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Bungalow mit Walmdach, Bj. 62 - allg. Fragen vor Kauf

4,40 Stern(e) 5 Votes
Hallo zusammen,

wir haben endlich ein Haus gefunden, welches in die nähere Auswahl gekommen ist. Ich habe zwar ursprünglich Elektroinstallateur gelernt, bin aber bestimmt schon 10 Jahre aus dem Beruf raus. Einiges kann und weiß ich noch aber alles rund ums Haus kann man natürlich nicht wissen. Ich möchte soviel abgeklärt haben bevor ich diese Immobilie kaufe. Dafür ist mir eure Meinung und euer Wissen wichtig. Natürlich wird das Haus zum Schluss noch einmal mit einem Bausachverständigen begutachtet.

Eckdaten zum Haus soweit mir bekannt:
- Bungalow mit Walmdach, Baujahr 1962
- komplettes Dach aus Bauzeit, ungedämmt und nicht ausgebaut
- Mauerwerk: Bimsstein - Luftschicht 3cm - Klinker (denke mit Stahlstiften am Mauerwerk verbunden)
- Keller soweit bei Erstbegehung trocken. Kein modriger Geruch, keine optischen Feuchtigkeitsschäden
- Elektro: aus Baujahr
- Heizung: Öl-Brennwertheizung von 2008 mit Warmwasserkessel (Buderus), Tank: 4700 Liter
- Guss-Heizkörper, denke aus Baujahr
- Fenster teilweise Kunststoff, teilweise Holz 1fach oder 2fach verglast

Wir möchten das Haus natürlich so energetisch wie möglich über die Zeit ausbauen. Ich schreibe mal auf was wir uns überlegt haben. Vielleicht macht einiges davon ja überhaupt keinen Sinn?!

Dach:
Wir möchten gerne das Dach von innen vollständig Ausbauen. Es soll außerdem eine Unterspannbahn gelegt werden. Da dafür die Lattung neu muss und die Ziegel runter, würde ich auch direkt neue Ziegel auflegen wollen. Das würde ich alles (bis auf Abdecken und Decken) einen Fachbetrieb machen lassen. Innenausbau würde wieder ich übernehmen.

Wände:
Hier bin ich komplett ratlos was ich da an Energieeffezienz erreichen kann. Die Luftschicht beträgt nur 3cm und ist wahrscheinlich mit Ankern am Mauerwerk verbunden. Man sagte mir, dass eine Einblasdämmung wenig bis gar nichts bringt. Durch die Stahlstifte würden eher Kältebrücken entstehen. Soweit ich weiß ist die Luftschicht nicht durchlüftet. Was wäre da der wahre Jakob? Fassade abreißen und WDVS? Oder einfach so lassen?

Keller:
Ist hier überhaupt etwas möglich? Die Kellerdecke ist zu niedrig für eine Dämmung. Irgendwann Kellerboden streichen.

Heizung:
Das Haus besitzt keinen Gas Anschluss, dieser liegt allerdings vorm Haus. Man sagte mir, dass man auch mit einer Öl-Heizung nicht schlecht heizt, wenn eben das Haus gut nachgedämmt wird. Mit unterstützenden Methoden wie Solarthermie und Kaminofen im Wohnzimmer lässt sich mit Öl ähnlich günstig heizen wie mit Gas. Sofern der Ölpreis nicht explodiert. Hinzukommt, dass die Anlage bereits eine Brennwertanlage aus 2008 ist. Ich kenne mich allerdings nicht mit Heizungsanlagen aus. Da habe ich nur Googlewissen.

Elektro:
Schraubsicherungen ohne Fehlerstromschutzeinrichtungen, keine Frage -> muss neu.
HAK aus Baujahr
Stromkasten aktuell im Flur. Plane die Verlegung in den Keller. Das war vor 10 Jahren mein täglich Brot... kein Problem also.

Fenster:
Wilder Mix aus Baujahrfenstern und "neueren" Kunststofffenstern aus den 80ern. Ich würde auch aufgrund der Dämmung auf 3fach verglaste Kunststofffenster gehen. Haustür aus Baujahr.

So, habt ihr hier vielleicht einige Tipps und Ratschläge? Auch wenn der Preis des Hauses für die heutigen Verhältnisse "ok" ist habe ich die Sorge, dass das ein Fass ohne Boden wird. Man möchte natürlich so viel machen ohne die expertise zu haben was überhaupt nötig und machbar ist. Mir ist bewusst, dass sowas auch schwer zu beantworten ist ohne das Haus zu kennen. Aber vielleicht könnt ihr ja doch helfen. :)

Danke schon mal.
 
Hallo und viel Erfolg mit Deinem Projekt! Wir lesen hier viel Text ohne Fotos udgl. Es scheint doch absolut ratenswert, Dir einen Vertrauten (Bauing. Architekt odgl) mal vor Ort zu holen und vielleicht sinnvoller weise einen Baubetreuer vor Ort zu binden. Die Kosten hast Du m.E. schnell wieder rein
 

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