Hallo zusammen,
ich möchte eine automatische Gartenbewässerung installieren. Dafür möchte ich eine Pumpe nutzen, die maximal 4,4 bar liefert. Bei 3,5 bar fördert die Pumpe eine Wassermenge von 3,1 m³/h.
Da mein größter Kreis lediglich 1,6 m³/h benötigt ist das mehr als genug.
Ich werde als Düsen Hunter oder Rainbird einsetzen. Die Frage die sich mir stellt ist welche Versenkregner ich benötige. Es gibt welche mit Druckregulierung, die den Druck auf 3,1 oder 2,8 bar z.B. regulieren. Die kosten pro Stück aber gleich Mal 10 Euro . Bei 30 Regnern kommt da bisschen was zusammen.
Ich habe mich schon viel zu dem Thema eingelesen aber lese immer wieder widersprüchliche Aussagen. Die einen sagen, die ganze Bewässerung funktioniert nur richtig wenn ich überall Druckregulierte Versenkgehäuse einsetze. Die anderen sagen Spar das Geld und verwende überall PE-Rohre mit 32 mm und setze die ganz normalen Gehäuse ohne Druckregulierung ein.
Kennt sich hier jemand mit dem Thema aus und kann mir sagen, ob die Bewässerung mit Gehäusen ohne Druckregulierung genauso gut funktioniert?
ich möchte eine automatische Gartenbewässerung installieren. Dafür möchte ich eine Pumpe nutzen, die maximal 4,4 bar liefert. Bei 3,5 bar fördert die Pumpe eine Wassermenge von 3,1 m³/h.
Da mein größter Kreis lediglich 1,6 m³/h benötigt ist das mehr als genug.
Ich werde als Düsen Hunter oder Rainbird einsetzen. Die Frage die sich mir stellt ist welche Versenkregner ich benötige. Es gibt welche mit Druckregulierung, die den Druck auf 3,1 oder 2,8 bar z.B. regulieren. Die kosten pro Stück aber gleich Mal 10 Euro . Bei 30 Regnern kommt da bisschen was zusammen.
Ich habe mich schon viel zu dem Thema eingelesen aber lese immer wieder widersprüchliche Aussagen. Die einen sagen, die ganze Bewässerung funktioniert nur richtig wenn ich überall Druckregulierte Versenkgehäuse einsetze. Die anderen sagen Spar das Geld und verwende überall PE-Rohre mit 32 mm und setze die ganz normalen Gehäuse ohne Druckregulierung ein.
Kennt sich hier jemand mit dem Thema aus und kann mir sagen, ob die Bewässerung mit Gehäusen ohne Druckregulierung genauso gut funktioniert?
W
wiltshire25.08.25 11:00BoPaDi24 schrieb:
Verstehe ich es denn richtig, wenn das Pumpendiagramm zeigt, dass die Pumpe bei 4,4 bar 1,6 m³/h Wasser fördert und ich nur einen Kreis laufen lasse bei dem alle Regner im Kreis zusammen eben 1,6 m³/h verbrauchen sich die Pumpe automatisch auf 4,4 bar einstellt?Nein, das ist leider nicht so. Das Diagramm zeigt eine Kennlinie nach Norm-Bedingungen.Die Anzahl der Regner, deren Durchlass / Druckregelung, die Leitungslänge, der Rohrquerschnitt, das Höhenprofil der Leitung - das alles beeinflusst die tatsächlich ausgeworfene Wassermenge.
Nimm die Druckregler und Du musst nicht viel rechnen. Die Näherung kannst Du recht grob machen und dann ganz praktisch am Regner durch den Druckregler justieren.
Du suchst aus dem Pumpendiagramm einen realistischen Betriebsbereich, der einen "Ausgleichspuffer für die praktische Umsetzung" bereit hält. Beim Betriebspunkt 1,6m3/h würde ich z.B. 20l/min = 1,2qm/h zu Grunde legen. Du teilst die Anzahl der Regner durch den Durchfluss bei Soll-Druck. Damit errechnest Du die Anzahl der sinnvoll gleichzeitig laufenden Regner - den Soll-Druck kannst Du ja einstellen.
Im Diagramm der Regner bekommst Du die Wurfweite. Nun kannst Du ein paar Parameter hin und herschieben und die richtigen Positionen finden. Durch den Puffer und den Druckregler kannst Du kleine Rechenfehler in der Praxis ausgleichen. Der "große Daumen" reicht.
