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EFH im Großraum Stuttgart noch finanzierbar?

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Warum "reinziehen"?
Unseren Kredit haben wir zu einem guten Teil von unseren Eltern.
Wir zahlen 0,01 Prozent Zinsen, also nichts. Da das Geld vorher auf nem Diba-Extrakonto rumlag, ist es aber auch für die andere Seite sogar besser als vorher ;-)
Kann das Problem dabei nicht erkennen.
Ich denke Ybias78 hat zum "Selbstschaffen" eine andere persönliche Einstellung. Wobei ich sagen muss, dass bei den Summen heute die Zinsen (also hier das Geschenk der Eltern) nicht mehr so stark ins Gewicht fallen.
Viel kritischer finde ich dabei, jenseits der Neiddiskussion um Vermögen und Familienschenkungen, dass m.E. eines der zentralen Versprechungen des Staates für die Mittelschicht nicht mehr gilt: Arbeite viel & in guten Berufen, bilde dich fort und du kannst dir ein nettes Haus/Wohnung für deine Familie leisten. Bekommen wir ein - egal was du machst, wenn du nicht etwas geerbt hast oder sonst wie an viel Kapital gekommen bist, bleibst du außen vor - fast überall, auch in der relativen Provinz der Metropolregionen.
 
@HeX2647 kannst du Großraum Stuttgart näher definieren?
Nur mal als Vergleich:
Meine Frau und ich sind 29. Bevor wir Nachwuchs bekamen lag unser Verdienst leicht höher als euer aktueller. Nun bekommen wir das zweite Mal Nachwuchs, was bedeutet, dass meine Frau seit mehr als 1 Jahr lediglich 1.800€ anstatt 3.x00€ Einkommen hat. Eine Rate von euren angestrebten 3.000€ wäre undenkbar. Natürlich klappt das mit zwei vollen Gehältern, aber ein Haus baut man oftmals mit Kinderwunsch. Da wirds dann ganz schön knapp, bzw. mMn für euch unmöglich.
Da würde ich dir insoweit widersprechen, dass man mit 29 als Berufseinsteiger vielleicht auch noch Gehaltssprünge machen kann.
Das kann man aber natürlich nicht fest einplanen.

Ich hänge auch weiterhin an den ganzen Aussagen, "mit so wenig kann man nicht leben"
Rechnen wir 1800+3700 (vermutlich höheres Netto des Manns als vorher, da Gesamteinkommen gesunken).
Also 5500€. Gehen 3000€ Rate weg, bleiben euch 2500€.
Wieso können hier so viele Menschen mit 2500€/Monat, schon abzüglich der Kaltmiete, nicht leben? Für sage und schreibe 2-3 Jahre Elternzeit sogar nur!
Wie passt denn das zusammen, wenn der durchschnittliche deutsche Haushalt 3300 netto hat und davon ja noch die Kaltmiete zahlen muss?
Wo ist denn mein Denkfehler?
 
Da würde ich dir insoweit widersprechen, dass man mit 29 als Berufseinsteiger vielleicht auch noch Gehaltssprünge machen kann.
Das kann man aber natürlich nicht fest einplanen.

Ich hänge auch weiterhin an den ganzen Aussagen, "mit so wenig kann man nicht leben"
Rechnen wir 1800+3700 (vermutlich höheres Netto des Manns als vorher, da Gesamteinkommen gesunken).
Also 5500€. Gehen 3000€ Rate weg, bleiben euch 2500€.
Wieso können hier so viele Menschen mit 2500€/Monat, schon abzüglich der Kaltmiete, nicht leben? Für sage und schreibe 2-3 Jahre Elternzeit sogar nur!
Wie passt denn das zusammen, wenn der durchschnittliche deutsche Haushalt 3300 netto hat und davon ja noch die Kaltmiete zahlen muss?
Wo ist denn mein Denkfehler?
naja..Leben geht davon schon gut. Aber viel sparen kann man während der Zeit auch nicht.
Wenn es wirklich nur während der Elternzeit ist: gut.
Aber was ist, wenn das Kind im Januar geboren wurde und man es nicht vor 1 in die Kita geben möchte? Das Kita-Jahr beginnt vermutlich überall im August. Unterjährige Plätze bekommt man hier nur mit sehr viel Glück. Die meisten Mütter bleiben noch einige Monate bis zum nächsten August in Elternzeit. Einkommen: 0 Euro!

