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ᐅ Durchbruch Dachdämmung für Photovoltaik-Leitungen

Erstellt am: 17.08.18 07:59
A
AndreasPlü
Hallo,

wir haben uns für eine Photovoltaikanlage für unser Dach als Aufdachsystem entschieden, sie wurde kürzlich installiert.

Nun frage ich mich, wie das Loch, das durch die Photovoltaik-Leitungen im Dach entstanden ist, wieder verschlossen werden sollte bzw. was fachgerecht ist.Es hat einen Durchmesser von ca. 3 cm, da der Elektriker für die Endarbeiten erst noch kommt, wüsste ich da gerne vorab schon ein wenig mehr als jetzt (nichts 😉 )

Der Aufbau des Dachs (Haus ist nach Energieeinsparverordnung Standard 2016 gebaut und laut Luftdichtkeitstest sehr dich, Wert 0,59):

-Betonziegel auf Lattung mit Lattungshinterlüftung
-diffusionsoffene Unterspannbahn (Siga Majcoat 150 SOB)
-Mineralwolle (0,35) als Zwischensparrendämmung
-Dampfsperre
-Gipskartondecke

Die Leitung/die Öffnung im Dach wird neben einer Sanitärentlüftung am Dach geführt.

Ein Arbeiter meinte, es würde mit Silikon bzw. Dichtstoff wieder abgedichtet.

Wie verschließt man die Öffnung in der Unterspannbahn und der Dampfsperre fachgerecht wieder?
D
Domski
20.08.18 11:59
AndreasPlü schrieb:
So, der Mensch war jetzt da und hat eine Manschette auf die Gipskartonplatte geklebt, nicht auf die Dampfsperre, weil er da nicht rankam. Er behauptet, dass sei so ok, da jetzt winddicht. Ich vermute nein, richtig?

So ein Blödsinn. Der Gips ist jetzt winddicht, ja. Aber das Bauteil bei dem es drauf ankommt nicht!
Der soll wieder antanzen und das richtig machen. Gips ab, richtig dichten, Gips wieder dran. Und ja, wenns schon gespachtelt ist, muss das wieder neu gemacht werden.
Mycraft20.08.18 13:52
Hehe...man ist auf Dummfang...
A
AndreasPlü
23.08.18 11:34
Ehrlich gesagt fand ich das mit der Manschette auf Gips unverschämt. Habe extra nochmal unseren Baubegleiter angerufen, korrekt wäre:

1. Manschette. Wie hier auch schon gesagt.

2. Mit Dichtklebeband nach Herstellervorgabe und ein wenig geeigneter Dichtmasse.

Vor dem Kleben natürlich Staub von der Dampfsperre runter, nicht auf die Klebefläche fassen etc.

Hab ihn jetzt schriftlich angemahnt und eine Woche Frist gesetzt. Höre ich nichts oder wird es wieder mangelhaft ausgeführt, beauftrage ich meine Baufirma oder einen Dachdeckerbetrieb, behalte das Geld natürlich von den Abschlagszahlungen ein.

Ärgerlich, weil eigentlich sind das gerade mal 30 Minuten Arbeit wenn hoch kommt. Ein Teil der Gipsplatten ist eh schon weg.
A
AndreasPlü
15.11.18 20:49
Habe es jetzt übrigens selbstgemacht::Mit Sigabandstreifen schuppenförmig das Loch mit den Kabeln verkleinert, mehrere dünne Streifen zwischen die Kabel, so dass kaum noch Luft war. Dann Zweikomponentendichtmasse für Dampfsperren um die Kabel um die minimalen Schlitze abzudichten. Darauf nochmal Sigaband an Kabel und Dampfbremse angeschlossen.Dann die Kabel in eine dünne Kabelverteilung eingefasst und drumherum gespachtelt. Den Rohrauslass mit den Kabeln nochmal mit Sigaband wie eingangs beschrieben verklebt, so dass die Gipskartonwand im Umkreis von mindestens einem Meter keinerlei Risse oder sonstige Öffnungen hat.

Bei Gelegenheit lasse ich einen Dachdecker (Zufällig einer aus der Gegend Stuttgart ost hier?;)) außenschauen ob die Unterspannbahn richtig zugeklebt ist, wenn nicht soll er nochmal ordentlich Dichtband drauf kleben.

Warum ich es selbst gemacht habe? Nach der Aktion ist mein Vertrauen zu diesem Handwerker bei 0,0. Und mein Bauherrenberater meinte es wäre nicht so dramatisch und ich könne es so wie oben beschrieben dicht kriegen.
D
Domski
15.11.18 23:23
Überall der selbe Mist mit den Handwerkern. Wenn vergeigt, hat keiner den Allerwertesten in der Hose, seinen Mist zu korrigieren.

Hier wird gerade ein Ytongg-Haus zurückgebaut, weil unter der ersten Steinreihe kaum Kleber war...Das komplette EG stand schon, zum Glück ohne Decke.
gipskabelgespachteltmanschetteklebensigaband