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Jörg1188

Des Nachbars Hund - Bellen am Zaun, Drüberspringen

4,30 Stern(e) 3 Votes
Es gibt da eine Sache, die offenbar noch nicht alle verstanden haben. Die Erziehung mit negativer Assoziation (z.B. Pfefferspray) funktioniert immer viel schlechter als mit Positiver.
Richtig, einige Dinge haben hier einige absolut nicht verstanden. Einem Hund menschliche Züge anzudichten ist absurd. Der kennt das Konzept Rache schlichtweg nicht, und erinnert sich auch nicht in dem Sinne an Dich, dass Du ihm mal beim Ankläffen Wasser gegeben hast und er ihr Dir es jetzt mal richtig heimzahlt. Das ist schlichtweg Blödsinn.

Was er aber sehr wohl tut, ist sein Verhalten mit Konsequenzen zu verknüpfen. Insofern ist die Wasserflasche ein probates und auch von Hundetrainern verwendetes Mittel. Es tut nicht weh, ist aber unangenehm genug, um dem Hund zu signalisieren, dass das Verhalten (=Kläffen) eine unangenehme Reaktion nach sich zieht. Pfefferspray ginge mir für diesen Lerneffekt deutlich zu weit, ich will dem Hund ja keinen Schaden zuführen, sondern nur dämliches Verhalten abtrainieren. Und das funktioniert mit Wasser sehr gut. Der Hund differenziert übrigens nicht in der Art, dass es nur die Flasche bei Dir gibt und kläfft andere weiter an. Er merkt einfach: oh oh, wenn ich auf den Zaun zupese und rummotze, wird’s nass. Och nö lass mal...“

Sobald er mal kapiert hat, dass Bellen = Wasser ist und er nur noch gucken kommt ohne zu plärren, kannst Du gerne das gelernte, richtige Verhalten positiv verstärken - mit einem Leckerli.

Also neg. Verhalten abtrainieren -> Sanktion. Gelerntes, positives Verhalten manifestieren -> Leckerli.

Wenn Du ihm gleich ein Leckerli anbietest, wenn er kläffend auf Dich zukommt, was meinst Du wird er lernen? „Ach, die ist so gut zu mir, dann kläff ich mal besser nicht mehr?“ Das würde vielleicht ein Mensch tun, es ist aber ein Hund und der merkt für sich: „Hach wie geil, wenn ich kläffe gibt es Leckerlis“! Was wird er wohl machen?

Ansonsten:
1. Mit Nachbarn quatschen (selbstredend). Wurde auch schon gemacht. Wenn er sagt, er kann gegen das Gekläffe nichts machen, ihn aufklären, dass es sein Job als Hundebesitzer ist. Falls er sich da hilflos zeigt, biete ihn an, dass Du ihm helfen würdest und

2. zukünftig einfach mit ein bissl Wasser das Verhalten des Kläffens negativ assoziieren möchtest. Das tut dem Hund nicht weh, und für euch entspannt es die Situation, ihm ist als Hundehalter auch geholfen.

3. Sperrt er sich dagegen, soll er Dir eine alternative Lösung für das Problem bieten, und Nixtun oder Kapitulation vor dem Tier ist KEINE Lösung.

4. Sperrt er sich auch dagegen, bleibt für Dich nur noch der Weg übers Ordnungsamt oder die Juristerei. Ich würde ihm deutlich machen, dass Du das absolut nicht wollen würdest, aber auch nicht zögern wirst, auch den Weg zu gehen, wenn der Wille nicht erkennbar ist einer Lösung zu finden. Du bietest ihm mit 2. eine konkrete Lösung an, wenn er die nicht will, aber auch keinen Gegenvorschlag bringt, was solltest Du seiner Meinung nach denn anderes tun? Von alleine wird der Hund das nicht abstellen...

...und fürs Protokoll: der Hund kann da am wenigsten zu, muss aber auch erzogen werden. Und das geht mit Grenzen aufzeigen, was per se unangenehm ist, da muss er aber durch. Ein paar Spritzer Wasser tun da nicht weh. Bei Pfefferspray oder Fanfaren (-> Schmerzen) wäre ich mir da nicht so sicher, würde ich daher für diesen Zweck definitiv nicht einsetzen. Wären für mich die gleiche Kategorie wie Schläge und die scheiden für Erziehungszwecke mMn aus. Zur Verteidigung ja, Erziehung nein.
 
Ergänzend zu 4. ... und in der Übergangszeit bis das Ordnungsamt tätig wird, bist Du gezwungen eigene Mittel anzuwenden, um das Problem situativ zu lösen.
 
Ich hab dann mal vor 1. aufgehört zu lesen, sorry. Aber die Leckerli-Sache hast Du schon falsch verstanden, was soll ich da noch weiter lesen? Wann bekommt der Hund ein Leckerli? Geh noch mal zurück und lies es selbst. #42
 
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Ich hab dann mal vor 1. aufgehört zu lesen, sorry.
Warum?
Aber die Leckerli-Sache hast Du schon falsch verstanden, was soll ich da noch weiter lesen? Wann bekommt der Hund ein Leckerli? Geh noch mal zurück und lies es selbst. #42
Naja, laut des referenzierten Beitrags, wenn der Hund kläffend angeschossen kam und sich dann irgendwann beruhigt hat. Und daraus soll er lernen, dass er nicht erst kläfft, sondern gleich ruhig ist? Diese Transferleistungen mögen Menschen bringen, Hunde eher nicht. Und das war alles, was sich in meinem Beitrag auf Dich konkret bezog. Die Bitte zu verstehen, dass die Vermenschlichung von, in diesem Fall, Hunden nicht sonderlich clever ist.

