwischen auch viel Glück dazu.
Das sehe ich auch so. Manche sind etwas besser darin das "Glück zu erzwingen" als andere. Oft sind das dann wieder die gut vernetzten.
Irgendwann müsste dieser anhaltende Trend doch eigentlich mal dazu führen, dass der Bedarf wieder vermehrt durch den Bestand gedeckt werden kann
Sehe ich auch so. Dem steht möglicherweise der Anspruch von Käufern entgegen. Küche zu klein, Grundstück zu groß, Lage nicht optimal... Mit dem billigen Geld kann man ja auch neu bauen.

Wenns ein wichtiges Thema für den Ort gibt, setzt man sich zusammen, diskutiert und kommt zu einem guten Kompromiss. Nein, so läuft das nicht.
Die Themen für den Ort werden in den Zusammenkünften der Parteien diskutiert und dann öffentlich in Positionen vertreten. Manche Orte haben tolle freie Wähler, da funktioniert das meistens sehr gut. An anderen Orten hat man seit 1950 dieselbe Partei gewählt, da findet der Diskurs oft mittlerweile in den Hinterzimmern statt. An wieder anderen Orten hat man Menschen, die sich leicht emotionalisieren lassen, da geraten Argumente schnell ins Hintertreffen. Die einzige Gesetzmäßigkeit ist: Wer sich nicht engagiert wird regiert und hat keine Chance auf Einflussnahme. Zugegeben: Engagement hat keine Erfolgsgarantie.
 
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Im Zeitartikel Mein Haus, meine Garage, mein Garten gibs einen interessanten Fakt, der mir einfach noch mehr zeigt, dass diese ganze künstliche Debatte nichts anderes ist als Wahlkampfbashing der CDU Richtung Grüne, aber

[...]Auslöser für die Debatte ist ein Beschluss des Bezirks Hamburg-Nord, der schon anderthalb Jahre zurückliegt, aber jetzt erst medial Karriere gemacht hat. [...] Tatsächlich hatte der Bezirksbürgermeister bloß formal beschlossen, was schon seit anderthalb Jahrzehnten Behördenpraxis ist: Zum letzten Mal hat der Bezirk Hamburg-Nord im Jahr 2005 Einfamilienhäuser ausgewiesen – und zwar genau zehn Stück. Auch vorher spielte diese Wohnform in Hamburg-Nord eine untergeordnete Rolle. Gerade einmal neun Prozent der Wohnungen im Bezirk befinden sich in Einfamilien- und Reihenhäusern oder Doppelhaushälften. Im Hamburger Durchschnitt fallen rund ein Fünftel der Wohnungen in die Kategorie Einzelhaus, der überwiegende Teil dürften Reihenhäuser sein.[...]
Aber ja, untergang des EFHs.

Ich hab grad die Zusage für mein Grundstück bekommen und bau mir da nun mein EFH :)

In Buchholz in der Nordheide.
 
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