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Baupfusch-Opfer für Reportagereihe gesucht

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Sehr geehrte Frau Metten-Gardiner,

grundsätzlich begrüße ich es ja sehr, wenn in den Medien auch über unschöne Dinge am Bau berichtet wird und derzeitige sowie zukünftige Bauherren darüber aufgeklärt werden, was alles eventuell so schief gehen könnte, worauf diese achten sollten und wie man sich in einem solchen Fall richtig verhält.

Leider liest sich ihr ersten Absatz für mich so, als ob es hier wieder einmal um so etwas wie Actionkino geht.

Was ich persönlich für viel wichtiger halte, ist eine objektive Berichterstattung und Aufklärung über die jeweiligen Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten, ein Bauvorhaben in Angriff zu nehmen.
Welche Vor- und Nachteile bzw. welche Gefahren lauern bei der Erstellung eines Gebäudes durch eine Schlüsselfertigfirma/Generalunternehmer, bei der Erstellung durch eine Fertighausfirma oder bei Erstellung durch einen unabhängigen Architekten/Bauingenieur.

Dies erfordert natürlich eine Menge Hintergrundwissen und würde wohl auch viel Zeit für eine ausgiebige Recherche in Anspruch nehmen, den zukünfigen Bauherren würde eine solche Sendung aber eine große Entscheidungshilfe sein und es könnten schon im Vorfeld viele, viele Fehler vermieden werden.

Als selbständiger und unabhängiger Bauingenieur, der unter anderem auch Bauschäden begutachtet, weiß ich leider zu genau, worüber ich hier schreibe. Zu oft ist es so, daß, wenn ich gerufen werde, das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
Es gab einmal eine Zahnpastawerbung, die den Nagel auch im übertragenen Sinn auf den Kopf trifft: "Vorbeugen ist besser als bohren!"

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Brandenburg
 
Super Beitrag von Danton!

Hallo Danton!

Dein Beitrag war Super! Es freut uns sehr, dass auch mal Selbständige die Dinge mal beim Namen nennen.
Wir gehen konform mit der Aussage, vorbeugen ist besser als Nachsorge.

Leider stimmt es nur zu oft, dass Bauherren sehr spät und manchmal zu spät anrufen.

Wir würden uns auch freuen, wenn die Bauherren sich manchmal früher bei uns melden würden.
 
Missverständnis!

ich höre immer das wir uns zu spät melden,-wenn man im voraus weiß was einem im Nachhinein passiert sind alle schlauer,wir kämpfen schon seit Wochen gegen die Firma Deutschland-Haus ag mit sitz in regensburg an.bei mir hat es noch gar nicht begonnen aber ich habe schon Rechnungen über 103000.-Euro vor mir liegen,bei den anderen Bauherren ist es noch schlimmer,da hat der Bau schon begonnen und das war es.bei jedem wurde mit einem schlag aufgehört,sie sollen im voraus Geld bezahlen oder es geht nicht weiter.wenn schon Handwerker bei Bauherren anrufen um zu fragen warum der Bauträger nicht bezahlt dann hört sich doch alles auf.wir haben keine unterstüzung und rückhalt oder wollen sie mir sagen das sie sich für uns einsetzen?also sind sie so nett und stellen sie uns nicht alle für doofe Bauherren da denn viele sind wie ich erst durch diese massiven Probleme erst mal darauf aufmerksam geworden das es ein Forum gibt in dem man sich austauschen kann.wir haben genug Probleme die wir allein tragen müßen,denn die Anwaltskosten für den kleinen bürger sind enorm.wir wollen erreichen das solche firmen vom arbeitsmarkt verschwinden,denn eines kann ich ihnen versichern,wenn man in die enge getrieben wird,wenn man um seine sich hart erkämpfte Existenz gebracht wird,wenn man nur betrogen und belogen wird dann würde es mich nicht wundern wenn einer mal so richtig am Rad dreht.mfg.mercedesdriver

Hallo Mercedesdriver!

Ich glaube Du hast da was in den falschen Hals bekommen.
Wir betreuen über 250 Bauherren, die ähnliche Probleme haben wie Du und das zumeist kostenlos, gerade weil diese keine Mittel mehr zur Verfügung haben.

Wir verstehen uns aber nicht als Diejenigen, welche in der Pflicht sind, den Geschädigten hinterher zu telefonieren. Wer uns anruft, den brauchen wir nicht überzeugen dass er ein Problem hat.

Wenn Du in diesen ganzen Foren unterwegs bist, dann solltest Du unsere Arbeit eigentlich kennen. Die Frage sei erlaubt,..... warum hast Du uns denn nicht angerufen, wenn es so viele Geschädigte Bauherren bei Deinem Unternehmer gibt?

Wenn man das richtige tut, dann halten sich die Kosten für Anwälte etc. nämlich in Grenzen und man kommt meist sehr einfach aus so einer Sache raus.

