Einfamilienhäuser bald verboten?

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@WilderSueden
Der Theo ist ein SB Mini Markt. Damit sind Personalkosten minimiert. Läuft in Fulda ein Versuch. Damit die Bewohner zwischen Bushaltestelle und Wohnung Kleinigkeiten kaufen können. Im Norden Skandinavien, Island etc sieht man öfter Mini Märkte. In Augsburg hatte unsere Straße einen Mini Tante Emma Laden. Da gab es eine kuriose Auswahl. Tofu, eine Bockwurstsorte, eine Hundefuttermarke.
Es geht nicht darum den Wochengroßeinkauf zu verhindern, sondern das nicht für jede Rolle Klopapier 30 km gefahren werden müssen. Theoretisch ist es möglich Kundenkarten und EC Karten auszuwerten und eine auf das Dorf zugeschnittene Produktauswahl anzubieten.
Dazu noch Paketstation, Abholbox für Apotheke, Mobile Bücherei (Online Leihe und Reservierung geht sogar bei uns im Dorf).
Setzt sich mobile Arbeit durch wird weniger gefahren. Dann wird das Auto wirklich für eine Rolle Klopapier bewegt.
 
Ich bin auch ein Freund der Nahversorgung. Nur der Inhaber muss dabei was verdie. Hier im Norden gehen Läden ab 1000 E wirtschaftlich, weil es zum nächsten Kaufland o. ä. sehr weit.
Der Grünstrom. Ich beziehe solchen von unseren Stadtwerken. Er ist rel. günstig, besteht aus Windstrom und Wasserkraftstrom aus Norwegen. Solar spielt im Mix keine Rolle. Wenn wir hier grünen Strom wollen, müssen wir in Windkraft. Auch Offshore. Das mit den Leitungen muss dann durchgedrückt werden. M.E. besteht dann die Grundlast aus Kernenergie, nur die steht, ja so bigott grün sind wir, in Frankreich oder Cz.
Der Dämmwahn oder das KfW Monster. Ist lange ein Dorn in meinem Auge. Besser, im Altbau dichte Fenster und Türen, dazu ggf. ne Zwischensparrendämmung als das Passivhaus. Ich denke, mit dem Aufpreis zum Standardhaus erreicht man im Altbau viel mehr.
Und ein Argument der Spd, nicht zu unrecht. All das was da so neu und grün daher kommt kostet und der Ärmere leidet drunter. Er hat das Geld oft dafür nicht.
 
Es geht nicht darum den Wochengroßeinkauf zu verhindern, sondern das nicht für jede Rolle Klopapier 30 km gefahren werden müssen.
Das ist wieder eine Lösung für ein Problem das es gar nicht geben sollte. Dass man Klopapier mit einem kleinen Vorrat kauft sollte ja mittlerweile jeder kapiert haben ;) aber auch für so Sachen wie Tomatendosen ist das nicht verkehrt. Und das ist kein großer Aufwand, vor ich einkaufen gehe schau ich einmal in die Abstellkammer was sich der kritischen Marke nähert und schreibe es auf den Einkaufszettel. Platz für ein 2qm Abstellraum ist selbst in kleineren Wohnungen wenn man vernünftig plant.
Ich bleibe dabei, das Konzept Miniladen auf dem Dorf ist wirtschaftlich gescheitert bzw. funktioniert nur da wo der nächste größere Ort zu weit weg ist (in den schweizer Bergen gibt es tatsächlich auch noch recht viele Dorfsupermärkte) und lässt sich auch mit SB System nicht mehr zurückholen. Und der Theo ist ja mitten in der Stadt und damit eher mit einem Bahnhofssupermarkt zu vergleichen. Da ist die kritische Masse auch mit einem kleinen Einzugsbereich schnell erreicht.
 
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Der steht nicht in Bahnhofsnähe und sollte damit ein kleineres Einzugsgebiet haben. Klopapier ist ein schlechtes Beispiel kauft man seit einem Jahr eh wenn es das gibt und nicht wenn man es braucht.
Dann ist die Sahne sauer geworden, die Gurke schimmlig, das Brot ist hart
 
Ich sehe das Entweder-Oder nicht, das du hier herausstellen willst. Mal ganz grob skizziert: die Gesellschaft setzt sich ein Ziel, der Staat entwickelt dafür eine Strategie, aus dieser fallen Maßnahmen in Form von Verboten, Anreizen etc. heraus, eben die Leitplanken für das Erreichen des Ziels. Und die "bösen" genauso wie die "guten" Konzerne entwickeln ihr Business innerhalb dieser Leitplanken (...)
Tolle Planwirtschaft. ;) Die Gesellschaft setzt sich aber keine allakzeptierten Volksziele, auch wenn realitätsfremde Romantiker immer wieder davon träumen. Nicht mal die Politik (hier) tut dieses noch, geschweige denn entwickelt sie eine kohärente Strategie. Natürlich kann und soll sie in Teilbereichen Handeln, auch als Akteur parallel & korrektiv zum reinen Markt. War mal ein Erfolgsrezept.

Was du beschriebst, war - Klimawandel oder noch mehr - böses Atom und Öl -> Energie muss gespart werden -> wir verbieten Glühbirnen -> wir beglücken Deutschland mit Sondermüll in Form von Energiesparlampen > der Markt bringt, wie absehbar, die LED -> jede Menge Müll produziert und Geld fehlallokiert.
 
Und Fahrgemeinschaften...das große Problem ist dass es nur funktioniert wenn zwei Leute zum gleichen Ziel wollen und gleich lang dort bleiben.
Hier funktionieren Mitfahrerbänke und Park & Ride sehr gut. Natürlich nicht für alle, denn. den Anspruch an eine Lösung zu stellen für alle und überall zu funktionieren ist reichlich naiv..
Ist es wirklich wünschenswert Felder mit PV zuzupflastern? Wir erinnern uns, das EFH am Ortsrand ist böse weil es Fläche frisst.
Das Zauberwort ist Mehrfachflächennutzung. PV kann über bereits genutzten Flächen sinnvoll eingesetzt werden und die Energie sogar lokal genutzt.
Ich bleibe dabei, das Konzept Miniladen auf dem Dorf ist wirtschaftlich gescheitert bzw. funktioniert nur da wo der nächste größere Ort zu weit weg
Das Konzept als generelle Nahversorgungslösung ist passee. Trotzdem funktionieren vielerorts lokale Einzelhandelslösungen.

Man kann alles totreden und Probleme und Szenarien verallgemeinern. Eine Vielzahl lokaler Lösungen bringt uns in Summe weiter - gesellschaftlich und klimatisch.
 
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