Einfamilienhäuser bald verboten?

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Man müsste das einmal genau betrachten. Ich benenne einmal:
1) Stagnierende Bevölkerungszahl. Wir sind nicht Indien.
2) NullZins führt dennoch zu riesigem Bauboom.
3) Steigende Preise, Nachfrage ohne Ende, jeder Schrotthaufen findet Käufer.
4) Jeder Neubau wird bezogen und dafür wird eine Wohnung frei. Trotzdem Wohnraummangel.
Wo ist der Fehler? Ich weiss es nicht.
Ganz einfach, da wo früher 4-5 Personen in einem Haushalt gelebt haben, leben heute nur noch 1-2.
Wir haben in den Städten enorm viele Singlehaushalte, die aber oft 3-4 ZKB alleine bewohnen.
Wer noch einen günstigen Altmietvertrag hat, der gibt so eine komfortable Wohnung auch nicht auf.
Soweit geht die Solidarität mit jungen Familien dann doch nicht.
Auf dem Land sind es die Älteren, die sich von ihren viel zu großen Häusern oft nicht trennen können.
Da wohnt die verwitwete Oma dann alleine im Zweifamilienhaus mit 190 qm Wfl. und 800 qm Grundstück.
Ich war früher oft bei Haushaltsauflösungen unterwegs. Da habe ich schon nicht schlecht gestaunt, wie großzügig so manche Einzelperson zeitlebens gewohnt hat.
 
Und da finde ich es schon sinnvoll, dass auf einem entsprechendem Grundstück halt keine Villa für eine Familie mehr gebaucht werden darf, ...
Für mich ist ein Einfamilienhaus keine Villa, auch wenn heutzutage viele Einfamilienhäuser als Villa verkauft werden. ;-)

... sondern vielleicht 4 Reihenhäuser für 4 Familien.
Hier bin ich absolut Deiner Meinung, obwohl für mich Reihenhäuser auch Einfamilienhäuser sind, nur eben nicht freistehend.

Was die Stadtplaner bauen wollen, weiß ich selbstverständlich nicht, aber Mehrfamilienhäuser klingt für mich nicht nach Reihenhäusern o.ä.. Kann aber trotzdem so sein und ich werde einfach mal weiter beobachten, was in Hamburg geplant ist.
 
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Allerdings wesentlich dadurch getrieben, daß bei schlechter Politikqualität das Baugeld billig gemacht wird, um den Mob vom Pöbeln abzuhalten. Die beste Versicherung gegen Revolutionen ist immobiles Hab und Gut des Volkes.
Dazu kommt, dass Bauherren oft zu erschöpft und müde sind, um neben dem Bauvorhaben auch noch eine Revolution anzuzetteln. ;-)
 
Ich sags mal ganz deutlich: möchte der Staat bezahlbaren Wohnraum auch in Städten haben, muss der Staat kaufen und oder bauen. Die Wohnungen dann gegen Berechtigungsschein günstig vermieten. Die Voraussetzungen müssen dann regelmäßig geprüft werden und sollte die Familie über einem Einkommen liegen, muss den dann solventen Mietern gekündigt werden.
Es funktioniert nicht das Thema dem Markt zu überlassen. Auch mit Regularien nicht. Der Markt ist gewinnorientiert.
Das gleiche gilt übrigens zb im Gesundheitswesen, telekommunikation, etc.
 
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