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EFH im Großraum Stuttgart noch finanzierbar?

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Also entweder du kommst aus ner anderen Kultur, wo es wirklich so ist oder dir erzählt keiner, was er von seinen Eltern bekommen hat, insbesondere weil er deine Meinung dazu kennt.
Außer meiner besten Freundin kennt auch keiner die Summe, die ich von meinen Eltern habe.

Ich gönne meinen Eltern alles, was sie möchten und erwarte gar nichts.
Was für dich nicht nachvollziehbar zu sein scheint ist, dass manche Menschen genug Geld haben um sowohl selber schön zu leben als auch um ihren Kindern was abzugeben.
Und was du noch weniger nachvollziehen kannst ist, dass jedem andere Sachen wichtig sind. Meine Eltern waren, außer zwangsweise zu Geburtstagseinladungen, noch nie in einem Restaurant. Genauso wie ich, essen sie aber auch viel lieber zuhause. Meine Eltern wollen auch nicht mehr verreisen, weil sie sich zuhause wohler fühlen und ihnen das zu anstrengend. Aus Kleidung hat sich in meiner Familie noch nie jemand was gemacht. Ich bin mega genervt, wenn was kaputt geht und ersetz es durch das nächstbeste, das mir auf ner gängigen Internetseite über den Weg läuft. Ich finde Kino doof, weil ich es zuhause gemütlicher finde.
Und so könnte ich dir noch viele Beispiele aufzählen.
Was ich hingegen ganz toll finde und was mir furchtbar viel Spaß macht, ist Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und auch ihnen eine Freude zu machen. Geben macht doch auch glücklich.
Genauso freuen sich meine Eltern auch deutlich mehr darüber, dass wir uns ein Haus gebaut haben, als über alles mögliche andere, was sie mit dem Geld machen könnten.
Im Übrigen spenden sie auch mittlerweile einen guten Teil ihres Einkommens an wohltätige Zwecke, weil auch das ihnen mehr gibt als weiterer überflüssiger Konsum für sich selber.
Und auch das finde ich sinnvoll, weil wir im Gegensatz zu vielen anderen auf der Welt wirklich genug haben...

Und wo wir auch anderer Meinung sind. Ein Haus ist für uns KEIN Luxusgut. Meine Eltern haben ein traumhaft schönes Haus auf einem guten Grundstück. Ein eigenes Haus gehört für uns zum Leben. Da würden mir 1000 andere Sachen einfallen, auf die ich eher verzichten würde.
Aber das muss doch jeder für sich selber wissen, was einem wichtig ist.

Es wäre interessant, was du wirklich denken würdest, wenn deine Eltern 1 Millionen auf ihrem Konto rumliegen hätten. Würdest du es ernsthaft sinnvoll finden, dass sie die komplette Millionen restlos ausgeben?
Ja ich komme anscheinend aus einer anderen Kultur. Aus einer wo man im Erwachsenenalter nicht mehr Geld von den Eltern annimmt, sondern denen einen Urlaub spendiert oder Kaffeevollautomaten zum Geburtstag schenkt. Die haben schliesslich mind. 18 Jahre die Kinder erzogen und mehr als ein Haus an Kosten gehabt. Deswegen bin ich /wir als meine Familie selbst für uns verantwortlich; vorallem finanziell. Ausnahmen gibt es natürlich (Krankheit, etc.). Luxusgüter zählen dazu aber definitiv nicht. Meine Tochter würde nie auf die Idee kommen mich um Geld für ein Haus zu bieten. Entweder man kann es sich leisten oder nicht. Ich würde auch gerne einen Mercedes GLS fahren, kann mir aber nur einen GLC leisten. Deswegen renne ich aber nicht zu den Eltern.

Und ja, ich kann es deswegen nicht nachvollziehen. Ich bin in einer Geberkultur was die erwachsenen Kinder angeht aufgewachsen. Ist aber wohl nicht mehr in... :)
 
Ich finde es auch einen riesigen Unterschied, ob ich meine Eltern nach Geld frage, also direkt anpumpe, oder ob sie von sich aus sagen "wir würden dich gerne unterstützen". Dann war es nämlich ihre freie Wahl, und ich bringe sie auch nicht in irgendeine Zwangslage (was antworten wir denn jetzt?).

Ja, meine Eltern haben mich auch beim Hauskauf unterstützt. Schlussendlich haben sie die Kaufnebenkosten getragen. Aber: es ist explizit kein Geschenk, es ist ein Darlehen. Zinslos zwar, aber sie möchten es zurück.
Und das bekommen sie auch. Die ersten Summen sind jetzt, ein Jahr nach Einzug ins Haus, wieder zurück geflossen. Natürlich werde ich eine Weile daran zu zahlen haben, keine Frage.

