Altbausanierung Haus Bj1916 MFH zu EFM Erfahrungen

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Winniefred

Winniefred

Im Übrigen haben gerade Freunde ein Haus gekauft. Da war einer dabei, der angeblich Ahnung hatte. Der hat das Haus quasi abrissreif geredet. Und das ist schlicht völliger Blödsinn, den zum Glück ein Sachverständiger (und vorher ich^^) klargestellt haben. Will sagen: Immer alles gut hinterfragen.
 
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Myrna_Loy

Wir stecken aktuell in zwei Altbausanierungen von Häusern vor dem 1. WK. Eine am Anfang, die andere mittendrin. Mein Eindruck ist, dass die Altbausanierungen noch mal schwerer von den Preissteigerungen betroffen sind, da der Handwerkermangel und die gestiegenen Arbeitskosten noch mehr reinknallen. Und bei fachgerechten Sanierungen sind im Altbau die Materialien auch eher teurer.
Plus: man muss quasi den Gewerken vom Statiker bis zum Installateur den Weg zum Haus mit Geldscheinen auslegen, da es so viele leichtere Baustellen, gibt als Altbausanierung.
 
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VSäntis

Also bisher sind es eigene Kostenschätzungen daher noch nicht valide. Aber der Architekt meinte mit 300t€ kommt man da nicht hin. Das Haus hat viele Fenster.
Keller Nass kann man schon meinen, aber die Balken sind angefressen und nicht faul. Wie geschrieben der Zimmermann meint das passt schon. Ich habe halt schiss das mir das Haus irgendwann mal zusammenfällt weil man jetzt gedacht hat das passt scho.
Ich denke in einer Woche weiß ich mehr, weil wir uns da nochmal zusammensetzen. Ich bin grad aber leider eher negativ gestimmt. Dach 80t€ elektro/heizung/sanitär ~90t€ Keller ~15t€(ohne Balken tausch) Fassade 20t€, Innen ~85t€ (Trockenbau, Böden etc.)
 
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piepen55

Ich möchte hier einfach mal schreiben, weil wir auch im Sommer/Herbst 2021 mit unserem Projekt begonnen haben und es meiner Meinung nach frappierend ähnlich zu dem hier vorgestellten Projekt wäre.

Es handelt sich bei uns ebenfalls um ein ehemaliges Zweifamilienhaus (Baujahr irgendwo zwischen 1900 und 1920), welches zu einem EFH umgebaut werden soll. Wohnfläche beträgt circa 160m². Wir arbeiten mit einem Architekten zusammen, anfangs hatten wir einen Preisrahmen von 300.000 abgesteckt. Mittlerweile sind wir nach einer ersten genaueren Kostenschätzung bei 470.000 (ohne Küche, Außenanlagen und Keller) angekommen. Es ist bei uns auch praktisch so, dass wir den Rückbau auf die Ziegelmauern im gesamten Haus momentan in Eigenleistung vorantreiben. Nachher beim Verlegen der Böden und bei Malerarbeiten wollen wir dann wieder Eigenleistungen übernehmen. Die Substanz war wirklich nicht mehr gut, sodass wir im groben folgende Maßnahmen planen (es ist ein KFW70-Haus geplant):

- Änderung der Grundrisse im EG und 1.OG
- neues Dach
- Neuinstallation Frisch- und Abwasser
- Neuinstallation Elektrik
- Alle Fenster (ca. 20 Stück)+ Haustür neu
- komplette Fassadendämmung
- Dämmung der Kellerdecke
- Neue Böden überall
- PV + WP + zentrale Lüftungsanlage
- usw (habe jetzt bestimmt noch was vergessen)

Unser Keller ist auch komplett feucht (bis nass). Hatte dazu auch schon mal einen Thread im Kellerbereich erstellt. Hier sind wir mittlerweile auch der Ansicht, dass der feucht bleibt. Daher belassen wir es dort wahrscheinlich sogar bei den rohen Ziegelwänden, weil der Keller für unsere Nutzung auch nicht trocken sein muss. Allerdings ist laut Statiker die Kellerdecke auch noch in gutem Zustand...

