Baukosten Terrassen etc. in Kostenschätzung nach DIN 27

"Baukosten / Förderungen" erstellt 16. 10. 2018.

Baukosten Terrassen etc. in Kostenschätzung nach DIN 27 4.5 5 4votes
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  1. Pyrate

    Pyrate

    16. 10. 2018
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    Erst einmal Hallo an alle in diesem tollen Forum!

    wir sind auch angehende Bauherren und haben jetzt im Rahmen der Konzeptplanung einige Fragen zu den Baukosten.

    Es soll ein Haus im Bauhausstil mit ca. 200qm auf zwei Geschossen werden. Jetzt haben wir erste Konzepte inkl. einer Kostenschätzung nach DIN 276 vorliegen.

    Uns hat es prinzipiell immer ganz gut gefallen, wenn man auf der Südseite Dachüberstände und entsprechend darunter jeweils überdachte Terrassen (EG) Balkone (OG) hat. Eines der beiden Konzepte hat genau dies, das andere gar nicht.

    Bei dem Konzept mit den überdachten Freiflächen explodieren jetzt aber die Kosten nach der Schätzung nach DIN 276. Der Architekt erklärte uns, dass die überdachten Terrassen/Balkone zu 100% mit in die Kostenschätzung einfließen bzw. in die Parameter Nutungsfläche (NUF), Brutto-Rauminhalt (BRI) und Brutto-Grundfläche (BGF).

    Daraus ergibt sich quasi, dass das eine Konzept mit 200qm "innerhalb" des Gebäudes ohne jede Überstände oder Terrassen/Balkone günstiger ist, als das Konzept mit 180qm "innerhalb" des Gebäudes und 40qm überdachter Balkon/Terrassenfläche. Die NUF des ersten Gebäudes ist 200qm und die des zweiten 220qm. Das jeweils mit den gleichen BKI Werten multipliziert, macht Gebäude zwei teurer als das ohne jede Auskragungen, obwohl bei letzterem der Platz im Haus geringer ist.

    Nun meine Frage: Kann es wirklich sein, dass es in der Kostenschätzung keinen Unterschied macht, ob ich quasi komplett umbauten normalen Wohnraum habe oder eine Terrasse, die durch ein auskragendes Dach überdacht wird? Letzteres müsste doch wesentlich günstiger zu bauen sein, als echter Wohnraum, oder? Auch, wenn es ein konstruktiv mit dem Haus verbundene Dachauskragung ist...

    Wäre für euren Rat hier sehr dankbar.
     
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  3. face26

    face26

    11. 02. 2018
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    DIN oder nicht...die Antworten werden Dich kaum weiter bringen. Es bleiben Schätzungen. Wenn der Architekt Dir gesagt hat, dass er zur Kostenschätzung den BRI inklusive der Dachüberstände/-Auskragungen so eingerechnet hat, dann wird er das schon so gemacht haben.
    Ich weiß nicht ob es Sinn macht zwei unterschiedliche Objekte auf Basis von Kostenschätzungen zu vergleichen.
    Stammen beide Entwürfe vom gleichen Architekt?
    Was natürlich klar ist, dass jede Auskragung, jeder Überstand usw Geld kostet. Euer Architekt sollte ja auch Erfahrungswerte haben. Sagt er denn, dass die tatsächlichen Kosten bei dem Entwurf mit Überdachungen etc. nachher niedriger sind wogegen die Kosten bei dem Entwurf ohne Überstände eher den tatsächlichen Kosten entsprechen?
     
  4. Obstlerbaum

    Obstlerbaum

    3. 05. 2018
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    Aus der Ferne bzw. in Blindflug schwer zu beurteilen. Nach Deiner Beschreibung kann ich das auch kaum glauben. Wirklich umbauter Raum, also mit Mauern, Fenstern, FBH, E-Installation, Boden/Wand-Belägen usw. muss zwangsläufig teurer sein.

    Wirklich beurteilen kann man das nur, wenn Du Pläne einstellst.
     
  5. Mottenhausen

    Mottenhausen

    26. 07. 2018
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    Rein vom mitlesen im Forum her, unterscheiden sich Kostenschätzungen von freien Architekten und reale Bauangebote teils erheblich. Die realen Angebote sind dabei immer teurer. Habe schon von Faktor 2 (!) gehört.

    Aber generell stimmt es schon, jede Abweichung von einer "geraden" Wand kostet Geld. Unser ursprünglich geplanter Balkon (Kragplatte 2,5 x 1,2m) hätte an die 8000 gekostet... mit dem billigst-möglichen Geländer.

    Edit: tut euch den gefallen und gebt die Pläne einer Hausbaufirma und lasst euch ein Angebot machen, damit ihr überhaupt wisst wo ihr steht.
     
  6. face26

    face26

    11. 02. 2018
    171
    65
    Klingt erst mal logisch...wäre ich aber vorsichtig. Zum einen wie eben schon geschrieben geht es um eine Schätzung die nach Volumen gemacht wird...die ist so oder so nicht der Weisheit letzter Schluss.
    Abgesehen davon sollte man bei sowas, nicht unterschätzen was das für ein Mehraufwand ist. Jede Ecke kostet in der Herstellung mehr. Egal in welcher Bauweise, sowohl in Material als auch in Arbeitszeit...andere Anforderungen an Dämmung, Statik, Abdichtung usw.
     
  7. face26

    face26

    11. 02. 2018
    171
    65
    Faktor 2? Das doppelte meinst Du?? Den Architekt würde ich aber schnell in die Wüste schicken...Abweichungen schön und gut aber bei Faktor 2 ging was total daneben.

    Wenn dem Architekt nicht vertraust, dann von mir aus...aber im Normalfall sollte ich nicht erst zu einer Hausbaufirma gehen müssen um zu wissen ob die Kostenschätzung vom Architekt belastbar ist.