EFH KfW55 - Mehrkosten Abzocke oder gerechtfertigt?

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S

Stefan001

580k€??? Bei der Baubeschreibung?
Das klingt für mich sehr sehr teuer.
Bist du dir sicher das die restliche BLB deine Erwartungen erfüllt? Denk dran: Alles was nicht explizit beschrieben ist, wirst du trotzdem brauchen und bezahlen müssen.
Eine "dünne" BLB ist eine Einladung für viele teure Posten. Die dürften bei den Hauskosten aber gar nicht mehr vorkommen!
 
A

allstar83

Bei uns waren es etwa 15k Aufpreis für KfW 55 mit 42.5 Wänden, bessere Fenster, bessere Dämmung der Bodenplatte, Baubegleitung, Aufsparrendammung, Blower Door. Ca. 200qm ohne Keller. BW. Preis in 2019 vereinbart. 2020-2021 gebaut.
 
H

hauskauf1987

Das einzige Angebot bei dem wir die Mehrkosten explizit hatten, war von T&C. Ende 2020 ca 20 000€ für ein Haus auf Bodenplatte.

Grundsätzlich beschleicht mich das Gefühl, dass dein Bauunternehmer eher nach sehr einfachem Standard baut? Ungedämmter Keller, Metallfenster, Dach ohne Dämmung, mäßige Fenster, Dachfenster nur 2-fach
Da sind jetzt viele Dinge als Extra drin, die ich eigentlich für Standard gehalten hätte. Dann ist der Aufschlag natürlich um so höher
Ja ist wirklich billigster Standard
Metallfenster im Kellerbereich mit 1fach Verglasung? Wer baut sowas heute noch ein?
Wie heisst die baufirma? Poste mal die ganze BBS, da sind bestimmt noch schlimmere Brocken dabei
 
D

DerBauHerr1988

Guten Abend zusammen,

erstmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen.
Toll das hier so viel los ist :)

Ich kann eure Reaktionen bei den dargestellten Zahlen verstehen. So ging es uns ebenfalls.
Wir haben das Problem, dass hier in der Region solche Preise leider mitlerweile normal sind.


Zurück zum Haus:
Wir hatten uns in Summe 5 Angebote eingeholt. Selbst mit den Zusatzkosten von KFW ist das Angebot immer noch am attraktivsten.

Bitte seht es mir nach, dass ich nicht die vollständige Leistungsbeschreibung poste.
Ich möchte nicht das negative Rückschlüsse auf die Firma getroffen werden. Ich möchte nochmal dazu sagen, dass wir uns das Unternehmen sehr bedacht ausgesucht haben. Viele Häuser hier im Ort wurden von dieser Firma gebaut. Wir haben mit einigen Bauherren gesprochen welche auch schon mehrere Jahre in Ihren Häusern wohnen. Bisher hält sich der gute Eindruck über alle Gespräche hinweg. Das hat uns letzten endes auch in unserer Entscheidung bestärkt mit dieser Firma zu bauen.

Was wir ebenfalls festgestellt haben, ist das die Bauleistungsbeschreibung sehr dünn beschrieben ist. Ich denke das Konzept ist klar: Weniger Leistung dafür günstigerer Preis. Das ist natürlich verlockend. Was wir gemacht haben, ist dass wir bereits bessere AUsstattungsmerkmale wie. elktr Rolläden, Wunschbodenbelag in das Angebot mit reingeommen haben. Ich gehe davon aus, dass wir somit die größten Brocken abgedeckt haben und uns weitere Überraschungen erspart bleiben :)

Eine Frage treibt mich aber immer noch umher.
Ist laut GEG ein solch niedriger Standard überhaupt zulässig? Mein Verständnis ist, dass alle Neubauten einen gewissen energitischen Standard erfüllen müssen. Ist das überhaupt möglich mit keiner bzw sehr geringfügigen Dämmung? Oder sind die Anforderungen in der GEG so lasch beschrieben dass das quasi jeder Neubau automatisch erfüllt?

Hat hier jemand Erfahrungswerte? Ich habe mal einen Blick in die GEG geworfen. Irgendwie stehe ich mit diesem "Juristendeutsch" aber auf Kriegsfuß :rolleyes:
 
P

Pinkiponk

Eine Frage treibt mich aber immer noch umher.
Ist laut GEG ein solch niedriger Standard überhaupt zulässig? Mein Verständnis ist, dass alle Neubauten einen gewissen energitischen Standard erfüllen müssen.
Meiner Meinung nach ist das eine sehr gute Frage. Wir haben uns nie damit beschäftigt und gingen einfach immer davon aus, dass ein deutscher Hausbauer ein Haus bauen wird, das den deutschen Vorschriften entspricht. Hin und wieder wurde uns auch gesagt, dass dies oder jenes den Gesetzen oder Vorgaben der Versorger geschuldet ist.

