Einfamilienhäuser bald verboten?

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Pagoni. Hast Du Dich einmal gefragt warum in deinem Beispielland das so ist wie es ist?Warum kann eine Oberschicht da dieses Regiment führen und Entwicklung somit verhindern, warum ging das hier bis zum Wiener Kongress und nach 1848 nicht mehr? Warum geht es in Südkorea oder Vietnam nicht? Aber offenbar in dem von Dir bewohnten Land.
Ich will auf kulturelle Verwurzelung und Prägungen hinaus. In Israel z.B. wird Rekligion genauso geschätzt wie in Syrien oder Ägypten, aber eben auch Sciences, welche dort nichts zählen.
 
nicht unsere Angelegenheit.
......das hatten schon Andere in der Weltgeschichte auch so gesehen und plötzlich stand ihnen das das Wasser im Wohnzimmer.
Hast Du Dich einmal gefragt warum in deinem Beispielland das so ist wie es ist?
Nö, ich hab mich natürlich nur mit deutschen Bier zugedröhnt und bayrischen Leberkäs gefuttert, so wie man uns eben kennt.
Gerade weil man sich damit beschäftigt fällt es einem ja auf. Wenn man das überhebliche Leben dort bräsig mitlebt und einem das Elend und die Angst drumherum egal ist findet man es natürlich supi....Strände, Sonne und so.... Aus meiner Antwort konntest Du lesen, DASS wir uns das ja immer auch gefragt haben. Hätten wir es nicht könnten wir für dortige Verhältnisse in Saus und Braus leben.
Warum kann eine Oberschicht da dieses Regiment führen und Entwicklung somit verhindern
Fragst Du das wirklich als "Vielgereister"? Das ist doch in den meisten Ländern der Welt so, dass die einfachen Leute von der Bildung ferngehalten werden. Unere Bildungsmöglichkeiten sind extremster, seltener Luxus. Warum? Kennst Du lebenslange Angst, niemals Zugang zu Krankenversicherung, Unterdrückung, flächendeckende Korruption, völlige Ohnmacht? Die Welt ist voll davon und die meisten Länder werden genauso so "geführt", das ist doch keine Neuigkeit! Ich kann Deine Frage daher nicht so ganz verstehen ehrlich gesagt.
Meine Eltern waren als Soldat im Krieg und durften nicht mehr nach Hause bzw. wurden als Deutsche damals vertrieben; die haben mir das verständlich erklärt, wie sich sowas anfühlt und wie man ganz schnell gefügig gemacht wird.
Die 5%-Elite stopft sich die Taschen voll und macht Geschäfte mit den westlichen Konzernen. Was meinst Du, warum gerade z.B. Nestle o.ä. in diesen Ländern an der Macht ist. Würde Nestle kein Tütenzeugs mehr liefern würden viele Leute dort teilweise verhungern, weil sie ausschließlich aus deisen Tüten leben und man ihnen die Möglichkeit genommen hat, sich selbst zu versorgen.
Hast Du Solches wirklich nie wahrgenommen, wie brutal und rücksichtslos die westliche Wirtschaft diese Länder aussaugt? Woher kommen denn die Bodenschätze, aus denen unser westlicher Kram hier gebaut wird? Aus dem Harz?
Aber offenbar in dem von Dir bewohnten Land.
Seltsame Bezeichnung.......es ist z.B. so in nahezu jedem südamerikanischen Land.....aber eben hinter den Bars und den weißen Stränden
Ich hoffe du machst das und verzichtet auf unnötigen Wohlstand.
Ich verstehe Deinen Zynismus schon, keine Sorge. Ich sehe mich nicht als Samariter, keinesfalls, aber davon zu reden:
Ich war etliche Jahre in Afrika, auch in ärmeren Gebieten. Die Leute sind wirklich sau arm, dennoch freundlich und mindestens so glücklich wie wir. Ein Großteil ist aber auch Sackfaul und hat keinen Antrieb zur Arbeit.
.....wie ich ja schon sagte, auch Du warst dort als Europäer ausschließlich im 1. Klasse-Abteil mit Fullservice und Rückkehrmöglichkeit ins Parsdies und vorrübergehendem Blick ins Elend.
Ein bekannter Philosph sagte mal zu einer übrigens "Grünen" Selbstversorgerin im Allgäu: Meine liebe Dame, es ist ein himmelhoher Unterschied, ob man, so wie Sie in Ihrem modernen Wohnprojekt, nur Brot, Milch und etwas Gemüse zu sich nimmt, weil man das gerne so möchte oder ob sie nur etwas Wasser, Brot und eine halbe Kartoffel zu fressen bekommen, um nicht zu verhungern. SIE HABEN DIER WAHL !
Darum gweht es doch in der ganzen Diskussion: WIR haben die Wahl und da ist doch schön so !
Ich glaube eben, dass wir uns dieses rein zufällig erworbenen Glücks besser bewusst sein sollten, für das wir niemals gearbeitet haben, es kam ganz einfach durch Geburt. Ich will ja auch meine Ruhe und mein Haus und bin vlt. sohgar öfter egoistisch als Du oder Jener. Wir sind aber nicht alleine auf der Welt und Nichtstun aus aussitzen hat bislang immer nicht zum Guten geführt.
Ich hab auch keine Lösung, leider, aber zu sagen, dass mich das ganze Elend auf der Welt Nichts angeht, solange ich hinter meinem frisch gestrichenen Lattenzaun sitzen kann, das find ich dann eben schon mehr als eigen.
 
