Bodenplatte zu groß gegossen - wurde nun gekürzt - ist das ok?

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Hallo liebe Fachleute,

wir sind gerade in den Anfängen vom Bau und schon ist das erste Malheur passiert. Die Bodenplatte wurde zu groß gegossen! Ja, eigentlich unglaublich wie sowas passieren kann, aber es ist passiert (übrigens hat die Bodenplatte eine sehr bekannte Firma gemacht).

Die Bodenplatte ist an einer Seite 16 cm zu lang, davon ist zusätzlich auch noch eine Aussparung für den Erker betroffen.

Das fiel bei der Bodenplattenabnahme auf. Uns wurde dann gesagt, dass es passieren kann (war dem Bauleiter sichtlich peinlich) und das sie es wieder in Ordnung bringen. Nun wurde gestern die Bodenplatte um besagte 16 cm "gekürzt". Es wurde mit einer Art Trennscheibe wie im Straßenbau die Bodenplatte aufgefräst. Da die Bodenplatte viel höher ist, als die Trennscheibe in der Tiefe schneiden kann, wurde der Rest mit dem Presslufthammer mühevoll entfernt. Der Rest wieder verputzt.

Tja, nun soll wieder alles ok sein, was ich auch schwer hoffe. - Ich bin da kein Fachmann, daher möchte ich hier mal die Meinung der Fachleute hören.

In meinen Augen kann es nicht so gut sein, wie wenn es ordentlich gegossen wäre. Hier wurde ein Bauteil wieder geöffnet und verspachtelt. Die Frostschürze die mal vorher 50 cm war ist nun nur noch 34 cm (angeblich braucht man max 20 cm und es wären immer 50 cm, weil die Schaufel vom Bagger halt 50 cm breite Gräben ergibt).

Ich bin schon traurig, dass der Bau so anfängt und ich hoffe sehr, dass wir nicht irgendwann mal ein Problem deswegen bekommen.

Welcher Fachmann kann mir was zu diesem Thema sagen? Danke!

P.S. Es ist übrigens ein KFW40+ Haus bzw. ebensolche Bodenplatte.
 
Hier wäre jetzt ein Bausachverständiger Gold wert.
Generell wäre ich sehr vorsichtig, der Bauleiter wird natürlich sagen: "Joar, passt jetzt so", aber was soll er auch sonst sagen.
Auf jeden Fall ne zweite Meinung einholen bevor weitergemacht wird.
 
Problem ist nicht mehr die Bodenplatte. Wenn die sauber angearbeitet wurde und der Betonstahl die richtige Überdeckung hat ist alles gut...

Aber wenn die Streifenfundamente auch falsch liegen, unbedingt Statiker holen.


(Die Breite der Baggerschaufel ist Humbug... die gibt's in allen Varianten!)
 
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Wenn die Streifenfundamente nicht richtig liegen, würde ich auch unbedingt einen Sachverständigen hinzuziehen.Ich glaube, dass die Streifenfundamete auch falsch sind, denn es muss ja beim Nageln der Schalung auffallen, dass die Bodenplatte zu groß wird, wenn die Fundamente richtig sind. Oder?
 
meint ihr mit Streifenfundamenten die Frostschürze? Die ist ja so was ähnliches ...

Was bekomt ihr denn genau, eine tragende Bodenplatte mit ca. 25-30cm Stärke oder Streifenfundamente plus Bodenplatte. Da werden die Lasten über entsprechende Streifenfundamente abgetragen und die BP ist meist nur noch max. 16cm?
 
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