EFH im Großraum Stuttgart noch finanzierbar?

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Ich kann das grundsätzlich verstehen: wenn ausreichend Geld da ist bei den Eltern und die Spaß daran haben sich zu beteiligen, kann man das auch machen.
Das eine ist danach fragen und seine Finanzierung darauf aufzubauen. Das andere ist eine freiwillige Unterstützung der Eltern.

Und jetzt das große AAABER:
Ich finde hier wird bei vielen (nicht allen) das Thema spätere Pflegebedürftigkeit bei den Eltern großzügig ausgeklammert!

Rechnet euch gern mal durch, was so ein Pflegeplatz monatlich kostet und wie hoch die Eigenbeteiligung ist. So schnell kann man gar nicht gucken, wie schnell da Geld verbrannt wird.
Und dann geht es ganz schnell an Immobilienvermögen.

Dann muss der nicht pflegebedürftige Elternteil das Haus verkaufen. Und das dafür, dass man selbst die eigene Immobilie in 15 statt 20 Jahren abbezahlt hat.

Also Unterstützung würde ich annehmen, wenn die Eltern es anbieten und neben dem gegebenen Geld noch höhere sechstellige Beträge liquide haben.
 
Und jetzt das große AAABER:
Ich finde hier wird bei vielen (nicht allen) das Thema spätere Pflegebedürftigkeit bei den Eltern großzügig ausgeklammert!

Rechnet euch gern mal durch, was so ein Pflegeplatz monatlich kostet und wie hoch die Eigenbeteiligung ist. So schnell kann man gar nicht gucken, wie schnell da Geld verbrannt wird.
Und dann geht es ganz schnell an Immobilienvermögen.

Dann muss der nicht pflegebedürftige Elternteil das Haus verkaufen. Und das dafür, dass man selbst die eigene Immobilie in 15 statt 20 Jahren abbezahlt hat.
Deswegen werden sehr viele Immobilien und Bankguthaben noch zu fitten (Mitte 50, Anfang 60) Lebzeiten an die Kinder übertragen. Die 10 Jahresfrist ist da noch sehr Risikoarm zu betrachten. Das ist ne gängige Praxis und eher die Regel als die Ausnahme. Wenn man dann in höherem alter ins Pflegeheim muss ist oft nicht mehr sehr viel da was man noch zur Begleichung der Kosten heranziehen kann. Danach zahlt der Staat die Kosten.
Nach einer Änderung zum 01.01.2020 ist man den Eltern erst ab einem Einkommen von über 100K zum Unterhalt verpflichtet und hierbei zählt nur das eigene Einkommen und nicht das Haushaltseinkommen.
 
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Stimmt. Entscheidend sind die 10 Jahre.

Aber ist das mittlerweile wirklich gängige Praxis bei den Mittfünfzigern? In meiner Familie kein Thema.
Habe aber auch nicht das Gefühl, dass das im Bekanntenkreis ein Thema ist. Mitte 50 ist doch das neue 40. Da denkt doch noch keiner an Pflegebedürftigkeit
 
Deswegen werden sehr viele Immobilien und Bankguthaben noch zu fitten (Mitte 50, Anfang 60) Lebzeiten an die Kinder übertragen. Die 10 Jahresfrist ist da noch sehr Risikoarm zu betrachten. Das ist ne gängige Praxis und eher die Regel als die Ausnahme. Wenn man dann in höherem alter ins Pflegeheim muss ist oft nicht mehr sehr viel da was man noch zur Begleichung der Kosten heranziehen kann. Danach zahlt der Staat die Kosten.
Nach einer Änderung zum 01.01.2020 ist man den Eltern erst ab einem Einkommen von über 100K zum Unterhalt verpflichtet und hierbei zählt nur das eigene Einkommen und nicht das Haushaltseinkommen.
Erinnert mich an die insolventen Untetnehmen bei denen die Eigentümer dann alles an die Ehefrau übertragen, damit bloss kein anderer etwas bekommt. Finde die "gängige Praxis" genauso erschreckend. Hier wird der Staat vorsätzlich ausgenutzt. Ich fühle mich hier teilweise wie ein Ausserirdischer auf einem Planet wo Eltern auf der Tasche hängen so lange es geht und den Staat ausnutzen soweit es geht "gängige Praxis" ist.
 
Naja. Grundsätzlich verstehe ich dich Ybias. Aber wer verschenkt schon gern Geld an den Staat? Zumal das im Fall der Pflege auch wirklich heftig ist. Da geht Geld in nem Wimpernschlag weg, das du vorher monatelang gespart hast.
Mit der Denkweise dürftest du auch keine Einkommenssteuerklärung machen und dort Werbungskosten geltend machen.

Aber du hast natürlich im Gesamtkontext Recht. Das führt dazu, dass wohlhabende Familien ihr Geld geschickt beiseite schaffen, sich arm rechnen und dann ins soziale Netz fallen lassen.
Das führt wiederum zu angespannteren Sozialkassen. Was wiederum irgendwann zu härteren Unterhaltsregeln führen wird. Und das trifft dann auch oft die falschen mit.

Aus meiner Sicht ist der Aspekt, dass das Vermögen der Kinder erst ab einem Jahreseinkommen über 100k überhaupt erst angeschaut wird, fragwürdig.
Da kann die Familie auf riesigen Goldschätzen o.ä. sitzen, die einzelnen Kinder haben aber nur ein Jahreseinkommen von 99k. Und schon wird nichts angetastet.
 
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