Altbausanierung Haus Bj1916 MFH zu EFM Erfahrungen

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Winniefred

Winniefred

Den schaue ich mir auch gerne an.
Ich habe das leider versäumt, so einen Bau-Blog. Wir werkeln seit nunmehr Mai 2017. Und ich mag es irgendwie :cool:.
 
V

VSäntis

Noch ein Tipp zu den Handwerkern: Fragt die Unternehmen nach Unternehmen, mit denen sie öfter zusammenarbeiten. Wenn die sich kennen, klappt die Zusammenarbeit oft besser. Nicht selten sind das Familienmitglieder. Wir haben zB unseren Schornsteinfeger über den Sanitärbetrieb, weil das sein Cousin ist.
Das ist ein guter Tipp! Danke! Wir wollen natürlich erhalten was zu erhalten ist. Aber das Haus soll danach auch dem neuen Standard entsprechen. Ich möchte bei mangelhafter Dämmung nicht dem Nachbarn mit heizen und im Winter dafür den ganzen Tag in dicken Socken rumlaufen. Fotos mache ich sobald wie möglich. Ich würde mich über Fachwerk das man freilegen kann sehr freuen. Mal sehen was uns erwartet.
 
S

Sir_Batman

@Sir_Batman Der Archi hat also 1500€/m2 geschätzt, wenn ihr bei den 200m2 alles machen lassen würdet, ihr kommt nun dank der Eigenleistung auf 900€/m2?
Nicht Ganz. Es fehlen die Materialkosten für die Eigenleistung. Sanitärausstattung, 120 m2 Dielen, ‚80m2 Fliesen…und das Haus ist sicherlich nicht mit anderen direkt vergleichbar. Die Erschließung des Kaltdaches muss zB erfolgen, da ist bisher nur ne Leiter.
Zudem sind einige Positionen in der Schätzung enthalten, die am Ende nicht notwendig sind. Das war für uns aber ok, weil es uns um einen preislichen Rahmen ging. Es fängt dann mögliche Überraschungen auf.
 
Winniefred

Winniefred

Wir haben in der Familie einen Bauingenieur, der sich auf Altbauten spezialisiert hat. Bis vor wenigen Jahren hat man mit 600€/m2 für eine einfache Sanierung mit Eigenleistung gerechnet und wohl so ca 1200 für eine ohne Eigenleistung mit besserem Standard. Aber diese Zahlen sind gar nicht mehr belastbar, die Preise sind wirklich stark gestiegen. Aber das gilt auch im Neubau, also in Relation gesetzt. Wir haben deutlich weniger investiert, weil wir ja nur eine Teilsanierung vornehmen mussten, da bei uns zum Beispiel der Heizkessel, Dach und Fassade noch ok waren. Wir haben auch die Seiten vom Keller nicht aufgegraben und abgedichtet. Da fielen also große Preistreiber weg.
 
V

VSäntis

Wenn 1200€/m² nicht mehr aktuell sind und die Preisspanne eher nach oben geht (ist uns bewusst) dann liege ich mit meiner Schätzung garnicht soooo weit weg denke ich. Wie gesagt ich gehe davon aus das wegen der Entfernung nicht mehr drin ist als am Anfang den Abbruch (in Abhängigkeit davon was bestehen bleiben kann) und dann zwischen durch hier und da hilfsarbeiten. Gartenanlage wird in Folgejahren in eingenregie gemacht, der ist aber so oder so in einem sehr guten Zustand.
Wenn es an Energetische Sanierung geht, was sind da die Hauptpreistreiber? Wir werden mit einem Energieberater noch eine Ortsbegehung machen, aber ich wüsste vorher gerne schon bisschen was. Macht die Gespräche immer etwas einfacher.
Eine Frage, wieviele Antworten muss ich Posten damit ich PM schreiben kann?
 
J

Joedreck

Preistreiber kann alles sein. Eine Aufsparrendämmung kostet richtig viel. Eine Zwischen-und Aufsparrendämmung in EL kostet erheblich weniger.
Fassade ist teuer.. 20-30k aktuell schätze ich. Fenster im ähnlichen Rahmen.
 
Winniefred

Winniefred

Wie gesagt, ich würde fast sagen man kann derzeit kaum kalkulieren. Einige Preise, zB beim Holz, sollen ja schon wieder gefallen sein. Wegen Corona ist es jetzt und sicher auch noch lange Zeit in einigen Bereichen einfach nicht klar, wann es wieder was und in welcher Menge gibt. In der Tagesschau war heute ein Artikel, dass es selbst schon bei Waschmaschinen anfängt und manche Radhersteller Bestellungen aus dem letzten Jahr anhängig haben und bei vielen anderen Dingen ist das eben auch so. Sicher ist es immer besser immer vom worst case auszugehen und am Ende was übrig zu haben. Aber genauso könnte es auch besser kommen als gedacht. So oder so, egal ob neu bauen oder sanieren, es ist im Moment keine gute Zeit. So jedenfalls mein Eindruck.

