Baukosten für ein Neubau: Zweifamilienhaus in Schleswig-Holstein

Dieses Thema im Forum "Baukosten / Förderungen" wurde erstellt von philippges, 24. 09. 2017.

Baukosten für ein Neubau: Zweifamilienhaus in Schleswig-Holstein 4.5 5 4votes
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  1. philippges

    philippges

    23. 09. 2017
    10
    2
    Frage / Anliegen:

    Was wird ein großes Zweifamilienhaus in Schleswig-Holstein kosten?

    Liebe Forenmitglieder,

    ich bin nun seit einigen Wochen am Recherchieren, inwieweit ein geplantes Bauvorhaben hier in Schleswig-Holstein überhaupt machbar ist. Ich möchte dafür gerne unsere Situation vorstellen:

    Wir wohnen aktuell in einem Zweifamilienhaus in Ostholstein. Meine Eltern haben das Haus gekauft, wir wohnen in der zweiten Wohneinheit zur Miete. Das Haus ist kürzlich auf etwas über 400000€ realistischem Verkaufspreis geschätzt worden, Restkredit etwa 100000€, es würden also etwa 300000€ Eigenkapital nach Verkauf zur Verfügung stehen (damit soll zumindest hier im Beispiel gerechnet werden). Das Haus ist von der Lage her nicht ideal für uns. Meine Eltern gehen nun demnächst in Rente, meine Mutter bereits nächstes Jahr, mein Vater in 7 Jahren. Es gibt hier ganz schlechte Schulanbindungen, daher wollen wir in die Nähe der Schule, die dann für die nächsten 15 Jahre (inkl. Geschwisterkinder) unser Lebensmittelpunkt werden soll. Ansonsten steht halt viel Fahrerei an. Wie auch immer, nun zu unserem Vorhaben:

    Ein gemeinsames Bauprojekt, wobei meine Eltern das Eigenkapital einbringen und der Rest finanziert wird (bisher waren wir bei keiner Bank). Der Anspruch: Meine Eltern wollen altersgerecht bauen, daher fällt für sie ein zweites Stockwerk flach (unser jetziges Haus hat 2,5 Stockwerke + Vollkeller). Daher geht auch kein "klassisches" Doppelhaus. Sie brauchen nicht ganz so viel Platz wie wir, wollen sich allerdings auch nicht verschlechtern, brauchen circa 90m² auf vier Zimmern. Wir brauchen etwa 120m² auf 6 Zimmern, eventuell mehr. Dazu dann noch HWR, Garage soll nicht sein, eventuell einen größeren Geräteschuppen bzw. eine Werkstatt im Garten, Holzbauweise, das muss nicht ins Haus integriert sein. Balkon bzw. Dachterasse im 2. Stock. "Kellerersatz" im EG (also entweder ein Abstellraum oder den HWR entsprechend groß dimensionieren).

    Unten wäre also eine komplette Wohneinheit, dazu dann die zweite, die entweder obenauf ist (was sicherlich günstiger wäre), oder eben als zweites Gebäude, als "unklassisches" Doppelhaus, darf dann natürlich 2-stöckig sein). Als Fertighaus habe ich bisher nichts passendes gefunden, nicht einmal ansatzweise, daher gehe ich davon aus, dass ein Architekt ran muss.

    Nun lese ich im Internet viel von irgendwelchen Preisen pro qm, die teilweise so niedrig sind, dass die völlig dem widersprechen, was ich so als Preise lesen kann bei Fertighäusern. Und auch dem, was gebrauchte Häuser kosten - da denke ich mir immer, dass ich dann auch neu bauen könnte.
    1200€/m² für "billig", 1600€/m² für Mittelklasse, 2000€/m² für Luxus - so wird es häufig angegeben, das kann ich mir aber nicht vorstellen.
    Und es widerspricht dem, was ich hier in diesem Forum so lesen kann.

    Ich wüsste nun gerne eine realistische Einschätzung, bei welchem Preis inkl. allen Kosten man landen würde.
    Gehen wir der Einfachheit halber einfach mal von einem Grundstück für 150000€ aus. Eine Küche ist vorhanden und würde mitgenommen werden. Richtung KfW 55 wäre schön (wobei es mir hier nicht um die Finanzierung sondern die Idee geht, die Heizkosten zu senken), Pult- oder Flachdach, keine Spielereien, gerne Kubus-Bauweise oder ähnliches schlichtes.

    Zwei Wohneinheiten, Gesamtfläche circa 250m²-275m².
    Was wäre hier in Schleswig-Holstein ein realistischer Preis für dieses Vorhaben? Ich liefere gerne noch weitere Infos, allerdings sind die Pläne halt noch nicht so konkret, dass ich alle Details genau weiß - wir wollen erstmal wissen, ob das überhaupt realistisch ist.
     
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  3. Marvinius II

    Marvinius II

    6. 07. 2017
    124
    10
    Aus unserem aktuellen Hausbau (kurz vor der Übergabe) kann ich diese Zahlen nur bestätigen. Sparen kannst Du nur, wenn Du als guter (Hobby)Handwerker Gewerke selbst übernehmen kannst. Und nicht vergessen: Kosten für Erdarbeiten, Entsorgung von Bodenmaterial und natürlich die Einrichtung (Küche) kommen noch dazu
     
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  4. philippges

    philippges

    23. 09. 2017
    10
    2
    Also nicht dass wir uns falsch verstehen: ich halte die Kosten für zu gering. Ich glaube eben nicht, dass man für 1200 Euro/m^2 ein Haus bauen kann.
     
  5. toxicmolotof

    toxicmolotof

    30. 10. 2013
    3.884
    925
    Hallo Phillipp,

    kurze Frage vorab. Wie alt bist du, bzw. bei welcher (Art von) Bank arbeitest du? Und was machst du dort? Sprich doch bitte mal mit zwei Kollegen. Einen suchst du dir in der lokalen Immobilienabteilung und den anderen in der Baufinanzierung vor Ort. Investiere 2x 1h und du bist 10 Schritte weiter, als hier im Internet nach irgendwelchen "Marketing"-Preisen zu schauen.
     
  6. toxicmolotof

    toxicmolotof

    30. 10. 2013
    3.884
    925
    150k Grundstück
    15k Erwerbsnebenkosten
    500k Haus (250x2.000, KFW55 sollte bei dem qm-Preis nicht unmöglich sein)
    50k Baunebenkosten
    20k Nebenanlagen (nur das Nötigste + 2 Stellplätze)
    20k 2 Betonfertiggaragen
    --------
    755k So als grobe erste Orientierung.

    Da du im hohen Norden bist, wird es vielleicht 10% günstiger (auf die Herstellungskosten).

    Also: All in: 700k
     
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  7. ypg

    ypg

    2. 10. 2012
    12.866
    2.220
    Es nennt sich (Mehr-)Generationenhaus.

    Meist wird es so gebaut, dass unten zwei Zugänge sind, einer zur Familienwohnung, der andere zur barrierefreien ELW, im OG wird die ganze Fläche dann von der Familie bewohnt. Als Bsp: 140qm werden unten gebaut, 80qm für die ELW, 60 für die Familie, die Wohn- und Schlafräume der Familie haben dann im OG auf 140qm Platz.
     
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