Bestandsimmobilie sanieren / Kosteneinschätzung

Dieses Thema im Forum "Baukosten / Förderungen" wurde erstellt von Null815, 7. 01. 2018.

Bestandsimmobilie sanieren / Kosteneinschätzung 4.4 5 5votes
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  1. Null815

    Null815

    7. 01. 2018
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    Wir haben die Möglichkeit günstig ein Haus zu erwerben. Aber wie die möglichen Sanierungskosten abschätzen?


    Hallo,

    meine Mutter hat ein Haus geerbt, welches sie an uns (deutlich unter dem Verkehrswert) verkaufen würde. Gründe, warum es ein Verkauf werden soll und keine Schenkung sind für mein "Problem Haussanierung" nicht wichtig.

    Es handelt sich hierbei um ein Haus, das bis vor kurzem als Zweifamilienhaus genutzt wurde. Wir würden das Haus allerdings alleine nutzen.

    Das Haus ist Baujahr Mitte der 1960er, Sanierungen wurden nicht wirklich durchgeführt (Fenster wurden teilweise Anfang der 1980er getauscht, die Ölheizung ist von Ende der 1990er).

    Aktuell warten wir auf das Verkehrswertgutachten.

    Sowohl durch die 2 Gutachter, als auch durch eine Bauingenieurin haben wir einen "Überblick" über die Mängel und anstehenden Sanierungen erhalten. Ich weiß, das eine Kosteneinschätzung ohne das Objekt gesehen zu haben und ohne konkrete Kostenvoranschläge schlecht möglich ist, allerdings würde ich gerne einen groben Anhaltspunkt haben, mit welchem Geldbetrag wir zur Investition rechnen müssen, bevor wir uns um die Kostenvoranschläge kümmern.

    Folgende Mängel/fehlende Sanierungen gibt es aktuell:

    a) feuchter Keller auf der Nord- und teilweise Südseite: es fehlt die vertikale Kellerabdichtung.

    Mein Freund meint, das können wir in Eigenleistung beheben. Ich bin skeptisch, habe interessehalber mal nach Firmen gesucht, die das in unserer Umgebung anbieten würde. Es gibt nur die Firma Isotec, die Bewertungen dazu sind nicht immer positiv.

    Schimmel müsste auf der Nordseite entfernt werden.

    Ist so etwas in Eigenleistung machbar? Mit welchen Kosten pro m² kann man hier rechnen? Und mit welchen Kosten, wenn dies eine Firma macht?

    b) neue Fenster:
    Die Fenster müssen, zumindest aus energetischer Sicht, getauscht werden. Die Kellerfenster und Dachfenster sind allerdings noch die ersten Fenster, da führt kein Weg am Austausch vorbei.

    Alles in allem würde ich durchschnittlich 700,00 Euro pro Fenster rechnen.

    c) neue Elektroinstallation:

    Diese würde reine Eigenleistung sein, Abnahme dann durch eine Elektrofirma. (Materialkosten ca. 4000 Euro)

    d) Schimmelentfernung im Erdgeschoss (Ursache laut Gutachtern + Bauing. fehlende Dämmung, ist angeblich in Eigenleistung möglich zu beheben)

    e) Vollwärmeschutz inkl. neuer Fassade (damit wäre laut Gutachtern unser Schimmelproblem erledigt)

    f) neues Dach inkl. Aufdachisolierung:

    Das bestehende Dach ist noch das erste Dach, leider mit Asbest.

    Laut Gutachtern könnten wir den Abbau des Asbestdaches und die Entsorgung selbst übernehmen, würde uns natürlich einiges an Geld sparen.

    Die Aufdachisolierung und den "Dachaufbau" würden wir aber von einer Firma erledigen lassen.

    Mit welchen Kosten müssten wir (ganz grob) pro m² für die einzelnen Arbeiten rechnen?

    Die weiteren Verputzarbeiten, Malerarbeiten, Bodenverlegearbeiten, etc. könnten wir in Eigenleistung erbringen. Kosten kann ich hierzu einschätzen, die dürften nicht unser Problem werden.

    Ach ja, ganz vergessen. Voraussichtlich wollen wir zumindest für einen Teil der Investitionen ein KFW-Darlehen nutzen.

    Ich würde mich wirklich freuen, falls jemand helfen könnte.

    Liebe Grüße
     
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  3. Alex85

    Alex85

    21. 07. 2016
    3.129
    866
    Haben die drei beteiligten Sachkundigen denn nichts dazu zu sagen?
     
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    ...mit SICHERHEIT schwimmend verlegt!
  4. Pumbaa

    Pumbaa

    20. 12. 2014
    39
    11
    Asbest darf meines Wissens nur von zertifizierten Fachbetrieben verarbeitet/abgebaut und entsorgt werden.
     
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  5. Null815

    Null815

    7. 01. 2018
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    Nein, die 2 Gutachter konnten / wollten dazu nichts sagen. Sie wurden aber auch nicht wegen der Sanierung beauftragt, sondern wegen Erbstreitigkeiten. Evtl. finden sich aber Angaben im Gutachten später?

    Die Bauingenieurin hat beruflich nie mit Privathäusern zu tun, kennt daher auch nur Preise für das Unternehmen, bei dem sie angestellt ist.


    Laut Homepage des Landkreises ist eine Anlieferung von Asbest bei der Deponie möglich, solange Asbest in Big Packs verpackt angeliefert wird. Entsorgung kostet dann pro Tonne 165 Euro. Daher gehe ich mal davon aus, dass die Entsorgung durch Privatpersonen möglich ist, solange man die Schutzmaßnahmen einhält, oder?
     
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  6. Specki

    Specki

    15. 10. 2017
    105
    14
    Hi,

    vielleicht hilft dir mein Thread hier weiter, da hab ich etwas ähnliches gemacht:
    https://www.hausbau-forum.de/thread...ierungskosten-uebersicht.26131/?_params=Array

    Ich denke du hast aber noch einige Posten vergessen bei deiner Sanierung.

    Letztendlich kann dir nur ein Fachmann helfen die Kosten halbwegs genau zu ermitteln. Hol die entsprechende Firmen und lass dir für die einzelnen Gewerke Kostenvoranschläge geben. Alles andere ist raten, wenn das niemand gesehen hat, der sich mit dem Gewerk auskennt.
    Auch im Forum kann dir niemand halbwegs genaue Zahlen bei einer Sanierung nennen, ohne den Bestand gesehen zu haben und genau zu wissen wie ihr euch das vorstellt. Da wirst du Schwankungen von über 100% erhalten, was dir letztendlich bei deiner Planung nichts hilft....

    Gruß
    Specki
     
  7. chand1986

    chand1986

    16. 05. 2017
    501
    313
    Asbest würde ich, unabhängig vom "dürfen", nie selber rückbauen und entsorgen wollen. Das Zeug trägt wirklich gesundheitsschädliches Potential der Stufe Hardcore in sich.
     
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