Ich glaube übrigens es ist immer besser, wenn der Handwerker genauer sehen kann, was ihn erwartet, heißt Rohbau ist natürlich super bzw eben so weit zurückgebaut, wie es dann sein soll. Und jemand schrieb die sind auch froh, wenn sie sowas nicht mehr machen brauchen, das war auch mein Eindruck. Handwerker können sich ihre Kunden aussuchen und da ist ein unkomplizierter schon nackig gemachter Rohbau natürlich gerne gesehen, vermute ich mal. Auch nervige Vorarbeiten zB Schlitze ziehen bei der Elektrik....da schien es mir auch so als seien die Firmen froh wenn das schon gemacht war.
 
Winniefred

Winniefred

Wir hatten Anfang des Jahres nen Kostenvoranschlag für eine Dachneueindeckung mit Aufsparrendämmung, Biberschwanz, 3-Seiten-Walmdach, Hausaußenmaße grob 8x6 etwa und einem Rettungsfenster....39.000€....
Tja, da schluckt man schon. Ginge noch ein bisschen günstiger mit billigeren Ziegeln, aber die Profis lassen sich gut bezahlen.
 
V

VSäntis

39000 ist schon ein Wort. Das Haus ist 9x10 glaub und hat soweit ich das beurteilen kann ein Krüppelwalmdach + eine Gaube. Darf ich fragen in welcher Region euer Haus steht ? Diese hier steht im Kreis Konstanz...keine Niedrigpreis Region glaub ich.
 
Winniefred

Winniefred

Wo wir wohnen möchte ich hier nicht schreiben, aber wir wohnen in einer Großstadt mit saftigen Immopreisen. Bei uns direkt ist ist der BRW gerade bei um die 500€, paar Meter weiter derzeit 950€.
 
V

VSäntis

So am WE steht eine Besichtigung für uns an. Auf was achte ich beim durchgehen am besten? Gibt es Ecken in einem Haus auf die man speziell achten sollte?
 
V

VSäntis

So Besichtigung ist durch. Erster Eindruck: viel zu tun! Zweiter Eindruck: das wird schön!
Jetzt mal ernsthaft, ich hatte hier am Anfang 250-300t€ als grobe Einschätzung unserer Seits in den raum geworfen, ohne das wir das gute Stück von innen gesehen haben. Jetzt bin ich mir nicht mal mehr sicher ob das reicht....das Dach sieht von von innen sehr gut aus, muss aber halt gedemmt werden da man von innen die lattung sieht und wir gerne einen Raum draus machen würden. Aber unterkonstruktion ist tadellos. Die beiden Wohnungen sind vom Schnitt kauf so zu lasssen, aber es gibt keinen Stuck oder alte schöne Böden die man kaputt machen würde. Das erhaltungswürde ist außen. Das was innen zu erhalten wäre sind die Treppen und der Eingangsbereich. Zur großen Baustelle, der Keller. In einem Raum des Kellers läuft Diagonal ein Stützwerk durch das nachträglich eingezogen wurde. Das stimmt nicht hoffnungsvoll. Außerdem war da der Holzwurm in anderem Gebälk. Ich habe kein frischen Staub gesehen oder übergroße Löcher, aber klassische anzeichen eines Wurmbefalls (wie gesagt Zeitachse unklar) sind da. Hier und da sind kleine risse in der Fassade, aber die wurde vor 30 Jahre gemacht, bzw neu gestrichen.
So, nu?
 

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Winniefred

Winniefred

Zum Holzwurm....tja, das ist so eine Sache. Man müsste wissen, ob es ein alter Befall ist. Grundsätzlich aber kein riesen Problem, solange der Befall nicht immens war. Das müsste sich halt jemand vor Ort anschauen und prüfen. Wir haben auch alten Befall an einer Treppe.

Das mit dem Keller klingt komisch, hast du da Fotos? Zu den Rissen außen kann ich nichts sagen. Du sagst die Fassade wurde "erst" vor 30 Jahren gemacht, d.h. da hat sich danach noch was bewegt. Das zusammengenommen würde mich schon dazu bringen da genauer hinzuschauen, also eine Stüzte im Keller plus relativ neue Risse außen. Hm.