Viele Fragen, die hier im Laufe des Threads aufgekommen sind, beschäftigen uns auch, wie zum Beispiel immer wieder die Mülltrennung und das managen der Container. Ich bleibe hier mal am Ball, und bin gespannt, wie es euch weitergeht. Aus meiner bisherigen Erfahrung würde ich aber auch schätzen, dass ihr mit 300.000 nicht hinkommt.
 
L

Lumpi_LE

Bis vor einem Jahr hätte ich gesagt 1500€/m² + Planung reichen eigentlich, aber der Markt ist verrückt geworden.
 
Winniefred

Winniefred

Wir stecken aktuell in zwei Altbausanierungen von Häusern vor dem 1. WK. Eine am Anfang, die andere mittendrin. Mein Eindruck ist, dass die Altbausanierungen noch mal schwerer von den Preissteigerungen betroffen sind, da der Handwerkermangel und die gestiegenen Arbeitskosten noch mehr reinknallen. Und bei fachgerechten Sanierungen sind im Altbau die Materialien auch eher teurer.
Plus: man muss quasi den Gewerken vom Statiker bis zum Installateur den Weg zum Haus mit Geldscheinen auslegen, da es so viele leichtere Baustellen, gibt als Altbausanierung.
Das ist leider tatsächlich so. Wir haben 2017 saniert (teilsaniert) und da war die Situation zwar schon angespannt was die Handwerker angeht, aber schon nicht mehr vergleichbar zu heute. Den Weg mit Geldscheinen auslegen trifft es wohl gut. Denn was für Zahlen mittlerweile aufgerufen werden, ist mitunter einfach nur noch utopisch. Ich schrieb hier am Anfang des Threads, dass Corona und die restliche Gemengelage es quasi unkalkulierbar macht, leider war diese Einschätzung wohl richtig.

Im Neubau sind die Preise ja auch nur noch abartig.
 
Winniefred

Winniefred

Also bisher sind es eigene Kostenschätzungen daher noch nicht valide. Aber der Architekt meinte mit 300t€ kommt man da nicht hin. Das Haus hat viele Fenster.
Keller Nass kann man schon meinen, aber die Balken sind angefressen und nicht faul. Wie geschrieben der Zimmermann meint das passt schon. Ich habe halt schiss das mir das Haus irgendwann mal zusammenfällt weil man jetzt gedacht hat das passt scho.
Ich denke in einer Woche weiß ich mehr, weil wir uns da nochmal zusammensetzen. Ich bin grad aber leider eher negativ gestimmt. Dach 80t€ elektro/heizung/sanitär ~90t€ Keller ~15t€(ohne Balken tausch) Fassade 20t€, Innen ~85t€ (Trockenbau, Böden etc.)
Ja gut, angefressen oder faul, die würde ich so oder so tauschen. Bringt ja nichts, das jetzt so zu lassen und dann auf einer tickenden Bombe zu sitzen. Oder ist der Zimmermann sich ganz sicher, dass da nichts mehr nachkommt und es nicht mehr schlimmer wird? Bei "innen" ist dann auch Türen, Putz usw gemeint?
 
Winniefred

Winniefred

Ich rate dennoch dazu, die Notwendigkeiten vorher gründlich zu hinterfragen. Was muss wirklich sein, was nicht. Ich sehe es eben gerade an Freunden, da lauteten Schätzungen von "könnt ihr abreißen" bis "könnt ihr für ca 50.000 auf Vordermann bringen".
 
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CC35BS38

Ich bin grad aber leider eher negativ gestimmt. Dach 80t€ elektro/heizung/sanitär ~90t€ Keller ~15t€(ohne Balken tausch) Fassade 20t€, Innen ~85t€ (Trockenbau, Böden etc.)
Vorsicht es folgen angelesene Erfahrungswerte aus dem Forum. Dach 30-40. Elektro 20, Heizung 15-20, Sanitär 10-15 pro Bad, Fassade 20 passt, 85 für den Innenausbau viel zu hoch. FBH verlegen und Estrich 10, weiß nicht wo da noch 70 hinsollen innen. Wasserleitungen noch 5-10, Fenster 15-20.
 
