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Olikun-1

Viebrockhaus Eigentumswohnung Grundstücke Eigenkapital

4,50 Stern(e) 6 Votes
Hallo,

wir (Meine Frau 26, Ich 29) sind jetzt schon ein paar Monate am grübeln ob wir unser geplantes Bauvorhaben jetzt schon verwirklichen wollen oder wir wie ursprünglich geplant hatten noch 2 Jahre warten sollen.

Aktuell stecken wir in der folgenden Situation:
Wir haben vor 2 Jahren eine Eigentumswohnung für 176k€ gekauft die wir mit einer Rate von 856€ pro Monat abbezahlen. Aktuell sind noch ca. 150t€ offen da wir einmal bereits 7500€ per Sondertilgung abbezahlt haben. Die Wohnung hatten wir ohne Eigenkapital gekauft. Lediglich die Nebenkosten haben wir aus Eigenmitteln bezahlt.

Im September letzten Jahres hatten wir dann die einmalige Möglichkeit ein Grundstück in unserem Heimatdorf für 76000€ (inkl. Nebenkosten) zu ergattern (580qm). Dieses bezahlen wir gerade per variablem Darlehen mit einer Rate von 700€ im Monat ab.

Da wir schon vor dem Kauf der Eigentumswohnung überlegt hatten zu Bauen, wir aber kein Grundstück in unserem Heimatdorf (bzw. der Umgebung) bekommen konnten, sind wir jetzt am Überlegen ob wir aufgrund der immer weiter steigenden Baukosten unseren Traum jetzt schon verwirklichen wollen.

Folgendes Problem:
Da wir beide erst seit zwei bzw. drei Jahren mit dem Studium fertig sind, besitzen wir beide so gut wie kein Eigenkapital und das was wir hatten ist in die Wohnung bzw. das Grundstück geflossen. Aktuell haben wir also nur 25t€ auf hohen Kante. :(
Wir verdienen allerdings beide sehr gut. Meine Frau (verbeamtete Lehrerin) hat etwa 2800€ Netto monatlich und ich (Ingenieur) verdiente etwa 4600€ Netto. Neben 1556€ die wir aktuell zusammen für die Wohnung und das Grundstück abbezahlen legen wir zusätzlich noch mindestens 1200€ im Monat zur Seite und können dabei immer noch sehr sehr gut leben. Also sollte für die Baufinanzierung eine Wunschrate von 1600€ bis 1800€ kein Problem darstellen.

Wir überlegen deswegen gerade ob wir lieber noch 2-3 Jahre die 1200€ zur Seite legen sollen (eventuell das Geld auch in einen Bausparer einzahlen) und dann 50t€ bis 60t€ Eigenkapital zur Verfügung haben (und das Grundstück und die Wohnung auch schon weiter abbezahlt ist) oder wir auch jetzt schon quasi ohne Eigenkapital bauen können. Man hört ja quasi von jeder Ecke dass die Baukosten (obwohl schon extrem hoch) weiter sehr stark ansteigen sollen und auch stärker als das was wir aktuell an Eigenkapital ansparen.

Das heisst:
Wollen wir jetzt unser Bauvorhaben verwirklichen, dass in etwa ein Volumen von 450-480t€ (inkl. Grundstück) haben soll, müssten wir das quasi ohne Eigenkapital machen. Die Eigentumswohnung würden wir gerne behalten und vermieten. Ich kann die Rate noch einmal so anpassen dass sich die Mieteinnahmen mit der Kreditrate decken. (Zinsen als Werbungskosten einbezogen)

Ich weiss dass hier niemand in die Glaskugel schauen kann wie sich die Baukosten verhalten, aber uns würde interessieren wie ihr die Sache seht.

1. Ist eine Volumen von 450t€ bis 480t€ mit einer Kreditrate zwischen 1600€ und 1800€ möglich?
(Aktuell planen wir noch mit 7500€ Sondertilgung pro Jahr. Allerdings wird das gerade in den ersten Jahren wenn Kinder da sind nicht immer möglich sein.)

2. Würdet ihr die Eigentumswohnung (BJ 2011 - 90qm Maisonette) behalten oder verkaufen? Ich habe das Glück dass ich die Wohnung relativ günstig gekauft habe und sich die geplanten Mieteinnamen mit der Kreditrate decken dürften. Das Risiko von Mietnomaden und unvorhergesehenen Kosten bleibt aber natürlich bestehen. (Wobei wir für letzteres in der Hausgemeinschaft (3-Parteien) mindestens Rücklagen von jetzt 8000€ gebildet haben. Also eine kaputte Heizung oder ähnliches kann dadurch)

3. Falls aktuell ein Bauvorhaben noch keinen Sinn macht. Wie würdet ihr das Geld das wir aktuell einfach sparen, anlegen? Vielleicht einen Bausparer oder gibt es vielleicht noch andere sinnvolle Ideen was man damit machen könnte wenn wir wissen dass es in spätestens 2 Jahren los gehen soll :)

Ich danke euch schon jetzt für eure Antworten und entschuldige mich schonmal für die benötigten Informationen die ich vergessen habe hier mitzuteilen. Einfach schreiben was euch für eine bessere Einschätzung fehlt und ich versuche alles Nachzuliefern was geht :)

Schöne Grüße
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja ihr habt ein sehr gutes Einkommen und spart neben beiden Finanzierungen . Also Sinn könnte es schon mschen . 2 kommt drauf an , lässt es sich gut und Risikoarm Vermieten dann ja ansonsten abstoßen . Übrigens umgeht ihr die vorfälligkeitsentschedigung bei einem Objekt Wechsel . Muss aber die Bank zustimmen und ihr wärt bei denen gebunden . In den nachrang geht kaum einer . Wie sieht Familienplanung aus und das Einkommen danach ?
 