Die Fenster und die Fassade sehen richtig toll aus. Hammer.
 
S

Sir_Batman

Also spontan zum Dach: Wir haben ein wesentlich größeres, bauen eine Gaube und mehrere Fenster ein. Das kostet ca. 100k incl. Ausbau zu Wohnzwecken. Was willst du denn damit machen? Nur Geschossdecke dämmen und ggf. Ein paar Balken austauschen sollte nicht viel kosten, wenn es ansonsten dicht ist. feuchtigkeitsschäden würdest du sehen.

Bei uns hätte das ca. 10k gekostet.
 
V

VSäntis

Plan wäre dämmen und ausbauen zu wohnzwecken und neu decken. Evt Dachfenster. Aber es sind in den Wänden 2 Fenster drin. Ich hoffe mal da liegen wir nicht bei 100k. Ausbau könnten wir selber machen, liegt nicht im Bereich "muss bei Einzug fertig sein". Dach ist halt kein einfaches Satteldach sondern ein krüppelwalm. Im Bild ist die Rückseite zu sehen. Vorne ist noch eine Gaube.
 

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Winniefred

Winniefred

Das Haus sieht wirklich toll aus, das ist ein Schmuckstück. Mich macht nur stutzig, dass das von außen so toll gemacht wurde und innen nix Besonderes mehr sein soll? Also gerade bei den Böden und Fliesen würde man bei dieser Außenansicht doch innen was Besonderes erwarten.

Wir haben ein Walmdach auf 3 Seiten, das ist halt sicherlich aufwändiger für den Dachdecker. Aufwändiger als ein 0815-Satteldach, wo es immer nur geradausgeht. Sicherlich kostet das Neudecken dann etwas mehr, auch durch diese kleine Gaube und eben die besondere Form.
 
V

VSäntis

Ich sag mal so, es wurde in den 70/80ern in zwei Wohneinheiten umgebaut. Es wurden damals üblichen Materialien verwendet. Die Türen sind noch richtig schön, der Eingang ist super, auch mit altem Boden und alten Treppen. Aber es wurden wände versetzt und Stuck etc war da keiner oder wurde nicht erhalten. Decken sind jetzt auch nicht 2.80m oder höher wie zu erwarten war gibts auch nicht. Anders im Keller. Da fühlt man sich wie in eine Halle. Fenster sind Holz, die wurden renoviert (gestrichen und neu doppeltverglast). Das würde mich richtig nerven wenn man die raus machen müsste/sollte. Kann man die energetisch verbessern?
 
S

Sir_Batman

Wie gesagt, wir bauen eine Gaube ein. Alles muss aufgedoppelt werden. Das ist bei euch ja nicht der Fall. Wie hoch ist denn der Dachboden? Lohnt sich das für Wohnzwecke?
 
V

VSäntis

So lange ist es her das ich was zu unserem Projekt geschrieben habe. Wir hatten jetzt ein Termin mit Architekt, Statiker und Zimmermann. Long Story short, unser Budget das ich am Anfang genannt hatte wird lange nicht reichen. Und es geht hier nicht um krasse umbauten und aufregende Eingriffe in den Grundriss, sondern um die Vorgeschriebenen Sanierungsarbeiten wie Dach dämmen und Kellerdecke. Dazu kommt das der Keller feucht ist und die Balken angefressen. Sprich die angefressenen Balken liegen auf feuchten Wänden die auch im Fall einer Wand, relativ bunt sind (Schimmel?). Der Statiker meinte das es OK ist aber halt auch nicht super aussieht, es bricht jetzt nichts zusammen aber ideal ist das nicht. Dachstuhl ist tadellos und kann gut gedämmt werden (Aufsparren). Ganz am anfang mal genannt waren 250-300t€, der Architekt meinte wir liegen eher bei 400t€. Grob Überschlagen kam ich dann auf 350t€ mit ca 100 Tagen Eigenleistung.
 
Winniefred

Winniefred

Das müsstest du jetzt bitte mal genauer aufschlüsseln. Für was wurde wieviel kalkuliert?

Der feuchte Keller ist dann also eher ein nasser Keller, wenn da schon die Balken wegfaulen. Das ist natürlich ein Problem und Kostentreiber. Kellerdecke dämmen ist ja an sich günstig und gut ein EL machbar. Klar, das Dach kostet, das hatten wir hier ja schon thematisiert. Wie man da aber 400t€ loswerden will, würde mich schon sehr interessieren!
 
Zuletzt aktualisiert 27.01.2022
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