Falls Du keine Druckregelung haben willst, da das 300€ Aufpreis kostet, musst Du mit dem inkonstanten Druck rechnen.Hier ein paar unvollständige Parameter dazu, um Dich davon abzuschrecken:
1. Länge und Rohrdurchmesser und Material zählen: Der Druckverlust im Verhältnis zum Rohrquerschnitt macht das schon deutlich: Bei einem 1/2" PE Rohtr verlierst Du bei 1,2m3/h ca. 0,35 Bar auf 10m, bei einem 1" Rohr nur ein Zehntel davon.
2. Höhenunterschiede zählen. 1m entspricht 0,1Bar Druck (Gewinnbergab, Verluist bergan)
3. Simple Regnerformel (gute Näherung): Wassermennge Auswurf = Regnerkonstante multipliziert mit der Wurzel aus dem Düsendruck, der nun ja dem Leitungsdruck entspricht.
Jede Düse wird eine andere Auswurfweite haben. Fröhliches planen!
Danke für die ausführliche Erklärung.
Könnte ich statt den druckregulierten Gehäusen auch nur einen Druckminderer direkt am Ventil des jeweiligen Kreises verwenden? Dann wäre ich gefühlt flexibler.
Also ich würde dann am Ventil den Druckminderer auf 3,2 bar stellen und dahinter alles mit einem 32 mm Rohr verlegen. Dann hätte ich ein genau so gutes Ergebnis wie mit den druckregulierten Gehäusen oder?
Könnte ich statt den druckregulierten Gehäusen auch nur einen Druckminderer direkt am Ventil des jeweiligen Kreises verwenden? Dann wäre ich gefühlt flexibler.
Also ich würde dann am Ventil den Druckminderer auf 3,2 bar stellen und dahinter alles mit einem 32 mm Rohr verlegen. Dann hätte ich ein genau so gutes Ergebnis wie mit den druckregulierten Gehäusen oder?
W
wiltshire25.08.25 15:45BoPaDi24 schrieb:
Könnte ich statt den druckregulierten Gehäusen auch nur einen Druckminderer direkt am Ventil des jeweiligen Kreises verwenden? Dann wäre ich gefühlt flexibler.Natürlich kannst Du das machen. Den Vorteil der Flexibilität sehe ich gegenüber einem Regner, der einstellbar ist allerdings nicht - eher das Gegenteil. Ich würde ein Premium System auch so installieren wie es gedacht ist. Oft stecken hinter den Überlegungen ein paar Jahre Erfahrung und Details, die erst auffallen, wenn man den Umweg geht.Der Regner ist ja nicht einstellbar. Die druckregulierten Gehäuse sind alle auf einen bestimmten Druck voreingestellt - 2,1 bar, 3,1 bar oder 2,8 bar bei Hunter. Diese Voreinstellung lässt sich leider nicht ändern. Die MP-Rotatoren arbeiten bei einem Druck von 2,8.bar optimal. Die R-VAN von Rainbird dagegen bei 3,1 bar. Bei einem Druckminderer am Anfang hätte ich die Flexibilität den Druck einzustellen. Das meinte ich mit mehr Flexibilität.
W
wiltshire25.08.25 17:13Ich habe mich nicht gut, bzw. falsch ausgedrückt. Am Regner regulierst Du mit einem Schräubchen die Wurfweite, nicht den Druck. Passt also alles mit dem konstanten Druck.
BoPaDi24 schrieb:
Die MP-Rotatoren arbeiten bei einem Druck von 2,8.bar optimal.Ja, aber nur 1 Saison. Ich hatte etwa 40 Stück davon verteilt. Nach jedem Winter mussten 20-40% der Düsen gewechselt werden, weil sie sich nicht mehr drehten (auch nicht nach Reinigung und Ultraschallbad). Die Innenmechanik ist sehr fein und damit sensibel für jede noch so kleine Art von Schmutz oder Kalkablagerungen über den Winter. Ich habe inzwischen fast alle getauscht gegen JPG- und I20-Getrieberegner und fahre damit sehr gut. Lediglich bei sehr kurzen Wurfweiten oder Ersatz der Streifenregnerdüsen lässt sich das schwerer umsetzen.