Brennstoffzelle oder Bewirtschaftungskosten, Photovoltaik und Solarthermie?

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J

Jupiter1234

Hallöchen,
das ganze Thema hat sich bei uns hingezogen, sodass die eigentliche Entscheidung noch gar nicht gefallen ist - aber die Brennstoffzelle ist in jedem Fall aus dem Spiel. Egal in welcher Ausführung, die Brennstoffzelle produziert deutlich mehr Strom, als wir perspektivisch verbrauchen, und damit kippt (vor allem die finanzielle) Effizienz.
Oben darauf kommt noch die verhältnismäßig kurze Lebensdauer.

Für uns am Ende keine echte Option. Die Anschaffungskosten sind dann doch deutlich zu hoch und die preisliche Differenz zu anderen Lösungen würden wir nicht amortisiert bekommen.

Ich bin mir sicher dass in dieser Technik die Zukunft für den Massenmarkt liegt - mit Betonung auf Zukunft
 
L

ludwig88sta

@blackm88 ich meinte die Brennstoffzellenheizung mit Gas? Wie meinst du das mit dem Heim-Blockheizkraftwerk? Davon hab ich nichts geschrieben oder verwechsle ich was?

@boxandroof aber die Einspeisevergütung bei Photovoltaik sind aktuell ziemlich im Keller (Tendenz weiter gegen 0 Cent fallend?), somit bringen diese Einspeisevergütungen zunehmend weniger beim "Abbezahlen" der Photovoltaik-Anlage. Sprich sie wird viel später abbezahlt sein also noch vor Jahren mit guten Einspeisevergütungen. Somit sehe ich es eher als Problem an, wenn man tagsüber viel Strom gewinnt, ihn aber selbst nicht nutzt und auch nicht speichert (ohne Stromspeicher halt) und man für die Einspeisung nichts mehr bekommt. Oder?

Was mich auch hart irritiert ist, dass man für selbst genutzten Strom auch eine Art Steuer zahlen muss. Was soll eigentlich dieser "Schmarrn"? Oder ist die Umsatzsteuer im privaten Bereich nur bei Photovoltaik-Anlagen größer 10 kWp?

@Jupiter1234 also eine "normale" Gasheizung? Ja ich befürchte auch, dass du / wir mit einer jetzigen Investition mit einer Brennstoffzellenheizung ein paar Jahre zu früh dran sind.
 
G

guckuck2

Was mich auch hart irritiert ist, dass man für selbst genutzten Strom auch eine Art Steuer zahlen muss. Was soll eigentlich dieser "Schmarrn"? Oder ist die Umsatzsteuer im privaten Bereich nur bei Photovoltaik-Anlagen größer 10 kWp?
Wer eine Photovoltaik Anlage mit Überschusseinspeisung besitzt, handelt selbstständig. Der Strom gehört daher nicht dir privat, sondern dem Unternehmen. Willst du ihn privat nutzen, ist das zu versteuern. Genauso wie ein Wirt das selbst getrunkene Bier versteuern müsste
Dafür kannst du bei Anschaffung die Umsatzsteuer zurück holen. Oder die Kleinunternehmerregelung wählen, dann entfällt beides (das ist idR aber dämlich).
 
B

boxandroof

aber die Einspeisevergütung bei Photovoltaik sind aktuell ziemlich im Keller (Tendenz weiter gegen 0 Cent fallend?), somit bringen diese Einspeisevergütungen zunehmend weniger beim "Abbezahlen" der Photovoltaik-Anlage
Die Rendite ist nicht riesig, aber erheblich besser als Geldanlagen mit vergleichbar hoher Sicherheit. Die Einspeisevergütung ist geringer als früher, aber auch die Anlagen sind erheblich günstiger geworden. Wenn Platz da ist baut man einfach größer und erhöht den Ertrag. Nur wegen der geringeren Vergütung sprechen wir überhaupt über den Eigenverbrauch. Früher war es wirtschaftlicher alles einzuspeisen, aber auch heute freuen sich andere über Deinen Strom.

Somit sehe ich es eher als Problem an, wenn man tagsüber viel Strom gewinnt, ihn aber selbst nicht nutzt
Warum?

Durch die Einspeisung hat man auch heute bereits ausreichend Gewinn. Direktverbrauch erhöht diesen Gewinn weiter. Wo siehst Du ein Problem?
Abgesehen von Photovoltaik fällt mir an einem Haus nichts ein was sichere Gewinne abwirft.

Natürlich wäre es noch schöner wenn nachts die Sonne schiene, aber das rechnet sich (noch) nicht und das muss es auch nicht.

Was mich auch hart irritiert ist, dass man für selbst genutzten Strom auch eine Art Steuer zahlen muss. Was soll eigentlich dieser "Schmarrn"?
Wie schon erläutert hat man die Wahl dies zu tun. Als Photovoltaik-Betreiber profitiert man vom steuerlichen System mit der Möglichkeit die 19% MwSt der Anlage zurück zu bekommen und nach 5 Jahren in die Kleinunternehmerregelung zu wechseln, bei der man keine Steuer mehr auf den Energieverbrauch abführen muss. Es macht finanziell leider Sinn den maximal bürokratischen Weg zu gehen.
 
Zuletzt aktualisiert 25.04.2024
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