Ich erkläre es dir. Nur weil es 1 Grad wärmer wird, muss niemand flüchten. Da kann man auch mit Leben, Klimanlagen, Beschattungen und Organisation sei dank. Klimaerwärmung ist ein natürlicher Prozess, der aber teilweise durch den Menschen durch die Industrialisierung beschleunigt wird. Wieviel und wie schnell ist leider nicht wissenschaftlich belegt. Man kann nur spekulieren.
Ich erkläre es dir zurück:
Hier ist genau so ein Punkt, wo Fakten und Meinung vertauscht werden. Wenig ist in den letzten 60 Jahren besser untersucht worden als der Klimawandel und die Punkte sind nicht ungeklärt, die du nennst. Es gibt eine science-denialism Lobby, die das seit vielen Jahren lautstark reindrückt - richtig wird es dadurch nicht. Mitnichten wäre gerade Klimaerwärmung natürlich.

Die Physik, wie genau infrarotaktive Gase unseren Planeten wärmer halten, als er es ohne sie wäre (was grundsätzlich erstmal das Leben hier ermöglicht), ist völlig verstanden und obendrein noch einer der am besten messtechnisch belegten Effekte der Welt. Da ist nichts unklar oder spekulativ. Da war auch vor 50 Jahren nichts mehr unklar oder spekulativ - so alt sind die ersten Temperaturszenarien, die heute glänzend belegt sind.
Die physikalischen Grundsätze dazu sind über 100 Jahre alt. Das erste mathematische Modell stammt aus den 1940ern.

Und die Folge ist nicht +1°C ohne sonstige Nebenwirkungen. DAS wäre in der Tat verkraftbar. Aber wie viele Mio. Menschen leben in Küstenregionen, die in 50 Jahren wegen etwas, wozu sie nichts können aber wir schon, eingedeicht werden müssten oder die schlicht nicht zu halten sein werden? Die laufen irgendwann los und dann natürlich dahin, wo das Gras am grünsten aussieht - würden wir auch so machen.
Am Ende ist es so: Veränderungen erzwingen Anpassungen und Anpassungen sind den ökonomisch Starken einfacher als den ökonomisch Schwachen. Große Veränderungen erzwingen große Anpassungen die große ökonomische Stärke erfordern. Nur weil eine Anpassung theoretisch möglich ist, heißt das nicht, dass jeder sie leisten kann.
Die Natur selbst wird sie oft gar nicht leisten können, weil die Wanderungsgeschwindigkeit von Wäldern oder die Aufbaugeschwindigkeit von Korallenriffen viel langsamer ist als der Wandel, den wir dem Klima gerade auferlegen. Das sind die Nebenwirkungen von +X°C, wenn diese Erwärmung in einem Minizeitfenster von 200 Jahren stattfindet.

