Altbausanierung Haus Bj1916 MFH zu EFM Erfahrungen

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J

Joedreck

Wo man viel sparen kann, ist das Entkernen. Container auf den Hof, Schutzausrüstung an, gutes Werkzeug besorgt und Vollgas.
Entsorgung und Arbeit von den Firmen ist sehr teuer, da viel Arbeit.
 
Winniefred

Winniefred

Abriss ist sauviel Arbeit, schwere Arbeit. Die Werkzeuge sind teuer, Container und Entsorgung auch. Da muss man schon in der Nähe wohnen. Am WE hat man abzüglich des Sonntags und der Mittagszeit kaum die Chance das als WE-Projekt gestemmt zu bekommen. Beim Abriss ist eigentlich alles laut und staubig. In diesem Fall wohl eher nicht so gut möglich.
 
Winniefred

Winniefred

Und bei einer echten Kernsanierung, was soll denn ungeplantes kommen? Wenn man tatsächlich selbst die Decken komplett entkernt, neues Dach usw. da hat man am Ende noch den Dachstuhl und die tragenden Wände stehen. Sofern es an diesen grundlegenden Dingen keine gravierenden Mängel gibt, hält sich die Chance auf böse Überraschungen doch eher in Grenzen (?).
 
11ant

11ant

Container auf den Hof, [...] Entsorgung und Arbeit von den Firmen ist sehr teuer,
Was sagt denn Deine Erfahrung dazu, in welchem Maße sinnvoll möglich ist, dabei mit "Mülltrennung" zu sparen, also
1. was machen die Preisstufen der Abfallqualitäten für die Deponierung aus und
2. werden sie nicht dadurch kompensiert, mehrere Container zu benötigen sowie
3. ist das arbeitsökonomisch eher eine Theoretikeridee ?
 
J

Joedreck

Was sagt denn Deine Erfahrung dazu, in welchem Maße sinnvoll möglich ist, dabei mit "Mülltrennung" zu sparen, also
1. was machen die Preisstufen der Abfallqualitäten für die Deponierung aus und
2. werden sie nicht dadurch kompensiert, mehrere Container zu benötigen sowie
3. ist das arbeitsökonomisch eher eine Theoretikeridee ?
Ich habe nichts getrennt. Lediglich Sondermüll natürlich.
Übrigens sind weder die Geräte, noch die Entsorgung, noch sonstwas besonders teuer. Meine Erfahrung mit 2 Sanierungen zeigt, dass man hier sehr wohl, sehr sinnvoll sparen kann. Containerkosten sind 2 Anrufe weit entfernt. Und Firmen habe ich auch leichter gefunden. Sowohl sanitär als auch Elektrik waren froh das nicht übernehmen zu müssen.
Nachbarn informieren und Vollgas.
 
Winniefred

Winniefred

Tja das deckt sich gar nicht mit unseren Erfahrungen. Wir haben zighunderte Euro in Werkzeug investiert, teilweise auch nur geliehen weil die Anschaffung zu teuer gewesen wäre, oder wir haben sie bei der Familie geliehen. Container sind zumindest bei uns auch gut teuer. Mischmüll ist fast unbezahlbar, also trennt man, dann braucht man aber mehrere Container - muss man den Platz haben. Und die Nachbarn wochenlang sonntags mit Abriss zu nerven, kann man machen, muss man vllt aber auch nicht^^. Wir haben letztlich vieles dann mit dem Hänger selbst zur Deponie gefahren und so unterm Strich tatsächlich gespart, nämlich den Container und konnten so getrennt abfahren. Aber das frisst alles so unglaublich viel Zeit...wir haben nur 3km von der Baustelle entfernt gewohnt und konnten auch unter der Woche malochen. Keine Ahnung, vllt kommt es auf die Gegebenheiten an, aber ich kann nicht sagen, dass ich das weiterempfehlen würde in dieser Konstellation, also wenn man nicht vor Ort lebt.
 
V

VSäntis

Projektstart wäre voraussichtlich Mitte 2022. Ich hätte jetzt den Plan gehabt innerhalb 14 Tage den Rückbau Innen zu machen. Werkzeug ist vorhanden und in der Zeit in der nähe wohnen ist auch kein Problem. Würdet ihr erst mit den jeweiligen Handwerkern für die verschiedenen Gewerke eine Ortsbegehung machen und dann den Rückbau, oder den Handwerkern den Rohbau zeigen? Und macht ein Architekt auch den Ansprechpartner vor Ort oder brauch man da eine weitere Partei?
 
M

Myrna_Loy

14 Tage ist für einen Rückbau meiner Erfahrung nach (inzwischen drei derartige Sanierungen) zu knapp bei 170 qm. Es sei denn, ihr seid 5-6 Leute.
Besteht Denkmalschutz? Wurde das schon geprüft?
 
Winniefred

Winniefred

Habt Urlaub und genug Leute? 14 Tage sind sonst kaum machbar.

von Architekten habe ich leider keine Ahnung.

Aber Handwerker würde ich so schnell wie möglich suchen. Die sind mitunter bis 1 Jahr voll. Vor allem die ganz wichtigen wie Dachdecker, Sanitär und Elektro würde ich bald suchen. Allerdings muss man ja dann auch erstmal wissen was gemacht werden soll. Und dafür braucht ihr wiederum den Architekten. Da müsst ihr euch mal eine sinnvolle Reihenfolge überlegen.
 
B

barfly666

Am besten Dach, Wände entfernen, dann liegt der Keller frei, den man dann problemlos ausbagetn kann, dann einfach alles wieder zurück bauen ….

Ernsthaft, mir blutet das Herz wenn ich hier von einer Totalkernsanierung höre. