Einfamilienhäuser bald verboten?

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Für die Nachverdichtung/Minderung Leerstand in Ortskernen ist eine Senkung der Grenzwerte für Schutt und damit höhere Deponiekosten genau kontraproduktiv.

Oft sind jetzt schon die Abbruchkosten höher als der Grundsstückswert. Es kann nicht sein das uralte Häuschen vom Uropa, mit Stall, Scheune und Misthaufen abzureißen teurer kommt wie in der Siedlung neu zu kaufen.

Allein bei uns in der Straße stehen noch 12 DHH oder EFH alle mit Nebengebäude leer. Das bei guter Infrastruktur (wir sprechen hier nicht von einen Dorf dass nur noch einen Bäcker hat) Mind. genauso viele Gebäude wurden von jungen Familien saniert oder neu bebaut.

Eine andere Gemeinde hat versucht den Leerstand aufzukaufen, abzureißen und die Grundstücke wieder verkauft. Allerdings wollten die Erben plötzlich viel Geld für den Schrott. War hier das gleiche deswegen gibt es einen Zuschuss. So gesehen brauchen Kommunen doch mehr Rechte und Möglichkeiten.
Gerade in Ortskernen ist mehr Gewerbe erlaubt, als in Siedlungen.
 
Er erwähnt Sie nicht als erstes, der Interviewer erwähnt sie aufgrund der Geschehnisse um den Bebauungsplan in HH-Nord. Hofreiter meint eben dass es nicht gut sei, Neubaugebiete für EFHs in Ortsrandlagen auszuweisen, wenn gleichzeitig Leerstand und ttote Hose im Ortskern herrscht.
Die Sanierungen in Ortskernen spricht er jedoch explizit an:
Danke für die Richtigstellung.
 
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Bei uns in der Stadt sind einige der sogenannten "Mietskazernen" begehrte Appartments. Die "Mietzellen" wurden aufgebrochen, es gibt grossräumige, moderne Wohnungen mit viel Balkon davor und viel Licht. Dazu wurde auf dem Dach eine Dachterrasse angelegt, im Haus gibt es eine grosse Gemeinschaftsküche, einen "Indoorgemüsegarten" und noch andere gemeinschaftliche Einrichtungen. Zusätzlich hat meine grandiose Aussicht in die Ferne. Leider Arschteuer. Aber eine gute Wiederauferstehung der ehemaligen "Mietskazernen".

Es gibt also durchaus alternative Konzepte für bestehende Klötze in bester Lage.
 
Haha, hab jetzt Mal das Interview gelesen. Bei dem Zitat gegen Neubaugebiete auf Dörfern geht es darum etwas gegen den Leerstand in der Ortsmitte dieser Dörfer zu tun. Also pro Förderung der Infrastruktur implizit also genau das was @haydee oben bemängelt.
Da sieht man mal wieder worum es heutzutage in den Medien geht: Marktschreierei, nicht Transparenz und Information.
Den Leerstand in den Ortskernen bekämpfen wollen auch andere Parteien, das ist nichts, wofür man unbedingt die Grünen wählen müsste.
Es macht jedoch keinen Sinn, Bauwillige auf leerstehende Fachwerkhäuser in engen Altstadtgassen und alte Bauernhäuser an Durchgangsstraßen zu verweisen.
Die Leute wollen Garten und Garage am Haus, zeitgemäße Grundrisse usw. Das ist beim Altbestand oft nicht machbar, der Denkmalschutz tut sein übriges. Wer diese Bedürfnisse nicht sieht oder nicht sehen will, der wird mit Wegzug seiner Besserverdiener leben müssen.
Ich sehe hier nur die Chance für den Umbau zu barrierefreien Wohnungen. Bei uns in der Stadt hat das ein erfahrener Fachmann in die Hand genommen und ein altes, vom Verfall bedrohtes Fachwerkhaus komplett saniert und umgebaut. Die neu hergerichteten Wohnungen waren ruckzuck alle vermietet.

Mir ist schon klar, dass Herr Hofreiter kein Interesse daran hat, dass die Grünen kurz vor den anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen als Einfamilienhaus-Verbotspartei dastehen, denn viele Wählerstimmen bringt das sicherlich nicht.
Bei unserem nächsten Neubaugebiet am Ortsrand waren es aber nun mal die Grünen, die es trotz riesigem Bedarf am liebsten komplett verhindert hätten, obwohl die Fläche schon den in den 80er-Jahren als Siedlungsfläche eingeplant war.
Die Grünen sollten mal verstehen, dass das EFH zwar Fläche verbraucht, an anderer Stelle dafür aber wiederum Wohnraum frei wird. Ohne EFH auf dem Land wäre die Situation gerade auf dem städtischen Wohnungsmarkt noch viel prekärer, als ohnehin schon.
 
Wow, was für ein Niveauloses grünen bashing hier. Da wird ein Interview vom deutschen schundverlag nummer 1 komplett ausm Kontext zitiert - die Punkte im interview sind alle völlig valide Diskussionspunkte - und hier wird komplett freigedreht und der Kommunismus herbeigeredet.

Wenn es nicht so traurig und gefährlich wäre, wie hier der großteil dem Springerverlag aufm leim geht, könnte man drüber lachen.
 
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