Wir können und wollen von hier auch nicht beurteilen was Dir widerfahren ist, aber wir können anbieten, dass Du uns anrufst. Auch wir haben ein reges Interesse solchen Firmen das Handwerk zu legen.

Also bitte verstehe es nicht falsch, wenn wir sagen, "es würde uns freuen, wenn uns Betroffene Bauherren früher anrufen würden". Aus über 18 Jahren Erfahrung auf diesenm Gebiet, mit mehr als 60 erfahrenen Helfern aus den Fachbereichen Gutachten, Jura, Ingenieurwesen, Handwerk, können wir unseren Frust ruhig auch mal äußern. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass sich dadurch der eine oder andere vielleicht doch früher meldet, damit ihm besser geholfen werden kann.

Es wird in Kürze wieder einen Bericht in RTL Explosiv darüber geben.

Wie gesagt, dass es Sie so hart getroffen hat tut uns leid! Sie sind trotzdem herzlich eingeladen uns anzurufen, wir werden sehen was wir für Sie tun können.
 
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Hallo Mercedesfahrer,

leider ist es bei den privaten Fernsehsendern all zu oft so, daß die Bauherren, denen ja schon genug Unheil widerfahren ist, in diesen sogenannten Dokusendungen einfach nur vorgeführt werden.
Ich habe nicht den Eindruck, daß es hier in der Regel in erster Linie um objetive Berichterstattung und Aufklärung geht.
Diese ist den privaten Sendern anscheinend zu aufwendig. Hier geht es wohl in erster Linie um Einschaltquoten.

Wer objektivere Informationen wünscht, der sollte die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bevorzugen.
Hier gibt es eine ganze Reihe von gut gemachten Informationssendungen, die auch Bauherren über Sachverhalte aufklären, bevor diese in den Brunnen fallen.

Wer bei seinem Bauvorhaben möglichst nicht auf die Nase fallen möchte, der sollte sich von Anfang an an jemanden mit dem nötigen Fachwissen wenden, der einzig und allein ihm als Auftraggeber verpflichtet ist und nicht an jemanden, der sein Gehalt von einem Dritten erhält.
Dies trifft eigentlich nur auf einen freischaffenden Architekten und/oder Bauingenieur zu, der seinen Planungsauftrag direkt von seinem Auftraggeber, dem Bauherren, bekommt.
Dieser achtet unter anderem auch darauf, daß ein Bauherr keine Handwerkerleistungen bezahlt, die noch nicht abgenommen oder etwa noch gar nicht erbracht worden sind. Im Gegenteil, in der Regel wird ein gewisser Prozentsatz zur Sicherheit des Bauherren zurück behalten und erst nach Fertigstellung und Ablauf der Gewährleistungsfrist ausbezahlt.

Nur so lassen sich unliebsame Erfahrungen vermeiden.

Bemerkt man als Bauherr, daß das Kind auf dem Weg zum Brunnen sein könnte, sollte man sich möglichst umgehend mit anderen Geschädigten zusammentun und gegebenenfalls einen fachkundigen Rechtsbeistand hinzuziehen, bevor das Kind in den Brunnen fällt.

Mit freundlichen Grüßen aus dem Osnabrücker Land
Thomas Brandenburg
 
ich höre immer das wir uns zu spät melden,-wenn man im voraus weiß was einem im Nachhinein passiert sind alle schlauer,wir kämpfen schon seit Wochen gegen die Firma Deutschland-Haus ag mit sitz in regensburg an.bei mir hat es noch gar nicht begonnen aber ich habe schon Rechnungen über 103000.-Euro vor mir liegen,bei den anderen Bauherren ist es noch schlimmer,da hat der Bau schon begonnen und das war es.bei jedem wurde mit einem schlag aufgehört,sie sollen im voraus Geld bezahlen oder es geht nicht weiter.wenn schon Handwerker bei Bauherren anrufen um zu fragen warum der Bauträger nicht bezahlt dann hört sich doch alles auf.wir haben keine unterstüzung und rückhalt oder wollen sie mir sagen das sie sich für uns einsetzen?also sind sie so nett und stellen sie uns nicht alle für doofe Bauherren da denn viele sind wie ich erst durch diese massiven Probleme erst mal darauf aufmerksam geworden das es ein Forum gibt in dem man sich austauschen kann.wir haben genug Probleme die wir allein tragen müßen,denn die Anwaltskosten für den kleinen bürger sind enorm.wir wollen erreichen das solche firmen vom arbeitsmarkt verschwinden,denn eines kann ich ihnen versichern,wenn man in die enge getrieben wird,wenn man um seine sich hart erkämpfte Existenz gebracht wird,wenn man nur betrogen und belogen wird dann würde es mich nicht wundern wenn einer mal so richtig am Rad dreht.mfg.mercedesdriver
Tut mir leid, wenn ich jetzt ein wenig hart reagiere: Grundlage für einen Hausbau mit einem Generalunternehmer oder verschiedenen Bauunternehmen bzw. Handwerksbetrieben sind u.a. eine Baustatik, eine Baubeschreibung, eine Heizlastberechnung (wird meist darauf verzichtet) und ein Kaufvertrag. Während in der Baubeschreibung jedes kleine Detail eines jeden Gewerks explizit beschrieben ist (Beispiel: Aufbau Außenmauerwerk: "Ytong Porenbeton gem. Statischer Berechnung, mind. aber 24 cm Wandstärke, 12 cm Hohlschicht mit 10cm Kerndämmung Fabrikat xxx, Typ xxx, 2-lagig überlappend eingebracht, Verblendmauerwerk Fabrikat xxx, Typ xxx, Größe DF) usw. So wird das gesamte Haus bis ins allerkleinste Detail beschrieben. Das ist allgemein so üblich. Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich Baubeschreibungen sehe in denen es beispielsweise heißt: "Steckdosen und Schalter in ausreichender Anzahl oder bei der Badbeschreibung: Ein Handwaschbecken, WC-Anlage, Dusche mit Duschabtrennung." Da kaufe ich die Katze im Sack! Da kann mir der Heizi den allerbilligsten Baumarktschrott einbauen und ich kann als Bauherr nichts machen. Nur mal so als Anhalt: die reine Baubeschreibung umfasst bei einem schlüsselfertigem Bauvorhaben mindestens 10 DIN A4 Seiten, eher mehr!