Wir werden demnächst 6k Netto Haushaltseinkommen haben. Rate 1500 Euro, Nebenkosten 500 Euro.
Bleiben zum leben 4000. Abzüglich Versicherungen, 2 Autos, Rücklagen für Urlaub etc. bleiben ca. 2000 Euro zum sparen.

Die Sparrate geht auf ein Konto als Sicherheit. Wird davon bis Jahresende wenig bis nichts genommen, geht ein großer Batzen in die Sondertilgung (runter gerechnet über 1000 Euro pro Monat).
Das finden wir wesentlich besser als direkt die Rate auf 2500 Euro zu legen.

Die 2500 MÜSSEN bezahlt werden. Da darf nichts unvorhergesehenes passieren.
Über die Sondertilgung zu gehen macht aus unserer Sicht mehr Sinn.
Wir sind aber finanziell komplett unabhängig von unseren Eltern. Wir planen alles so, dass wir in keinem Fall dort anfragen müssten. Das hab ich mit 20 gemacht. Mit Mitte 30 ist Schluss damit.
 
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Ich denke Ybias78 hat zum "Selbstschaffen" eine andere persönliche Einstellung. Wobei ich sagen muss, dass bei den Summen heute die Zinsen (also hier das Geschenk der Eltern) nicht mehr so stark ins Gewicht fallen.
Viel kritischer finde ich dabei, jenseits der Neiddiskussion um Vermögen und Familienschenkungen, dass m.E. eines der zentralen Versprechungen des Staates für die Mittelschicht nicht mehr gilt: Arbeite viel & in guten Berufen, bilde dich fort und du kannst dir ein nettes Haus/Wohnung für deine Familie leisten. Bekommen wir ein - egal was du machst, wenn du nicht etwas geerbt hast oder sonst wie an viel Kapital gekommen bist, bleibst du außen vor - fast überall, auch in der relativen Provinz der Metropolregionen.
Ja da ist viel wahres dran!
Andererseits haben beispielsweise weder meine Eltern, noch die Eltern meines Mannes außergewöhnlich gute Berufe gehabt oder sonstwie außergewöhnliches Glück durch Grundstücke im Familienbesitz oder ähnliches.
Einfach genau die ehrliche fleißige Arbeit von der du schreibst UND SPARSAMKEIT!!
Das Argument "selbst erarbeiten" interessiert mich persönlich gar nicht. Ich arbeite auch hart, ich lebe sparsam und weiß den Wert von Dingen zu schätzen. Trotzdem bin ich einfach sehr froh und dankbar, dass wir dank unserer Eltern in 10 Jahren statt in 25 oder 30 schuldenfrei sein werden. Und anschließend werden wir das dann freie Einkommen in die Ausbildung unserer Kinder investieren und planmäßig hoffentlich auch sie bei ihrem Immobilienerwerb unterstützen können.
Das würde mich glücklich machen, wenn das so klappt.
Ich kenne persönlich auch nur:
- Fall a: Eltern haben Geld -> Kind kriegt was fürs Haus
- Fall b: Eltern haben nicht viel -> Kind kriegt logischerweise nichts.

Den Fall c "Eltern haben Geld und Kind kriegt trotzdem keine Unterstützung/will keine Unterstützung beim Hauskauf" kenne ich nicht.

Vielleicht geht es aber insgesamt auch einfach nicht, dass man ein Haus mit Raffstores, Kfw40, Doppelgarage... möchte, aber gleichzeitig jede Woche zum Essengehen, Weltreisen machen, 2 Neuwagen fahren, Markenklamotten kaufen....