Meine Eltern sind in Rente, kommen soweit gut aus. Ihre Ersparnisse nutzen sie, solange sie fit sind, für Reisen und falls mal irgendwann ein neues Auto fällig wird. Sie boten von sich aus an, mich zu unterstützen. Dadurch haben sie das Projekt erst ermöglicht. Aber natürlich sehe ich zu, dass ich so viel zurück gebe, dass es ihnen dann an nichts mangelt, was sie sich sonst geleistet hätten.
Auf eigenen Beinen stehe ich trotzdem.
 
Da würde ich dir insoweit widersprechen, dass man mit 29 als Berufseinsteiger vielleicht auch noch Gehaltssprünge machen kann.
Das kann man aber natürlich nicht fest einplanen.

Ich hänge auch weiterhin an den ganzen Aussagen, "mit so wenig kann man nicht leben"
Rechnen wir 1800+3700 (vermutlich höheres Netto des Manns als vorher, da Gesamteinkommen gesunken).
Also 5500€. Gehen 3000€ Rate weg, bleiben euch 2500€.
Wieso können hier so viele Menschen mit 2500€/Monat, schon abzüglich der Kaltmiete, nicht leben? Für sage und schreibe 2-3 Jahre Elternzeit sogar nur!
Wie passt denn das zusammen, wenn der durchschnittliche deutsche Haushalt 3300 netto hat und davon ja noch die Kaltmiete zahlen muss?
Wo ist denn mein Denkfehler?
Dein Denkfehler ist folgender: Mit dem Einkommen steigen in der Regel auch die Ansprüche. Bestes Beispiel ist das zur Verfügung stehende Einkommen als Azubi oder Student. Da kommen die meisten mit 800 Euro netto aus. Nach Ende der Ausbildung oder des Studiums wird mehr verdient und schon steigen erstmals die Ansprüche und es wird mehr Geld für Konsum und z.T. auch für Versicherungen und Altersvorsorge ausgegeben. Oftmals zieht eine Konsumausgabe auch weitere Kosten nach sich, z.B. während er Ausbildung 2er Golf mit Haftpflichtversicherung, danach dann ein 7er Golf Jahreswagen mit Vollkasko und regelmäßigen Inspektionen.

Zu dem Thema Geld von den Eltern annehmen bei Immobilienerwerb:

Meine Frau und ich haben beim Wohnungskauf bewußt darauf verzichtet unsere Eltern zu fragen, ob sie uns beim Kauf finanziell unterstützen. Wir finden es mega peinlich, wenn man mit 30 Jahren noch seine Eltern fragen muss, ob sie einem Geld geben, damit man sich etwas leisten kann. Das erinnert mich dann doch zu sehr an die Schulzeiten zurück...

Und ja, es ist bei beiden Seiten genügend Geld da und es hätte meinen Schwiegerleuten auch nicht wehgetan finanziell, wenn sie uns das komplette Geld für die Wohnung geschenkt hätten. Ich wünsche meinen Eltern und Schwiegereltern ein langes und gesundes Leben und sie sollen ihr selbst aufgebautes und erwirtschaftetes Vermögen für sich selbst verwenden und sollen es auch gerne bis zu ihrem Ableben komplett aufbrauchen und verleben, da es ihnen gehört und wir daher auch null Anspruch darauf haben.
 
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Darlehen ist doch auch nochmal was anderes.
Ich habe damals für die ETW auch die Nebenkosten von meinem Vater geliehen. Im Unterschied zu Altai zahle ich sogar Zinsen. Geholfen hat es mir trotzdem, da ich damals sonst wohl nicht die Finanzierung gekriegt hätte.

Also wäre es ohne meinen Vater nicht möglich gewesen, aber trotzdem hat er was davon, da der Zinssatz deutlich besser als beim Festgeld o.ä. ist.
 
Ich finde es auch einen riesigen Unterschied, ob ich meine Eltern nach Geld frage, also direkt anpumpe, oder ob sie von sich aus sagen "wir würden dich gerne unterstützen". Dann war es nämlich ihre freie Wahl, und ich bringe sie auch nicht in irgendeine Zwangslage (was antworten wir denn jetzt?).

Ja, meine Eltern haben mich auch beim Hauskauf unterstützt. Schlussendlich haben sie die Kaufnebenkosten getragen. Aber: es ist explizit kein Geschenk, es ist ein Darlehen. Zinslos zwar, aber sie möchten es zurück.
Und das bekommen sie auch. Die ersten Summen sind jetzt, ein Jahr nach Einzug ins Haus, wieder zurück geflossen. Natürlich werde ich eine Weile daran zu zahlen haben, keine Frage.

