Einfamilienhäuser bald verboten?

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Es geht darum dort wo Wohnraummangel herrscht, eben nicht alles zuzulassen, dort wo Leerstand herrscht, entsprechende Förderungen zu ermöglichen und die Kommunen entscheiden zu lassen wo was nötig und möglich ist.
Aber gerade die angesprochenen Dörfer in der Brandenburger Pampa, die werden den Teufel tun und keine Neubaugebiete ausweisen solange sie die vergeben bekommen. Hier haben wir nämlich auch einen Markt (Bauland gegen Steuereinnahmen) und eine Gemeinde die versucht die Nutzung von Altbauten durch Verbote zu erzwingen muss mit ansehen wie eben in der Nachbargemeinde gebaut wird.
Die eigentlichen Probleme in solchen Ortskernhäusern - teure Sanierung, direkt an der Hauptstraße, Grundrisse nicht mehr zeitgemäß - kann die Gemeinde selbst nicht beeinflussen. Umgehungsstraßen wären für viele Dorfkerne deutschlandweit ein echter Segen, nur können sich wenige Gemeinden das leisten. Und gerade in strukturschwachen Gegenden erst recht nicht. Energetische Standards und andere Vorschriften bei Sanierungen sind komplett außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Gemeinden. Ebenso der Grundriss und die Preise der Bestandsbauten. In Gegenden in denen der Quadratmeter deutlich unter 100€ kostet haben Gemeinden nur die Möglichkeit Baugebiete auszuweisen wenn sie mehr Zuwanderung wollen. Eine Planung ohne EFH funktioniert gut in Gegenden mit Quadratmeterpreisen von 1000€. Da kommt eh kein Normalsterblicher mehr auf die Idee ein EFH zu bauen da er sich das schlicht und einfach nicht leisten kann.

Der Gegensatz EFH-Neubau oder Dorfkern sanieren besteht in der Praxis nicht so wie es zugespitzt wird. Und dort wo Leerstände herrschen haben die Gemeinden eben nicht die Mittel den Dorfkern attraktiv zu machen, weder finanziell noch rechtlich.
 
Vielleicht ist das dann auch als Apell zu Verstehen, dass der BUND den Kommunen hier unter die Arme greift.
Es sagt ja keiner, dass das einfach so umzusetzen ist, aber daraus jetzt den Grünen einen Strick zu drehen und zu unterstellen, Sie würden pauschal EFHs verbieten wollen, ist halt auch unlauter.
 
Es ist die Begründung mit den Ressourcen und der Verschwendung, die die Tür weit aufmacht , über Frankfurt Westend weit hinaus. Daher nehme ich Hofr. hier als Starter eines Versuchsballons wahr, denn das Ziel, das Fernziel ökologische Gesellschaft hat keinen Platz für Efh und Auto und Autobahn und Flug nach Malle und Grillfest. Versteht mich nicht falsch, ich fahre nicht viel Auto, vielleicht 9 tsd. pro Jahr, esse wenig Fleisch, zum B. heute gar nicht, und wenn, dann nur bio wegen Tönnies und diesen Geschichten. Aber das ist meine freie Wahl und kein Zwang. Und echte Liberale sind für frei und nicht gezwungen.
 
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Dorfkernbelebung heißt nicht auf Teufel komm raus Schrott zu Edelschrott zu verarbeiten.
Hauptstraße heißt viel Verkehr, für Dörfer halt, jedoch zu Stoßzeiten. Abends und am Wochenende ist kaum was los. Nachbarn kaum sicht- und hörbar, durch das Fehlen von 90 Gradwinkeln bei Grundstücken.
Gewerbe meist problemlos möglich.
 
@Nordlys
Das ist mir auch grundsätzlich sympathisch. Es hat nur einen schweren Logikfehler: Liberale sind der - übrigens ebenfalls sympathischen - Meinung, diese Freiheit stünde jedem Menschen zu. Gut so.

Dafür ist aber nicht genug da. Für Freiheit unseres Standards für alle Menschen bräuchten wir 3 Erden. Da macht +/- 1 Erde Unsicherheit auch nix mehr, falls man die Berechnung anzweifelt.

Und es sind nun mal die Grünen, die auf diesen simplen Fakt penetrant hinweisen. Ihre Schlussfolgerungen und Aktionen, die darauf fußen, muss man nicht gutheißen (ich sag nur Biosprit). Aber gestartet sind sie mit einer richtigen Erkenntnis, um die Liberale gerne einen Bogen machen. Denn aus logischen Gründen verträgt sie sich nicht mit universellem Liberalismus, s. o.!

Die Lösung? Technischer Fortschritt in Richtung cradle-to-cradle und schlicht weniger Konsumismus mit Wegwerfnachgeburten.

Dass aber die Menschen nach Jahrzehnten Medienerziehung des Mehr und Mehr und Mehr sei DER pursuit to happiness jetzt freiwillig individuell in relevanter Menge dies tuen: Halte ich für ausgeschlossen.

Gibt es zwei Alternativen: a) Dann halt nicht und b) Dinge regulieren

Wer für a) ist darf das. Meinungsfreiheit. Er soll dann bitte bloß nicht Bigotterie bei anderen sehen. Und auch b) geht, ohne im Sozialismus enden zu müssen.

Passend dazu: youtube.com eingeben und dahinter /results?search_query=follow+the+science+hossenfelder c&p
 
Vielleicht ist das dann auch als Apell zu Verstehen, dass der BUND den Kommunen hier unter die Arme greift.
Es sagt ja keiner, dass das einfach so umzusetzen ist, aber daraus jetzt den Grünen einen Strick zu drehen und zu unterstellen, Sie würden pauschal EFHs verbieten wollen, ist halt auch unlauter.
Leider sind hier Links verboten, aber wenn man zwei Minuten in eine Suchmaschinensuche investiert, dann bekommt man ausreichend ältere Treffer zu den Grünen und ihren Ansichten zum Thema Einfamilienhaus. Nicht von Hofreiter, Baerbock und Co., die sich zwangsweise gemäßigt präsentieren müssen, wohl aber von grünen Stadtverbänden aus NRW. Mitfreuen für eine junge Familie, die endlich ihre enge 3-Zimmer-Stadtwohnung gegen ein neues, ausreichend großes EFH auf der grünen Wiese eintauschen kann, sieht sicher anders aus, um es zurückhaltend zu formulieren.

Das die Grünen ihre diesbezügliche Abneigung niemals in ihrem Wahlprogramm manifestieren würden, ist aber auch klar. Viele Millionen Wähler träumen von den eigenen vier Wänden. Genau wie beim Automobil oder der Ölheizung wird es daher kein Verbot geben. Das passiert alles durch immer mehr Auflagen und Verteuerungen durch die Hintertür.
 
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