Altbauwand nachträglich zweilschalig mit Poroton

"Dämmung / Isolation" erstellt 5. 12. 2018.

Altbauwand nachträglich zweilschalig mit Poroton 4.2 5 5votes
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  1. matze_2019

    matze_2019

    5. 12. 2018
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    Hallo Zusammen,

    im Zuge einer Sanierung haben wir in unserem Altbau (24er Ziegel) von Innen mit 4cm Luftschicht Poroton (11,5er) vorgemauert. Ziel war es die Wärmedämmung zu verbessern und vor allem eine gerade Fläche für das Putzen zu schaffen. Das alte Mauerwerk ist teilweise 5cm außer Lot und mit Lehmputz versehen.
    Nach Recherchen habe ich nun die Befürchtung dass die alte Außenwand durch diese Maßnahme zu kalt wird (Frostsicherheit?) und Feuchtigkeit zwischen den zwei Wänden entsteht.
    Muss ich die Poroton Wand von Innen mit Folie bekleben, ähnlich wie bei einer Innendämmung? Momentan ist noch kein Putz auf der Poroton Mauer so dass noch Möglichkeiten bestehen.
    Kann die Hinterlüftung zum Innenbereich hilfreich sein? Zum Außenbereich wäre schwer zu lösen.

    Danke schon mal für Tipps zu dem Thema.

    Gruß,
    Matthias
     
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  3. Lumpi_LE

    Lumpi_LE

    16. 04. 2015
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    Naja, da ist schon wirklich grober unfug, was du da gemacht hast.
    Aber 11,5er Poroton bieten so wenig Wärmedämmung, dass es sich wahrscheinlich nicht zu dramatisch äußern wird.
    Folie bringt nur etwas wenn man gewährleisten kann, dass der komplette Innenraum dicht wird, das kannst du aber nicht, da du mit Sicherheit Zimmerwände und Decken und einen Boden hast. Da schaffst du am Ende noch mehr Probleme.
     
  4. dertill

    dertill

    9. 02. 2018
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    Wie seid ihr denn auf die Schnapsidee gekommen? Sämtliche Innendämmungen werden ohne Luftschicht auf die vorhandene Mauer aufgebracht. Entweder direkt geklebt oder mit Hinterfüllung. Prinzipiell geht das auch mit Poroton, aber eben nicht mit Luftschicht.

    Frost wohl nicht, dazu reicht die Stärke nicht aus, aber Feuchte auf jeden Fall. Vielleicht wird die auch wieder abtransportiert, ist das aber Mist so.

    Versiegeln von Innen ist schwer mit Anschlüssen. Hinterlüftung ist von beiden Seiten quatsch. Bei Hinterlüftung von innen kannst du die Wand lieber weg lassen und bei Hinterlüftung von außen hast du auch nichts gewonnen.

    Neumauern direkt an der Wand mit Hinterfüllmörtel oder direkt anderes System verwenden oder, noch besser, von außen dämmen.
     
  5. matze_2019

    matze_2019

    5. 12. 2018
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    Das es Quatsch war haben wir jetzt leider auch realisiert. Es ging aber auch nicht um die Dämmung sondern darum eine vernünftige Wand zu haben damit der Putz gerade ist und Schränke besser befestigt werden können. Leider haben wir keinen Hinterfüllmörtel genutzt. Der Abstand mit der Luftschicht hat sich dann durch die ungerade Altbauwand ergeben.
    Jetzt haben wir natürlich Angst wegen Schimmel. Macht in dem Fall eine Hinterlüftung nach innen doch Sinn? Zum Beispiel mit Luftschlitzen oben und unten in der Poroton Mauer?

    Es gibt noch zwei andere Wände die wir gerne begradigen würden. Poroton 11,5er habe ich noch genug da. Kann ich diese denn mittels Hinterfüllmörtel zumauern oder ist das Thema Feuchtigkeit zu gefährlich für meine alten Altbauwände? Von bis zu 4cm Lehmputz wollen wir absehen da dieser zum Einen schon mittels Gips vom Vorbesitzer überzogen wurde und zum Anderen Schränke... daran nicht wirklich befestigt werden können.
     
  6. matze_2019

    matze_2019

    5. 12. 2018
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    Ergänzend zum vorherigen Beitrag die Frage: Wie kann ich eventuell noch nachträglich hinterfüllen? Wir haben noch nicht geputzt. Würden oben ein paar Steine herausnehmen und recht flüssigen Estrich und Rüttelflasche zum hinterfüllen nutzen um das Ganze noch halbwegs zu retten. Ginge das?
     
  7. Mottenhausen

    Mottenhausen

    26. 07. 2018
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    Ne, such mal Isofloc oder unifloc, sowas würde ich dort einblasen.

    So dramatisch ist es auch nicht, was ihr da gemacht habt. Nach dem Krieg wurden Ziegelwände auch teilweise mit Hohlraum zwischen Außen- und Innenwand gemauert. Wichtig ist nur, dass dieser Luftspalt jetzt weder Verbindung zur Außen- oder zur Innenluft bekommt. Das Ausblasen mit solchen Flocken verhindert die Luftzirkulation/Konvektion innerhalb des Luftspaltes, wodurch die Dämmwirkung steigt. Das Problem der Taupunktunterschreitung bei sehr kalten Außentemperaturen ist jetzt auch nicht wirklich anders als vorher. Die Dämmung so einer dünnen Porotonwand hält sich eh in Grenzen.

    Falls noch Räume ausstehen, vielleicht andere Möglichkeiten der Innendämmung in Erwägung ziehen, die besser dämmen, bei weniger Platzverlust.
     
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