ᐅ Aluminium-Fenster Kondensatbildung, Fehlende Isolierung, Verbesserung?
Erstellt am: 09.10.21 22:35
W
wdreizehn
Hallo,
in dem rückseitigen Wandbereich eines Wohnkomplexes mit der dort denkmal-geschützten Fassade eines Wohnkomplexes wurden Aluminium-Fenster mit Sprossen verbaut, um den optischen Anforderungen an die ehemalige Fassade (früher vermutlich mit filigranen Gusseisen-Rahmen) der Fenster gerecht zu werden, was auch gut gelungen ist. In den übrigen, neu erstellten, nicht denkmal-geschützten Bereichen wurden Holzfenster verbaut.
In der kalten Jahreszeit kommt es an den installierten Aluminium-Fenstern in den Schlafbereichen, aber auch im Küchen- / Wohnzimmer-Bereich zu einer starken Kondensatbildung an den Fensterscheiben, während die ebenfalls installierten Holzfenster in dem nicht denkmalgeschützten Bereichen im Küchen- / Wohnzimmerbereich, die neu errichtet wurden, keine Kondensatbildung aufweisen:

Diese Problematik haben andere Bewohner mit Fenstern in der denkmal-geschützten Fassade auch, so dass ich davon ausgehen würde, dass dies nicht an (m)einem falschen Lüftungsverhalten liegt (es wird regelmäßig manuell gelüftet, die dezentrale Lüftung für die einzelnen Räume ist zusätzlich in Betrieb).
Hinter die denkmalgeschützte Fassade wurde im Inneren eine Trockenbau-Installation gesetzt, die auch die wohl nötige Dämmschicht aufweist. Hier der grundsätzliche Wandaufbau:

Zur Überbrückung des Spaltes zwischen der massiven Außenfassade und der inneren, gedämmten Trockenbau-Konstruktion wurde ein Aluminium-Profil verwendet, ohne dass hier eine zusätzliche Dämmung / ein Dämmprofil eingesetzt wurde. Hier die innere Ansicht des breiten Profiles zwischen der Fenster-Ebene / der Außenmauer und der inneren Vorsatzschale:

Hier noch ein Foto, welches durch einen vorhandenen Kastens einer dezentralen Lüftungsanlage aufgenommen wurde:

Man sieht, dass im Bereich des Aluminium-Abdeck-Profils ("Fensterprofil") keine Dämmung zwischen der Außenwand und der Trockenbau-Konstruktion verwendet wurde, die ich hier aber grundsätzlich erwartet hätte (die sichtbaren Schlamm-Spritzer stammen von den durchgeführten Kernbohrungen in der Außenwand zur Installation der dezentralen Lüftungsgeräte).
Ich vermute also, dass hier eine Isolierung zwischen der massiven Außenwand und der inneren, gedämmten Trockenbau-Konstruktion im Bereich der Fenster-Anbindung fehlt, es somit zu einer starken Abkühlung an den umlaufenden Aluminium-Profilen kommt, die den gesamten Fensterbereich abkühlen lassen (man fühlt den "Kälteeinfall" an den Aluminium-Fenstern im Winter deutlich, was bei den ebenfalls im Küchen- / Wohnzimmerbereich installierten Holz-Fenstern nicht der Fall ist).
Meine Fragen:
Ist die Montage der Fenster ohne weitere Isolierung zwischen dem historischen Außenbereich und der installierten Trockenbau-Installation so "fachgerecht", oder hätten hier Dämmprofile rund um die Fenster-Laibung verwendet werden müssen?
Gäbe es Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation, zum Beispiel durch Verwendung von Bau- / Isolierschaum, der durch Bohrungen durch und hinter die Trockenbau-Installation und somit zwischen dieser und der Außenwand eingespritzt werden könnte?
Gibt es sonstige Vorschläge zur Optimierung?
Vielen Dank!
Schöne Grüße
Guido
in dem rückseitigen Wandbereich eines Wohnkomplexes mit der dort denkmal-geschützten Fassade eines Wohnkomplexes wurden Aluminium-Fenster mit Sprossen verbaut, um den optischen Anforderungen an die ehemalige Fassade (früher vermutlich mit filigranen Gusseisen-Rahmen) der Fenster gerecht zu werden, was auch gut gelungen ist. In den übrigen, neu erstellten, nicht denkmal-geschützten Bereichen wurden Holzfenster verbaut.
In der kalten Jahreszeit kommt es an den installierten Aluminium-Fenstern in den Schlafbereichen, aber auch im Küchen- / Wohnzimmer-Bereich zu einer starken Kondensatbildung an den Fensterscheiben, während die ebenfalls installierten Holzfenster in dem nicht denkmalgeschützten Bereichen im Küchen- / Wohnzimmerbereich, die neu errichtet wurden, keine Kondensatbildung aufweisen:
Diese Problematik haben andere Bewohner mit Fenstern in der denkmal-geschützten Fassade auch, so dass ich davon ausgehen würde, dass dies nicht an (m)einem falschen Lüftungsverhalten liegt (es wird regelmäßig manuell gelüftet, die dezentrale Lüftung für die einzelnen Räume ist zusätzlich in Betrieb).
Hinter die denkmalgeschützte Fassade wurde im Inneren eine Trockenbau-Installation gesetzt, die auch die wohl nötige Dämmschicht aufweist. Hier der grundsätzliche Wandaufbau:
Zur Überbrückung des Spaltes zwischen der massiven Außenfassade und der inneren, gedämmten Trockenbau-Konstruktion wurde ein Aluminium-Profil verwendet, ohne dass hier eine zusätzliche Dämmung / ein Dämmprofil eingesetzt wurde. Hier die innere Ansicht des breiten Profiles zwischen der Fenster-Ebene / der Außenmauer und der inneren Vorsatzschale:
Hier noch ein Foto, welches durch einen vorhandenen Kastens einer dezentralen Lüftungsanlage aufgenommen wurde:
Man sieht, dass im Bereich des Aluminium-Abdeck-Profils ("Fensterprofil") keine Dämmung zwischen der Außenwand und der Trockenbau-Konstruktion verwendet wurde, die ich hier aber grundsätzlich erwartet hätte (die sichtbaren Schlamm-Spritzer stammen von den durchgeführten Kernbohrungen in der Außenwand zur Installation der dezentralen Lüftungsgeräte).
Ich vermute also, dass hier eine Isolierung zwischen der massiven Außenwand und der inneren, gedämmten Trockenbau-Konstruktion im Bereich der Fenster-Anbindung fehlt, es somit zu einer starken Abkühlung an den umlaufenden Aluminium-Profilen kommt, die den gesamten Fensterbereich abkühlen lassen (man fühlt den "Kälteeinfall" an den Aluminium-Fenstern im Winter deutlich, was bei den ebenfalls im Küchen- / Wohnzimmerbereich installierten Holz-Fenstern nicht der Fall ist).
Meine Fragen:
Ist die Montage der Fenster ohne weitere Isolierung zwischen dem historischen Außenbereich und der installierten Trockenbau-Installation so "fachgerecht", oder hätten hier Dämmprofile rund um die Fenster-Laibung verwendet werden müssen?
Gäbe es Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation, zum Beispiel durch Verwendung von Bau- / Isolierschaum, der durch Bohrungen durch und hinter die Trockenbau-Installation und somit zwischen dieser und der Außenwand eingespritzt werden könnte?
Gibt es sonstige Vorschläge zur Optimierung?
Vielen Dank!
Schöne Grüße
Guido
K
Klappradl15.10.21 06:35Eine warme Kante ist, wie man sieht, nicht verbaut.
Wie alt sind die Fenster?
Wenn die so eingebaut sind, wie beschrieben, ist das natürich schlecht, führt aber nicht zwingend zu Kondensat auf den Scheiben. Ist auf dem Rahmen eigentlich auch Kondensat oder nur auf den Scheiben?
Wie alt sind die Fenster?
Wenn die so eingebaut sind, wie beschrieben, ist das natürich schlecht, führt aber nicht zwingend zu Kondensat auf den Scheiben. Ist auf dem Rahmen eigentlich auch Kondensat oder nur auf den Scheiben?
...Feuchtigkeitsmessgeräte wurden benutzt: Selbst in dem offenen Küchen- und Wohnbereich stieg die Feuchtigkeit im letzten Winter nicht über 60%mit nix geht nix !
Die Ausstattung für sinnvolle Diagnose/Messwerte kostet iA <200€
- DigitalThermometer mit externem Sensor
- Hygrometer (für rel Luftfeuchte)
- Feuchtigkeitsmessgerät (kapazitiv, für Wassergehalt von festen Objekten)
- optimalerweise noch einen Metalldetektor, da kapazitive Feuchtigkeitsmessgeräte Fehltriggerung
bei Metall in der Wand bewirkt (Cross-Check)
hier würde man also mit DigitalThermometer die Fensterflügel-Scheibentemparatur erfassen
(Sensor mit StyroporRest an AluRahmen/Scheibe drücken),
also ob's dort wesentlich kälter ist als die umgebende Raumtemperatur,
Wenn ja: Isolierprobleme innerhalb der Fensterflügel-Konstruktion
Feuchtigkeitsmessgerät benötigt man eher bei feuchten Wänden.
Ohne dies ist das nur ein "Stochern mit der Stange im Nebel"