Es stimmt, dass arme Länder auch viele hausgemachte Probleme haben. Klimawandel und seine Folgen ist aber ganz originär ein durch die Industrienationen zwangsexportiertes Problem. Schenken wir denen dann später die "Klimaanlagen und Beschattungen", um mal im Bild zu bleiben?

Es ist am Ende dieser Ego-Liberalismus aus dem bequemen Sessel heraus, der für seine innere Haltbarkeit auch schon mal Verantwortlichkeiten für Probleme einfach wegdefinieren muss (wenn es nicht anders geht mit "alternativen Fakten"), der mich nervt. Er ist bigott und wirft ab und an allen anderen Bigotterie vor - hier schon so geschehen.

Der sich im Markt bildende Preis ist der faire Preis.
Der sich am Markt bildende Preis für Rohstoffe (Kaffee gehört dazu) wird massiv durch Rohstoffspekulationen an den Börsen beeinflusst. Es wird leer gehandelt, ohne das Gut zu besitzen, ohne die Lagerkapazitäten zu haben, ohne real liefern zu können, wenn mal jemand das Derivat in Realien umgetauscht haben möchte. Die Preise beeinflusst es trotzdem.
Fair?
(und ja ich weiß, dass Bauern sich über Warentermingeschäfte versichern können und müssen. Kein BigPlayer in dem Business ist Bauer).

Unser hochsubventioniertes(!) Fleisch kommt als "Marktpreis" irgendwo an, wo vor Ort dieser Preis nicht mit eigener unsubventionierter Produktion geschlagen werden kann. In internationalen Gremien drehen unsere Verhandler den Betroffenen dann die Ideen von Schutzzöllen ab, damit hier die Arbeitsplätze erhalten bleiben können. Recht des Stärkeren halt.
Fair?

Der Markt preist nur ein, was ein Preisschild hat. Die Natur hat keins. Nitrat im Grundwasser steckt nicht im Preis für Schweinefleisch. CO2 steckt (noch) nicht im Preis für alles mögliche. Insekten haben erst dann einen Preis, wenn man wie in China anfangen muss per Hand zu bestäuben. Was aber steckt vorher im Marktpreis am Wert von funktionierender Umwelt? Nix, denn sie ist da und hat keinen Preis. Bis irgendwas nicht mehr funktioniert.
Fair?
Ne, falsche Frage an der Stelle. Überhaupt sinnvoll?

Das Marktpreise keine Externalitäten abbilden können, ist auch seit über 100 Jahren bekannt. Ausgeblendet?

Genau solche Abkürzungen des Denkens unterstelle ich dem Ohrensesselliberalismus. Er hat mit den Idealen, über die die großen klassischen Liberalen nachdachten und schrieben, nichts mehr zu tun. Er ist eine stylishe Oberfläche, unter der völlig illiberale Geopolitik betrieben wird.

Aber ja, ich kenne ad hoc keine tolle Alternative. Deshalb hat Karsten natürlich recht: Alles Gymnasiastengeschwätz.
 
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Aber ja, ich kenne ad hoc keine tolle Alternative
Die Alternative ist recht einfach: Umweltverbrauch mit einpreisen in die Produkte. Dann würde alles um ein vielfaches teuer werden und das Gymnasiastengeschwätz vom fairen Markt könnte sich in der Praxis beweisen.
Es ist absurd anzunehmen dass die Menschheit die Funktionen der Natur maschinell/technologisch übernehmen kann und deshalb ruhig weiter Ressourcenverbrauch betreiben kann.

Niemand kann besser und kostengünstiger Wasser reinigen, Blüten bestäuben, Sauerstoff bereitstellen, Luft reinigen, Pflanzen wachsen lassen als die Natur. Dort wo der Verbrauch höher ist als die Neubereitstellung, muss draufgezahlt und ersetzt werden. Ohne Wenn und Aber.
Dann würde wirklich alles sofort 10-fach so teuer werden.
 
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