Aber trotzdem, insgesamt sind die aktuellen Preise frustrierend, so empfinde ich das schon auch.
 
naja..Leben geht davon schon gut. Aber viel sparen kann man während der Zeit auch nicht.
Wenn es wirklich nur während der Elternzeit ist: gut.
Aber was ist, wenn das Kind im Januar geboren wurde und man es nicht vor 1 in die Kita geben möchte? Das Kita-Jahr beginnt vermutlich überall im August. Unterjährige Plätze bekommt man hier nur mit sehr viel Glück. Die meisten Mütter bleiben noch einige Monate bis zum nächsten August in Elternzeit. Einkommen: 0 Euro!

Wir werden demnächst 6k Netto Haushaltseinkommen haben. Rate 1500 Euro, Nebenkosten 500 Euro.
Bleiben zum leben 4000. Abzüglich Versicherungen, 2 Autos, Rücklagen für Urlaub etc. bleiben ca. 2000 Euro zum sparen.

Die Sparrate geht auf ein Konto als Sicherheit. Wird davon bis Jahresende wenig bis nichts genommen, geht ein großer Batzen in die Sondertilgung (runter gerechnet über 1000 Euro pro Monat).
Das finden wir wesentlich besser als direkt die Rate auf 2500 Euro zu legen.

Die 2500 MÜSSEN bezahlt werden. Da darf nichts unvorhergesehenes passieren.
Über die Sondertilgung zu gehen macht aus unserer Sicht mehr Sinn.
Wir sind aber finanziell komplett unabhängig von unseren Eltern. Wir planen alles so, dass wir in keinem Fall dort anfragen müssten. Das hab ich mit 20 gemacht. Mit Mitte 30 ist Schluss damit.
Das klingt doch alles logisch.
Wir haben ja auch die Rate nicht so hoch um keinen Druck zu haben.
Trotzdem wollen wir in euren Dimensionen zusätzlich sparen und dann sondertilgen/Puffer haben/den Kredit am Ende der 10 Jahre restlos tilgen.

Kita hast du Recht, sollte man berücksichtigen.
Unser Zweites ist im Dezember geboren und der frühestmögliche Krippenstart ist jetzt im September mit 21 Monaten.
 
Aber trotzdem, insgesamt sind die aktuellen Preise frustrierend, so empfinde ich das schon auch.
Naja- wer hat es heute gelesen? In vielen Medien: höchste Grundstückspreise in Deutschland jemals: 190 Euro/qm!!!
Ich musste grinsen. Die Bayern mussten sicher laut lachen/weinen :)
Sprich: man muss nur in der richtigen Gegend kaufen.

Es kommt halt auch immer darauf an ob man den richtigen Job in der richtigen Gegend hat.
Der Süden Deutschlands ist teuer, verdient aber auch gut.
Davon hat man nur nichts, wenn man Bundesbeamter ist. Da verdient man in München das gleiche wie im tiefsten Brandenburg. Beelitz oder so.. (zwinker, zwinker Ybias). In Brandenburg ist man Topverdiener, in München Sozialfall.

Aber es verändert sich gerade eine Menge. Die Frage ist, wie wichtig ist es in den nächsten Jahrzehnten noch so nah an der Stadt ein Haus zu haben? Ist es nicht auch ok 50 km ausserhalb zu wohnen, wenn man die Strecke nur 1-2 mal die Woche ins Büro zurücklegen muss?
Kann man vielleicht sogar ganz woanders leben? Wäre bei mir persönlich eine Option. Ich habe 3 Tage home office pro Woche. Die beiden restlichen Tage meist Dienstreisen in Deutschland. Eigentlich ist es egal ob ich in der Düsseldorfer Gegend oder in Thüringen lebe.

Natürlich ist Bayern immer schön und wird beliebt und damit teuer bleiben.
 
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