Beurteilung der Finanzierung für den Kauf eines Einfamilienhauses

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Häschen83

Liebe Community,

endlich ist es soweit. Wir haben unser Traumhaus gefunden. Leider bekommen wir kein Z15, da wir über eine Eigentumswohnung verfügen und diese geringfügig zu groß ist. Nun haben wir folgende Finanzierungsplan vorliegen und wären für Anmerkungen und kritische Stimmen dankbar.

Wir beabsichtigen den Erwerb eines EFH BJ 1960, 170qm Wohnfläche, 616 qm Grundstück. Kosten 547tsd Euro, also ca. 605tsd inkl. Erwerbsnebenkosten. Für Instandhaltungen planen wir 55tsd Euro ein. Das Haus ist sehr gepflegt und für das Alter in einem ausgezeichneten Zustand. Notwendige Instandhaltungen wurden immer direkt durchgeführt, Heizung und Fenster neu. Wir machen 2 Bäder neu (nicht im Instandhaltungsbudget enthalten, erfolgt durch Schenkung und Eigenleistung). Die 55tsd planen wir für Malerarbeiten, neue Bodenbeläge, bissal Elektrik, neue Heizkörper. Man muss eigentlich nichts machen, kann sehr gut momentan einziehen. Das was wir machen sind alles "geschmackliche" Maßnahmen.

Der Kapitalbedarf beläuft sich also auf ca. 660tsd Euro, 260tsd bringen wir EK mit, da Wohnung verkauft wird, 400tsd sind zu finanzieren.

Die Rahmenbedingungen, er Alleinverdiener in leitender Funktion, sicherer Job, Perspektive auf Prokura in den nächste 2-3 Jahren, 34 Jahre alt, Gehalt 13 mal 3.800 netto, +2,5% Tarifanpassung p.a.
Sie, 32, Minijob 230 netto, +3 mal Kindergeld
Alter der Kinder 3,5 und 7 Jahre.

In Planung evtl. 4 Kind in Kürze. Daher wollen wir die Annuität so gering wie möglich halten.

Angebot:

325tsd Euro auf 30 Jahre fest zu 2,50%, 1% Tilgung
50tsd KfW auf 10 Jahre 1,35%, 3,5% Tilgung
25tsd auf 10 Jahre 1,50%, 2% Tilgung
Annuität 1.223 Euro

Wir möchten absolut flexibel sein, stecken auch nicht das gesamte EK in die Finanzierung, behalten 30tsd zurück für Notfälle. 2 Autos sind abbezahlt.
Restwerte der beiden kleinen Darlehen möchten wir nach 10 Jahren sofort ablösen.
Das große Darlehen bietet Möglichkeiten der Sondertilgung von 10% jährlich sowie Anpassungen der Tilgung von 1 auf maximal 5%.

Wir möchten erst mal die Kinder groß ziehen, haben nicht den unbedingten Anspruch die Summe in 20-30 Jahren zu tilgen. Im Worst Case verkleinern wir uns nach 30 Jahren wieder wobei wir davon nicht ausgehen, Restschuld ohne Sondertilgung des großen Darlehens zwar bei 180tsd nach 30 Jahren. Momentan arbeitet ja nur einer von uns. Langfristig zumindest 1tsd netto von ihr dazu. Innerhalb der Laufzeit auch mit Erbe zu rechnen. Eltern beider Parteien sind vermögend.
Ich denke Knackpunkt ist unser gutes EK, sonst wäre von dem Plan eher abzuraten oder was meint Ihr?

Vielen Dank für eure Meinungen!!
 
RobsonMKK

RobsonMKK

10% SoTi kosten richtig Geld und sind BS. Wann wirst du 40 Kilo im ja haben? Selbst 20 Kilo pro Jahr (also 5%) pro Jahr musst du erst mal wippen.

Manchmal frage ich mich wie man auf die Idee kommt sowas zu machen.
 
H

Häschen83

Wir suchen seit 2 Jahren intensiv. Auf Bewerbungen Grundstücke nur absagen. Die Lage ist 1a. Halbhöhenlage mitten in der Stadt. Grundstücke am Ortsrand beginnen bei 300eur je qm. In der Stadt locker 500eur je qm aber es gibt nichts! Das Haus wurde seinerzeit vom damaligen Leiter des Stadtbauamt errichtet (Architekt+Ingenieur), seine Witwe verkauft nun an uns. Wir hatten bei der Besichtigung einen Architekten dabei, dieser war beeindruckt vom Zustand, er habe etwas aus dieser Zeit zu diesem hervorragenden Zustand noch nie gesehen. Seine Beurteilung sowie die Lage gaben den Ausschlag für unsere Entscheidung.
 
H

Häschen83

Noch ist nichts gemacht. Die Sondertilgung wäre wohl mit 5% automatisch drin und es gäbe die Option diese auf 10% zu "tauschen" vorausgesetzt es wird innerhalb der ersten 5 Jahre nicht sondergetilgt. Wenn sich diese Wahl quasi für um die bietet, dann mache ich auch davon Gebrauch. Kann man dann auch im Umkehrschluss sagen, dass 2,50% auf 30 Jahre schlecht sind "richtig Geld kosten"?
 
Zuletzt aktualisiert 02.12.2021
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