M

Myrna_Loy

Dach 80.000 ??? Das kommt mir deutlich zu viel vor.
Ich rate dennoch dazu, die Notwendigkeiten vorher gründlich zu hinterfragen. Was muss wirklich sein, was nicht. Ich sehe es eben gerade an Freunden, da lauteten Schätzungen von "könnt ihr abreißen" bis "könnt ihr für ca 50.000 auf Vordermann bringen".
Ja, man sollte sich nur Planer, Berater suchen, die wirklich mit Altbau gearbeitet haben. Ein FeldWaldWiesen Tragwerksplaner hyperventiliert bei der Berechnung von Altbauten und empfiehlt dann meist den totalen und teuren overkill an Verstärkungsmaßnahmen. Energieberater oder Baufirmen empfehlen hingegen gerne Dämmmaßnahmen, die nicht mit der Bausubstanz vereinbar sind. Man muss sehr aufpassen und zahlt doch Lehrgeld.
 
Winniefred

Winniefred

Ich denke zwar es ist durchaus plausibel, dass die Preise von vor Corona nicht mehr gelten. Aber die hier genannten Preise klingen wie Mondpreise. Weil einer gewittert hat, dass ihr es zahlen könnt. Das ist nur eine Vermutung. Aber es wäre denkbar.
80.000 für ein Dach sind horrend. Auch der Rest ist extrem teuer. Unbedingt Vergleichsangebote einholen. Und niemals das wahre Budget durchblicken lassen.
 
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VSäntis

Wie gesagt die Preise basieren auf eigenen Kalkulationen zusammen mit Personen die ähnlich wie viele hier. Bereits ein paar Hausprojekte durch haben. Die 80t kommen von einem vergleichsdach welches weniger komplex war. Das hatte 27t gekostet. Ich gehe lieber von mehr aus als von weniger. Aber die Gesamtsumme scheint mir nicht so weit weg von der Realität. Aber ja ich werde auf jeden Fall eine zweit und drittmeinung brauchen.
Kann einer abschätzen was Balken tauschen kostet. GROB von bis.
 
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Sir_Batman

Wie gesagt die Preise basieren auf eigenen Kalkulationen zusammen mit Personen die ähnlich wie viele hier. Bereits ein paar Hausprojekte durch haben. Die 80t kommen von einem vergleichsdach welches weniger komplex war. Das hatte 27t gekostet. Ich gehe lieber von mehr aus als von weniger. Aber die Gesamtsumme scheint mir nicht so weit weg von der Realität. Aber ja ich werde auf jeden Fall eine zweit und drittmeinung brauchen.
Kann einer abschätzen was Balken tauschen kostet. GROB von bis.
Beim Thema Dach kommt es doch sehr darauf an, was mit dem Dachgeschoss passieren soll.
Dämmen, neu eindecken und als Trockenboden betreiben wird sicherlich keine 80 TEUR kosten.

wir widmen unser Walmdach mit kleinem „Nebenwalm“ zu 40m2 Wohnfläche um, haben eine große neue Gaube 3m breit und drei Veluxfenster einbauen lassen. Inclusive Innenausbau landen wir hier - ohne meine Eigenleistung abzuziehen - bei ca 85 TEUR. Dabei wird dann auch der Fußboden auf Holzbalkendecke neu aufgebaut.
 
V

VSäntis

Ok wenn ich das höre dann kann das Dach fast keine 80Teuro kosten. Wir wollen innen alles selber machen. Man muss auflegen, dann aufsparren dämmen und evt 4 Fenster rein. Ein kleines Nebendach (Treppenhaus) wird als quasi Mansardendach angesetzt weil es sonst wegen der Dämmung sch**** aussieht.
 
Zuletzt aktualisiert 27.01.2022
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