Was die von dir angesprochene Bezahlung betrifft: das wird doch alles im Kaufvertrag geregelt! Eine Bezahlung einzelner Gewerke vor dessen Fertigstellung ist völlig absurd! Allgemein üblich ist, dass nach Baufortschritt gezahlt wird und die einzelnen Raten im Kaufvertrag fixiert werden. Ich zahle doch keine 103.000,- Euro für etwas, was ich noch gar nicht erhalten habe! Wenn eine Baufirma eine solche Forderung stellt, dann ist das in höchstem Masse unseriös! Da muß ich annehmen, dass das Unternehmen bei seinem Baustoffhändler wegen Zahlungsschwierigkeiten schon kein großzügiges Zahlungsziel mehr eingeräumt bekommt und wohl bald insolvent ist.

Ich kann einfach nicht verstehen, mit welch einer Blauäugigkeit so manche Bauwillige an die Sache herangehen und wie leichtfertig sie mit Geldbeträgen von 200.000,- Euro und mehr umgehen. Vertrauen ist zwar gut, Kontrolle aber noch besser. Und wenn ich von dem Geschäft nicht so viel verstehe, dann hole ich mir einen Fachmann dazu. Der ist dann allemal sein Geld wert. Vielleicht ein interessanter Tipp: Fast jede größere Volkshochschule bietet für Bauwillige Kurse wie etwa "Vom Bauwilligen zum Bauherren" an. Da werden die mögliche Fußangeln bei der Bauplanung, Kaufvertrag, Baubeschreibung etc. besprochen. Der Besuch eines solchen Kurses ist sehr zu empfehlen!.
 
Hallo Hinnerk,

obwohl diese Diskussion eigentlich einen eigenen Themenbereich darstellt und nicht unbedingt in diesen gehört, muß ich doch hier antworten.

In gewissen Teilen Deiner Ausführungen magst Du ja recht haben, aber was nützt einem Bauherren die detailreichste Baubeschreibung, wenn der Bauherr bei Vertragsunterschrift noch gar nicht im Detail weiß, welche Materialien er verbaut sehen möchte und vor allem welche Ausstattungsgegenstände (Badeinrichtung, Fliesen, Schaltersortiment usw. usw.) er sich aussuchen wird und welche eingebaut werden sollen.
Viele Entscheidungen werden erst während der Bauphase getroffen und dann stellt sich die Frage, wenn er sich gegen eine vorgegebene Auswahl entscheidet und z.B. andere Fliesen haben möchte, welchen Wert und welche Kosten bekommt er gutgeschrieben??

Außerdem wage ich ernsthaft zu bezweifeln, daß ein privater Bauherr, der in den meisten Fällen ein Bau-Laie ist, in der Lage ist die einzelnen Kosten der fertiggestellten Bauabschnitte und der eingebauten Gegenstände zu überprüfen. Aus diesem Grunde ist es ihm in der Regel ebensowenig möglich festzustellen, ob er bereits mehr als die bisher erbrachten Leistungen bezahlt hat.

Da diese beiden Aspekte aber nur einen kleinen Teil dessen darstellen, was ein angehender Bauherr so alles zu bedenken hat, kann man ihn kaum als "blauäugig" bezeichnen, wenn er nicht gleich alles berücksichtigt. Dass er in der Regel unerfahren ist, kann man ihm aber nicht ankreiden. Um diesen unerfahrenen Bauherren zur Seite zu stehen gibt es Leute, die hierfür eigens ein Hochschulstudium absolviert haben. Das kann man nicht von jedem Bauherren verlangen.


Mit freundlichen Grüßen aus dem Osnabrücker Land
Thomas Brandenburg
 
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