Meine Eltern sind in Rente, kommen soweit gut aus. Ihre Ersparnisse nutzen sie, solange sie fit sind, für Reisen und falls mal irgendwann ein neues Auto fällig wird. Sie boten von sich aus an, mich zu unterstützen. Dadurch haben sie das Projekt erst ermöglicht. Aber natürlich sehe ich zu, dass ich so viel zurück gebe, dass es ihnen dann an nichts mangelt, was sie sich sonst geleistet hätten.
Auf eigenen Beinen stehe ich trotzdem.
Darleheb
Dein Denkfehler ist folgender: Mit dem Einkommen steigen in der Regel auch die Ansprüche. Bestes Beispiel ist das zur Verfügung stehende Einkommen als Azubi oder Student. Da kommen die meisten mit 800 Euro netto aus. Nach Ende der Ausbildung oder des Studiums wird mehr verdient und schon steigen erstmals die Ansprüche und es wird mehr Geld für Konsum und z.T. auch für Versicherungen und Altersvorsorge ausgegeben. Oftmals zieht eine Konsumausgabe auch weitere Kosten nach sich, z.B. während er Ausbildung 2er Golf mit Haftpflichtversicherung, danach dann ein 7er Golf Jahreswagen mit Vollkasko und regelmäßigen Inspektionen.

Zu dem Thema Geld von den Eltern annehmen bei Immobilienerwerb:

Meine Frau und ich haben beim Wohnungskauf bewußt darauf verzichtet unsere Eltern zu fragen, ob sie uns beim Kauf finanziell unterstützen. Wir finden es mega peinlich, wenn man mit 30 Jahren noch seine Eltern fragen muss, ob sie einem Geld geben, damit man sich etwas leisten kann. Das erinnert mich dann doch zu sehr an die Schulzeiten zurück...

Und ja, es ist bei beiden Seiten genügend Geld da und es hätte meinen Schwiegerleuten auch nicht wehgetan finanziell, wenn sie uns das komplette Geld für die Wohnung geschenkt hätten. Ich wünsche meinen Eltern und Schwiegereltern ein langes und gesundes Leben und sie sollen ihr selbst aufgebautes und erwirtschaftetes Vermögen für sich selbst verwenden und sollen es auch gerne bis zu ihrem Ableben komplett aufbrauchen und verleben, da es ihnen gehört und wir daher auch null Anspruch darauf haben.
Du kommst anscheinend auch aus einer anderen Kultur :)
 
Ja ich komme anscheinend aus einer anderen Kultur. Aus einer wo man im Erwachsenenalter nicht mehr Geld von den Eltern annimmt, sondern denen einen Urlaub spendiert oder Kaffeevollautomaten zum Geburtstag schenkt. Die haben schliesslich mind. 18 Jahre die Kinder erzogen und mehr als ein Haus an Kosten gehabt. Deswegen bin ich /wir als meine Familie selbst für uns verantwortlich; vorallem finanziell. Ausnahmen gibt es natürlich (Krankheit, etc.). Luxusgüter zählen dazu aber definitiv nicht. Meine Tochter würde nie auf die Idee kommen mich um Geld für ein Haus zu bieten. Entweder man kann es sich leisten oder nicht. Ich würde auch gerne einen Mercedes GLS fahren, kann mir aber nur einen GLC leisten. Deswegen renne ich aber nicht zu den Eltern.

Und ja, ich kann es deswegen nicht nachvollziehen. Ich bin in einer Geberkultur was die erwachsenen Kinder angeht aufgewachsen. Ist aber wohl nicht mehr in... :)
Ich persönlich hätte niemals meine Eltern/Großeltern um Geld gebeten - egal für was. Mein Mann und ich sind stolz darauf, uns selbst ein schönes 6-stelliges EK erarbeitet zu haben.
Jetzt kommt das ABER: als einziges Enkelkind mit gut situierten Eltern, die alles haben, was sie brauchen und auch falls noch schlimme Zeiten kommen sollten, ausreichend vorgesorgt haben, war es den Großeltern ein Bedürfnis, noch zu Lebzeiten einen Teil des Erbes weiterzugeben und noch sehen zu können, dass etwas sinnvolles und bleibendes damit geschaffen wird.
Ich habe mich eine Zeit lang gegen diese Schenkung versucht zu wehren, allerdings haben mich die Eltern davon überzeugt, dass diese (vielleicht letzte) Freude, die ich den Ü90-jährigen damit mache, im Familiensinne ist. Die leuchtenden Augen der Großeltern, wenn wir Grundstück, Baupläne etc. zeigen und sie an unserem Vorhaben teilhaben lassen (und sie auch das Gefühl haben, etwas beigetragen zu haben!), ist es allemal wert.

Von pauschalen Aussagen wie "würde ich niemals annehmen" schrecke ich daher zurück.

Ich gönne meinen Eltern alles, was sie möchten und erwarte gar nichts.
Was für dich nicht nachvollziehbar zu sein scheint ist, dass manche Menschen genug Geld haben um sowohl selber schön zu leben als auch um ihren Kindern was abzugeben.
Schön, dass auch andere ähnliche Erfahrungen machen.
 
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