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ᐅ Dachinnendämmung falsch ausgeführt - großer Schaden entstanden

Erstellt am: 05.01.24 15:23
W
Winniefred
Hallo!

Ich muss mich hier mal an das Schwarmwissen wenden.

Wir haben 2017 ein Haus aus 1921 gekauft, das Dach ist aus 1993 und hat eine diffusionsdichte (!) Unterspannbahn, was damals so üblich war. 2017 haben wir das Dachgeschoss ausgebaut und von einem Trockenbauer neu dämmen lassen. Dafür wurde aufgedoppelt, die Dämmwolle wurde press an die Unterspannbahn gedrückt, dann kam eine Untersparrendämmung und dann kam die Dampfbremsfolie und dann der Trockenbau.

So weit so gut. Nun hatten wir Weihnachten 2023 einen Sturm/Regenschaden, weil der Anschluss von Schornstein zu Dach undicht wurde. Der Dachdecker hat im Zuge dessen dort mal Ziegel aufgenommen und überall Wasser gesehen. Am gesamten Dach steht Schwitzwasser zwischen Dämmung und Unterspannbahn, er hat an allen Dachseiten mal von außen unter die Ziegel geschaut. Daraufhin haben wir einen Teil von innen geöffnet, alles nass (weit außerhalb des Schornsteinbereiches - im Bereich des Schornsteinschadens war die Dämmung klatschnass vom Regenwasser, im restlichen Dach ist es "nur" Schwitzwasser zwischen Dämmung und Unterspannbahn).
Der Dachdecker sagte uns, die Innendämmung sei falsch ausgeführt worden. Man hätte die Dämmung niemals direkt an die dichte Unterspannbahn pressen dürfen sondern hätte es mit einigen Zentimetern Hinterlüftung realisieren müssen. Es muss nun die gesamte feuchte Dämmwolle entfernt werden, riesiger Aufwand, große Kosten. Das Leck am Schornstein wurde abgedichtet und dort muss im Frühjahr noch eine ordentliche Reparatur erfolgen, das ist hier aber klar zu trennen von dem Schwitzwasserschaden. Der Schwitzwasserschaden wäre vermutlich erst bemerkt worden, wenn der Trockenbau gegammelt hätte.

Wie seht ihr das? Kennt sich jemand damit aus und hat Tipps/Ideen/Anregungen? Kann man den Trockenbauer dafür zur Rechenschaft ziehen? An den Balken ist schon leichter schwarzer Schimmel entstanden und die gesamte Dämmung plus Trockenbau muss raus und weggeworfen werden und erneuert werden. Kostenpunkt schätze ich um die 10-15.000 EUR grob. Lediglich die dünneren Dämmwollmatten der Untersparrendämmung sind trocken und können ggf. wiederverwendet werden. Auf Kulanz des Trockenbauers wird man nicht hoffen können. Wir wollen ihn gerne belangen wenn möglich; schließlich haben wir damals ein Fachunternehmen beauftragt, damit genau sowas nicht passiert. Wir haben damals nicht wenig Geld bezahlt und das ist gerade mal 6 Jahre her.
Winniefred07.01.24 15:09
Es ist nicht meine Aufgabe als Laie die Arbeit des Profis zu überprüfen. Ich war zu dem Zeitpunkt 28 Jahre alt und hatte zwei Kinder von 1 und 3 Jahren, stand jeden Tag selbst auf der Baustelle. Habe gearbeitet und studiert. Also nein da war keine Zeit den Profi zu überprüfen. Sorry da kann ich gerade nur drüber lächeln.
i_b_n_a_n07.01.24 18:19
Winniefred schrieb:

Es ist nicht meine Aufgabe als Laie die Arbeit des Profis zu überprüfen. Ich war zu dem Zeitpunkt 28 Jahre alt und hatte zwei Kinder von 1 und 3 Jahren, stand jeden Tag selbst auf der Baustelle. Habe gearbeitet und studiert. Also nein da war keine Zeit den Profi zu überprüfen. Sorry da kann ich gerade nur drüber lächeln.
das war keinesfalls als Vorwurf gedacht. Ich bin selbst bei vielen Dingen (obwohl doppelt so alt wie du bei Baubeginn) immer noch ziemlich blauäugig. Genau deswegen schrieb ich ja: "Warum holen "Laien" sich nicht einen bezahlten Sachverständigen für die Aufsicht hinzu der für den Bauherrn bzw. Bauherrin spricht?" und bin immer wieder erstaunt wie wenige das tun obwohl das i.d.R. die größte Ausgabe des Lebens ist.
Auch, bzw. vor Allem als Anregung für Leidensgenossen war mein Beitrag gedacht. Dir viel Glück und Erfolg bei der Sanierung, evtl. dieses Mal Gutachterlich begleitet?
Winniefred07.01.24 18:57
Ich finde es sollte gar nicht nötig sein wegen einer Dachdämmung einen Sachverständigen zu beantragen, wenn man einen ortsansässigen Handwerksbetrieb beauftragt, der einem zudem noch empfohlen wurde. Ich kenne auch niemanden, der wegen sowas einen Sachverständigen beauftragt hätte. Das Meiste haben wir damals ja selbst gemacht, aber an die Dämmung hatten wir uns nicht getraut weil es so fehleranfällig ist. Rückblickend betrachtet hätten wir es selbst vermutlich besser gemacht, weil ich mich dann detailliert belesen hätte und es mir dann sicher auch aufgefallen wäre.
A
Allthewayup
07.01.24 19:18
Winniefred schrieb:

Es ist nicht meine Aufgabe als Laie die Arbeit des Profis zu überprüfen.