Ansonsten schrieb ich doch weiter unten nichts, was Deinem Punkt entgegen steht. Richtiges Verhalten positiv durch Leckerlis verstärken.

Den Punkt mit der Geldbörse hab ich ignoriert, weil der für mich nur schwerlich in den Zusammenhang mit dem Kläffen am Zaun zu bringen war.

Das Leckerli Beispiel bezog sich auf einige andere Aussagen (nicht unbedingt von Dir), die ich so verstanden habe, dass man dem Wauwi damit gutes Verhalten attraktiv machen könne. Vielleicht ist Dir ja aufgefallen, dass das mein erster Beitrag zu dem Thema war. Ergo beziehen sich meine Punkte auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Beiträgen. Warum nimmst Du denn an, dass das alles auf Dich bezogen war?
 
Zu hoher Lesewiderstand - Text zu lang. Bitte kürzer fassen. ;)

Das Leckerli Beispiel bezog sich auf einige andere Aussagen (nicht unbedingt von Dir), die ich so verstanden habe, dass man dem Wauwi damit gutes Verhalten attraktiv machen könne. Vielleicht ist Dir ja aufgefallen, dass das mein erster Beitrag zu dem Thema war. Ergo beziehen sich meine Punkte auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Beiträgen. Warum nimmst Du denn an, dass das alles auf Dich bezogen war?
Achso, ich bin gedanklich meist beim letzten Beitrag bzw. Thematisierung. Alte Beiträge von vor 3 Wochen sind dann out bzw. werden vorausgesetzt.

Ich denke, dass es auch sehr individuell auf den Hund ankommt. Ich habe habe bei meinen Hunden letztendlich die Konsequenz gezogen, dass Bestrafung oder wie immer Du es auch nennen willst, weniger effektiv war, wie positive Verstärkung. Gerade die Wasserflasche am Zaun kann genauso gut auch nach hinten los gehen. Da kommt einer, der schon gefährlich eingestuft ist und jetzt greift der auch noch an! Nun aber gerade!

Deine Vermenschlichungs-Phobie finde ich auch etwas albern. Nur weil Hunde nicht alle Facetten der menschlichen Natur abbilden (zum Glück), sind sie doch kein emotionslose Wesen! So wie jedes Tier, haben sie ihre eigenen Verhaltensweisen und Empfindungen. Manche sind ähnlich, andere gleichen sich, manche haben sie gar nicht. Aber da kann ich mich auch mit Elefanten oder Eisbären vergleichen - so what?
 
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Achso, ich bin gedanklich meist beim letzten Beitrag bzw. Thematisierung. Alte Beiträge von vor 3 Wochen sind dann out bzw. werden vorausgesetzt.

Ich denke, dass es auch sehr individuell auf den Hund ankommt. Ich habe habe bei meinen Hunden letztendlich die Konsequenz gezogen, dass Bestrafung oder wie immer Du es auch nennen willst, weniger effektiv war, wie positive Verstärkung. Gerade die Wasserflasche am Zaun kann genauso gut auch nach hinten los gehen. Da kommt einer, der schon gefährlich eingestuft ist und jetzt greift der auch noch an! Nun aber gerade!

Deine Vermenschlichungs-Phobie finde ich auch etwas albern. Nur weil Hunde nicht alle Facetten der menschlichen Natur abbilden (zum Glück), sind sie doch kein emotionslose Wesen! So wie jedes Tier, haben sie ihre eigenen Verhaltensweisen und Empfindungen. Manche sind ähnlich, andere gleichen sich, manche haben sie gar nicht. Aber da kann ich mich auch mit Elefanten oder Eisbären vergleichen - so what?
Belassen wir es einfach dabei. Ich denke wir kommen hier nicht weiter. Da Du Dir offensichtlich auch nicht die Mühe machen möchtest, eine anderen Meinung zu verstehen (weil sie zu lang ist), hat‘s eh wenig Sinn. Differenzierung und die Mühe, den eigenen Standpunkt verständlich darzustellen, benötigt halt manchmal etwas Platz und Zeit - letztere übrigens auch beim Schreiben. Insofern vielen Dank für Deine Wertschätzung [emoji6]

Btw, ich schrieb nirgends, dass Hunde emotionslose Wesen seien, auch bin ich absolut kein Freund davon Gewalt gg Tiere anzuwenden. In dem Fall das Sachenrecht anzuwenden halte ich überdies auch für vollkommen falsch - nur der Vollständigkeit halber. Es scheint als hättest Du mich aber auch nicht verstanden, was ich mit Vermenschlichung meinte und/oder magst es nicht hören, weil ... ach was soll’s weswegen auch immer. Zeitverschwendung - für uns beide [emoji6]
 
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