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Hi,

danke für deine schnelle Antwort :)
Die Wohnung wird sich sehr gut vermieten lassen und die Kaltmiete die ich aktuell angesetzt habe ist auch sehr konservativ gerechnet. Da sollte auch noch mehr gehen.

Das mit dem Wegfall der Vorfälligkeitsentschädigung bei Objektwechsel klingt natürlich sehr gut und war mir so bisher noch nicht bewusst. Aktuell wäre die Bank sowieso unser erster Ansprechpartner.

Vom Bauchgefühl sind wir aber eher der Meinung dass wir die Wohnung halten und vermieten sollten, weil sie frisch renoviert ist und wir aufgrund des jungen Alters der Wohnung auch erstmal keine aufwändigeren Reparaturen erwarten. (Aber unverhofft kommt ja bekanntlich oft).

Die Familienplanung steht natürlich noch an und so lange muss es nach uns auch nicht mehr dauern. Aber egal ob wir jetzt oder in 2 Jahren bauen würde es keinen großen Unterschied machen. Einen Tilgungsratenwechsel würden wir uns wahrscheinlich dennoch beim neuen Kredit mit "einkaufen".

Mich würde interessieren ob nach eurer Erfahrung die Baukosten im nächsten Jahr auf jedenfall nochmal steigen werden. Wir waren bereits bei Viebrockhaus zur Beratung im letzten Jahr und die hatten dort schon angekündigt dass Sie ihre Preise für dieses und nächstes Jahr auf jedenfall anheben werden. Dieses Jahr haben sie es dann auch genau wie angekündigt angehoben.

Wir haben ein wenig die Angst dass es vor Allem durch das Baukindergeld und die weiterhin niedrigen Zinsen die Baukosten noch deutlich stärker ansteigen werden und wir es uns ins 2 Jahren da quasi nicht mehr leisten können zu bauen.

Schöne Grüße
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Ich habe natürlich auch keine Glaskugel.
Aber wenn ich wetten MÜSSTE, dann würde ich auf einen Fall der Preise innerhalb der nächsten 3-5 Jahre wetten.

Zur Zeit macht die Politik alles, damit der Pöbel das (geliehene) Geld unter die Leute bringt. Gleichzeitig greifen die Firmen ab wie noch nie.

Irgendwann hat das ein Ende. Und das ist meiner Meinung nach binnen der nächsten 5 Jahre.

Ob die Auswirkungen in Ballungsgebieten genau so sein werden wie in nicht so extrem besiedelten Städten, bezweifle ich allerdings.


Und bevor hier irgendjemand wieder kommt und sagt: "Schau dir London an, New York, etc...".
Ja mache ich. Und was sehe ich? Genau! Nämlich eben nicht London und NYC und und und.
Sondern Stuckenborstel, Uwaldsloe, Uelzen, Kirchheim am Holzberg und Reienredder am Buk. Aber eben nicht New York oder London.
 
Na na na alleine die Inflation wird es richten. Meine Glaskugel sagt das nix zurückkommt an Preisen . Warum auch ? Gehälter etc wollen auch bezahlt werden . Einzig die Teuerungsrate wird flacher
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Wie genau soll euer Bauvorhaben aussehen? 480k inkl. Grundstück ist in der aktuellen Zeit nicht üppig wenn man alle Nebenkosten, Garage, Außenanlage, Einrichtung hinzurechnet.
Ich würde mir erstmal klarwerden was genau ich möchte und was es (aktuell) kostet.
Das wichtigste habt ihr bereits. Grundstücke werden weiter im Preis steigen.
Bei dem recht niedrigen m2 Preis für Grundstücke ist die Frage wie gut ihr eure Wohnung vermieten könntet. Mieteinnahmen müssen versteuert werden und Nebenkosten können auch nicht komplett auf den Mieter umgelegt werden. Ihr müsst auch ausreichend Kapital in der Hinterhand haben um Leerstand zu überbrücken bzw. Reparaturen zu bezahlen.
Falls die Wohnung sich sicher selbst trägt behalten (was ich bezweifle). Ansonsten abstoßen.
Ich bin bei Farilo was die Baukosten betrifft. Innerhalb der nächsten 5 Jahre wird es sich wieder etwas normalisieren (geplatzte Kredite, wirtschaftliche Situation, erhöhtes Angebot an Immobilien durch sterben der älteren Generation, Trennung....)
Dies ist allerdings noch so lange hin dass es sicherlich mit eurer Familienplanung kollidiert.
Daher fangt mal an mit der Planung um überhaupt ein Gefühl zu bekommen was ihr möchtet und euch leisten wollt/könnt. Gute Planung sind 80% beim Bau.
Lasst euch nicht von einem GU zur Unterschrift drängen oder von drohenden Preiserhöhungen verunsichern.
Eventuell werdet ihr feststellen dass ihr besser mit Architekt baut oder mit einem anderen GU.
Bis die Planung und Optimierung durch ist, ihr eine Genehmigung habt sind schnell 1 1/2 Jahre ins Land gegangen.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
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