Menschlich hast du hierfür meine uneingeschränkte Zustimmung. Was ich leider sehr sehr schnell beim Hausbau lernen musste ist, wenn du das nicht machst bist du definitiv im Nachteil. Ich könnte ein Buch schreiben über das was schief, falsch und unfachmännisch gelaufen ist. Und wenn ich daran denke, dass das außer mir keiner beanstandet hat UND hätte, dann bin ich froh einer der „ungemütlichen“ Bauherren gewesen zu sein. Mittlerweile lese ich mich in jedes größere Arbeitspaket ein um zu verstehen was geschieht, wie es geschieht und wie ich als Bauherr und Eigentümer noch Einfluss auf die Qualität nehmen kann.
H
Harakiri
08.01.24 08:09
Winniefred schrieb:

Die Geschichte mit dem Dach und der Dämmung ist auch eigentlich schon länger. Erstmalig hatten wir 2019 einen Verdacht und hatten dann auch Trockenbauer und Dachdecker da. Am Ende waren die sich aber einig, dass es nur ein begrenzter Schaden wäre weil da 2 Tackernadelöffnungen nicht abgedichtet waren. Wir hatten es abtrocknen lassen und wieder zugemacht. Der Dachdecker ist trotz ewigem Hinterhertelefonierens zur versprochenen Dachinspektion nie erschienen und wir dachten dann es sei ok und abgetrocknet und haben es dann dabei belassen. Damals war es also erst 2 Jahre her - spielt das irgendeine Rolle?

Fachanwalt kann dir natürlich viel konkreter beantworten - ich glaube, es wird trotzdem sehr schwer. 2019 wäre kein Problem, aber leider habt ihr damals keine Mängelanzeige gemacht. Vielleicht hilft die Episode irgendwie Arglist zu beweisen, falls man argumentieren könnte dass spätestens dann der Trockenbauer hätte merken müssen dass er falsch gebaut hat.

Was wurde genau durch Trockenbauer angeboten/abgerechnet?
Winniefred schrieb:
Das Problem ist: Wenn man sich auf Fachleute verlässt, ist man verlassen. Nur woher sollen wir als Laien uns damit auskennen? Man hat doch gar keine Chance sowas zu bemerken - und wenn dann zu spät.

Tut mir leid für euch, aber es wirklich so: irgendwas zu begleiten bzw. abnehmen ohne Bausachverständige ist als Laie selbstmörderisch. Spätestens 2019 hättet ihr jemand dazu holen müssen, denn weder Trockenbauer noch Dachdecker sind/waren unparteiisch.
Winniefred08.01.24 08:56
Harakiri schrieb:

Fachanwalt kann dir natürlich viel konkreter beantworten - ich glaube, es wird trotzdem sehr schwer. 2019 wäre kein Problem, aber leider habt ihr damals keine Mängelanzeige gemacht. Vielleicht hilft die Episode irgendwie Arglist zu beweisen, falls man argumentieren könnte dass spätestens dann der Trockenbauer hätte merken müssen dass er falsch gebaut hat.

Was wurde genau durch Trockenbauer angeboten/abgerechnet?



Tut mir leid für euch, aber es wirklich so: irgendwas zu begleiten bzw. abnehmen ohne Bausachverständige ist als Laie selbstmörderisch. Spätestens 2019 hättet ihr jemand dazu holen müssen, denn weder Trockenbauer noch Dachdecker sind/waren unparteiisch.


Ich kopiere mal den relevanten Teil der Rechnung rein, ohne Namen und Zahlen. Weiteres steht in der Rechnung nicht.

"Demontage der vorhandenen Trockenbauverkleidung inkl. Unterkonstruktion und
Mineralwolle.
Abtransport und Entsorgung von Bauschutt inkl, Deponiegebühren.
66,60 m² Aufdoppeln der Balkenkonstruktion mit Kantholz 40 x 60mm, getrocknet.
66,60 m² Wärmedämmung zwischen Sparren im Dachschrägenbereich liefern und verlegen.
Dämmmaterial: Zwischensparrendämmung, Klemmfilz Integra, WLG 032, 180mm.
66,60 m² Intello, feuchtevariable Dampfbremse.
Dampfbremse und winddichte Schicht an der Unterseite der Sparren normgerecht herstellen, winddicht verkleben.
46,93 m² Untersparrenklemmfilz in die Unterkonstruktion liefern und verlegen.
WLG 032, 30mm 46,93 m² Dachschrägenverkleidung GK, Holz-UK,
1x 12,5mm GKB
Unterkonstruktion DIN 18 181 aus Holz montieren der Unterkonstruktion an der Balkenkonstruktion mit geeigneten Befestigungsmitteln.
GK-Platten an Holzunterkonstruktion beplanken.
Spachtelarbeiten bauseits.
GK-Bauplatte (GKB) 12,5mm 3,00 Stück Leibungen der Veluxfenster verkleiden.
16,00 lfm GK-Vorsatzschale, Unterkonstruktion als Drempel liefern und montieren.
4,78 lfm GK-Vorsatzschale mit GK-Bauplatten beplankt.
1,00 Sack Spachtelmasse 25kg, Fugenfüller inkl. 1 Rolle Fugendeckstreifen.

Aber ich bleibe dabei - wegen jeder Arbeit einen Sachverständigen zu beantragen ist weder nötig noch üblich. Wäre ja noch schöner, dass ich nicht nur die hohen Handwerkerkosten bezahle, sondern auch noch Sachverständigen-Kosten um den Meisterbetrieb zu bewachen. Auf der Rechnung steht übrigens "Meisterbetrieb für Akustik und Trockenbau".
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