Einfamilienhäuser bald verboten?

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Das, was jetzt in der Presse hochkocht, weil es mal wieder ausgesprochen wurde, ist doch seit vielen Jahren in vielen Städten Realität. Deshalb verstehe ich die ganze Diskussion nicht...
Genau so ist es
Quartiersentwicklung
Wie bekommt man bezahlbar alles unter einen Hut?
Gute Frage: vielleicht sollte man die Subventionstöpfe oder die Nutznießer mal mehr überprüfen ;)
Anderes Beispiel Düsseldorf, das sich in den letzten Zügen befindet:
Erinnert mich ganz stark an Hamburgs Quartiere mit schönen Innenhöfen, nach außen etwas Einzelhandel im EG und Wohnraum verschiedenster Zielgruppen, auch mit Gartenanteil ;)
 
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T im Norden hat es auf den Punkt gebracht. Natürlich gehört mitten in Barmbek, Berlin Kreuzberg, Wien Josefstadt kein EFH Gebiet. Das ist verdichtete Stadt. Die dort vorhandenen Grünflächen gehören auch erhalten und nicht nachverdichtet.
Aber Hamburg hat auch die Alstertalvororte, Kiel auch Holtenau, Berlin auch die Müggelseestadtteile etc. Da gehören z.T. schon auch EFHs hin.
Und jenseits der grossen Zentren gibt es noch ganz viel Land mit Dörfern wie Neukirchen, Süberbrarup, Born, Altwarp, Scharnebek usw. Da gehört Geschossbau gar nicht hin, max. Reihenhäuser. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass viele Grüne da keinen Zuzug wollen, sondern man soll bitte in der Stadt bleiben. Diese Politik tötet das Land.
Im Übrigen finde ich, dass Bebauungspläne möglichst liberal sein müssen, denn jeder Jeck ist anders, und jeder jede soll gern sein Traumhaus und ihren Traumgarten sich erfüllen. Das dabei auch Steinvorgärten entstehen ist hinzunehmen. In unserem Neubaugebiet sind sie übrigens sehr selten, und wo sie angelegt wurden, da doch z.T. mit viel Geschmack.
 
Ich kann am Spiegel Interview von Hofreiter nicht wirklich was falsches lesen.
Was daraus dann wird ist ein anderes Thema.
Die Donat-Dörfer (sehr treffend) sind ein Problem.
Bezahlbarer und lebenswerter Wohnraum in Ballungsgebieten ist ein Problem
Lange Fahrzeiten aufgrund von Zersiedelung ist ein Problem
ohne jetzt politisch zu werden

Mal ehrlich die Probleme werden doch mehr oder weniger erfolgreich und nachdrücklich von den Kommunen angegangen.
 
Ich habe z.B. am Wochenende eine HGTV Sendung gesehen, wo ein älteres Paar am Ende in einer Wohnsiedlung gekauft hat, wo Zäune explizit verboten waren. Also alle Gärten hatten keine Einfriedung.
Wäre sowas möglich? Klar, für viele undenkbar. Aber gerade für junge Familien aber auch ältere Menschen ohne Familienanschluss vielleicht ein überdenkenswertes Konzept.
Wir haben unser Haus entgegen den Empfehlungen des Architekten so weit als möglich nach hinten geschoben, um nicht nur auf der Rückseite sondern auch vorne "offen" zu sein bzw. öffentliche Fläche zu bieten. Zäune u.ä. wollen wir erst einmal nicht, allerdings haben das unsere beiden Nachbarn teilweise. In unserem letzten Einfamilienhaus waren drei Grundstücke ohne Zäune nebeneinander.

Nun zu dem Vorschlag in der von Dir erwähnten Sendung: Solches Wohnen erfordert von allen Beteiligten ein höheres Maß an Höflichkeit, Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen. Der Wunsch nach Gemeinsamkeit und Privatheit muss entweder "erfühlt" oder durch Regeln bestimmt werden. Auch ich, obwohl ich mir viele Gedanken über die Bedürfnisse der Menschen in meiner Umgebung mache, würde sicherlich (oft?) etwas falsch machen oder in ein Fettnäpfchen treten. Grundsätzlich gefällt mir der Gedanke und wir versuchen mit unserem neuen Haus zumindest eine Annäherung. Und dass Kinder jederzeit überall herumtollen können ist sowieso klar. (Mit Ausnahme, wenn mal jemand schwer krank ist und Ruhe braucht.) Nur denke ich, auch da hat jeder andere Rahmenbedingungen und Bedürfnisse.
 
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