Buderus Ölheizung BJ 1995 - belassen, tauschen, Solarkollektoren?

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M

Mizit

wir haben von dem Thema Heizung, generell Energie, kaum Ahnung, versuchen aber aktuell kurzfristig zu entscheiden, ob wir an der Heiztechnik etwas ändern, um das gegebenenfalls noch in der Finanzierung berücksichtigen zu können.

Bestand: Fertighaus (Holz Ständerwerk, Kampa) aus 1995, freistehend, Fenster zweifach verglast, Nachrüstungen bei der Dämmung gab es nicht. Im Keller befindet sich eine Buderus Oel Heizung mit zwei Tanks, auch aus 1995. Es gab laut jetzigem Eigentümer bis dato nie ein Problem mit der Heizung .

Wir haben das Thema Heiz Technik mit einigen Leuten besprochen und bekommen sehr unterschiedliche Einschätzungen .

- einige sagten uns, eine Ölheizung von über 21 Jahren hätte ihren Zenit längst überschritten und wir sollten einkalkulieren, dass die " bald" kaputt geht und es dann "richtig teuer" wird.

- andere sagen, sie würden bei einer Anlage, die bisher gut gelaufen ist, aktuell gar nichts machen und hoffen, dass die auch noch 15 Jahre problemlos laufen kann.

- eine andere Idee war, die Heizung über Montage von Sonnenkollektoren zu unterstützen und damit im Sommer fürs Warmwasser unabhängig vom Öl zu sein.

Die Kosten für solche Kollektoren würden uns auch unterschiedlich geschätzt. Satteldach zeigt schon zur Südseite , Randlage, wir sind 4 Personen . Vorsichtig schätzte uns jemand die ersten investitions kosten auf etwa 7000 Euro - mit der Vermutung, dass sich das auch in etwa diesem Zeitraum amortisieren würde.

Findet ihr das sinnvoll?
Was meint ihr zur Lebensdauer der Buderus aus 1995?
Was bedeutet "richtig teuer" , wenn die Heizung kaputtgegangen ist?
Gibt es eine Möglichkeit, die Heizung zwar grundsätzlich was Oel angeht, so zu belassen, aber die Technik in einem überschaubaren kosten Rahmen etwas upzugraden?

Wir lesen von modernen Brennwertkesseln, aber können es nicht einschätzen, was das in etwa bei sinnvoller Investition kostet und dann langfristig einspart?
 
A

Adieu liebster

Belassen und gut. Wenn er auseinander fällt (oder nach 30 Jahren) tauschen gegen eine andere Ölheizung - kosten inkl. neuem WW Speicher ~4,5 T€ (+Montage)
Was sind denn die monatlichen / jährlichen Heizkosten derzeit?

ST für WW amortisiert sich nicht - der WW Kessel wird ja gedämmt sein; 1995 ist nicht 1964...
Wir könnten z.B. für 7000 € 59 (!) Jahre WW aufbereiten.. ohne dass ich da auch nur 1 Pfennig Zinsen betrachtet hätte - mit Opportunitätskosten wahrscheinlich 100 Jahre.
 
M

Mizit

Wenn sich das so gar nicht rechnet, was sind denn die Vorteile von solchen Sonnenkollektoren? Ist das dann mehr so ein allgemeiner ökologischer Wert, ohne finanziellen Nutzen für den einzelnen Haushalt?

Uns wurde das so erklärt, dass man es damit im Sommer schaffen kann, dass die Öl-Heizung komplett ausbleiben kann und sich, eher längere Sommer und eher immer teurer werdendes Heizöl, damit die Anschaffung in weniger als 10 Jahren schon satt gelohnt hätte. Wir sind Mitte 30, insofern wäre das , eine solche Amortisierung vorausgesetzt, durchaus eine Überlegung wert.

Wir haben leider von dieser Energietechnik null Ahnung. Wo kann man sich denn da mal ganz neutral beraten lassen?

Ich gestehe, wir sind nicht sonderlich "öko", uns geht´s jetzt also weniger um ein Niedrigenergiehaus rein aus dem Gedanken der nachfolgenden Generationen, sondern wir rechnen eher, was uns was konkret kostet und was sich da rein finanziell lohnt oder halt nicht.

Jetzt stehen wir ja vor Abschluss einer Finanzierung und hätten noch ein Polster offen. Fraglich, ob man das nutzen sollte und JETZT in eine regenerative Energie investiert, die sich in X Jahren, möglichst lange vor unserem Ableben , rechnet, oder ob wir das Thema in Anbetracht einer ja offensichtlich gut funktionierenden Anlage für den Moment lassen.

Es sollt e ja vermutlich auch möglich sein, dass man in vielleicht 5 Jahren auch noch mal in eine Zusatzfinanzierung einsteigt, wenn die Heizung dann Schrott sein sollte und wir uns ganz neu in Sachen Technik aufstellen wollen oder müssen?
 
A

Adieu liebster

Ja das mag ja sein.. wenn ich allerdings 10 € im Monat nach WW Kosten habe spar ich damit 60 €.
Das Heizöl ist immer noch so günstig wie seit ewig nicht mehr - und das auch relativ stabil im Moment (klar kann auch wieder teurer werden)
Eher als ST wäre dann ggf. PV etwas für euch - müsst halt schauen, ob ihr Eigenverbrauch optimieren könnt (bei Wärmepumpen bietet sich das natürlich an)
Bildet lieber ein paar Euro Rücklagen...

Aber noch mal - alles hängt auch ein wenig an der Frage: was sind die derzeitigen monatlichen Kosten?
 
M

Mizit

Okay, ich hatte die Kosten für WW sehr viel höher eingeschätzt. Wobei es doch fast nicht sein kann, dass WW für eine vierköpfige Familie nur 10 Euro pro Monat kosten soll ?!?!

Nagel mich nicht fest, aber der Eigentümer nannte uns einen letzten Verbrauch von 2,5 t l Heizöl . Die haben da zu zweit gewohnt, aber es gab auch eine kleine vermietete ELW, Gesamtfläche sind 190 qm.
 
A

Adieu liebster

Das ist schon etwas abhängig von den Gewohnheiten... wir sind zu viert zwei Erwachsene und zwei Kinder. Wir erwärmen mit einer SWWP mit einer AZ für WW von 3.8 - denke das wird nicht viel schlechter (wenn im Winter sicherlich etwas) mit der LWWP. Wir haben ein Kompaktgerät mit 180 L WW.
Wir hatten in den letzten 7 Monaten im Schnitt 7,5 € WW-Kosten pro Monat (wobei von Mo bis Do nur ein Erwachsener zu Hause duscht idR.)

Plausibilität: 7,5 € -> 30 kWh Strom -> 114 kWh Wärme -> ~2800 l Wasser um 35° erwärmen -> 93 l WW pro Tag -> ~ 12 min duschen am Tag... ja so ungefähr.

Wenn man ne Raindancedusche mit 20 l pro Minute hat und gern 20 Minuten duschen will am Tag wird es entsprechend teurer --> 20*20*30 --> 12000 l Wasser --> 32 € im Monat für WW...

Aber selbst dann braucht man für 7500 € 20 Jahre (ohne Opportunitätskosten)
 

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