Bisher gehe ich davon aus, dass ein Wohnhaus, das nicht den Gesetzen/Vorschriften entspricht, nicht bewohnt werden darf, nicht abgenommen wird und somit nicht bezahlt werden muss. Ist aber nur meine laienhafte Vorstellung. Ich bin gespannt auf die Antworten kundigerer Foristen.
 
Tolentino

Tolentino

Naja es muss für den Bauantrag ein EnEV Nachweis geführt werden. Bin gespannt wie das nach der Standardbeschreibung gehen soll.
 
Y

ypg

- Der Baukörper hat 3 Geschosse (Keller, EG, DG)
- Wohnfläche 152qm²
- Volumen 980m³
- Kosten: grob ~560k
Der Keller kommt zu den 152qm dazu?! Hast Du mal überlegt, auf die 70qm Nutzfläche zu verzichten und das Haus um 10-15qm zu vergrößern?

580k€??? Bei der Baubeschreibung?
Das klingt für mich sehr sehr teuer.
Ich komme auch nicht auf die Summe… allerdings kennen wir die Ausstattung nicht. (Obwohl ich nicht glaube, dass die hier eine Rolle spielt)
Die anderen Angebote waren teurer? Oder war in den Angeboten ein Teil der BNK dabei ?
Grundsätzlich beschleicht mich das Gefühl, dass dein Bauunternehmer eher nach sehr einfachem Standard baut? Ungedämmter Keller, Metallfenster, Dach ohne Dämmung, mäßige Fenster, Dachfenster nur 2-fach
Die Beschreibung des Kellers lässt mich auch frösteln :eek:, obwohl man ja erstmal die Basis (ungedämmt) angeboten bekommt, und das kann man upgraden. Das erstmal günstigere Angebot hat ja Sinn, denn nicht jeder will und braucht das Krönchen fürs Prinzesschen.
Auch sind 2-Fach-Verglasung in den Wohnräumen jetzt nicht „sehr einfacher Standard“, nur weil einige denken, dass 3fach-Fenster inkl KfW-40 das Nonplusultra ist. 2-fach haben sich immer bewährt und haben einige Vorteile zu 3-fach.

Da sich das Angebot auf ein Nicht-KFW-Haus bezieht, ist das ok. Ich lese auch nicht von einem nicht gedämmten Dach, nur weil zw Sparren keine Dämmung ist, sondern wird es ein Kaltdach sein, denn nicht gedämmte Dächer sind nicht erlaubt. Wenn man einen Keller hat, braucht man keine Sparrendämmung, meine Meinung.
Wer es üppig möchte, nimmt dann für ü10000€ das Voll-Dämm-Paket ;)
Auch wenn ich kein KfW 40 Haus habe, habe ich immer noch einen recht geringen Heizverbrauch… trotz dem hier genannten „sehr einfachem“ Standard und als 70er Haus (jetzt würde es allerdings eine Wärmepumpe sein…)

Ich hatte einen Kontakt, der dieses Jahr auch mit „meiner“ Baufirma bauen möchte - der hat auch Zusatz-Upgrades von ca. 180000€!!! (Der Bungalow selbst wurde für 235 tsd oder so angepriesen). Allerdings davon 80tsd für gemauerte Garage und co. Ich weiß jetzt nicht mehr genau die Aufschlüsselung, aber die Einzelpositionen waren jetzt nach 9 Jahren gar nicht so weit entfernt von „meinen“ Positionen damals.

Ich habe zur Zeit das Problem, dass diejenigen, die jetzt bauen und hier vertreten sind, sehr viel madig reden. Der „Komfort-Standard“, den der Bänker als gehoben definiert (ich komme gerade von Dr. Klein;)), wird hier schlecht geredet. Auch in einem anderen Thread wird ein 4,5 breiter Carport für ein Auto plus Durchgang kritisiert… ein EneV-Haus funktioniert. Ein KfW-55 auch, ein 100er auch.

Was bleibt Dir jetzt?
Ich würde mal die BLBs überprüfen lassen von einem Fachmann bzw alles unter die Lupe nehmen.

Ich persönlich würde den verhältnismäßig billigen :cool: Keller weglassen, das gesparte Geld in mehr Wohnkomfort auf 2 Ebenen stecken. Ich würde bei den kfw70 bleiben, aber in eine gute Heizung investieren.
Wie Du sagst: das Heizgeld hast Du für die nächsten Jahrzehnte gespart, denn zw 2fach und 3fach stecken keine Scheine im Verbrauch!
Ihr wollt in einer Zeit bauen, die es Euch nicht leicht macht. Aber so ist der Lauf der Zeit. Da muss man sich anpassen. Besser wird es nicht.
 
11ant

11ant

Zuletzt aktualisiert 13.08.2022
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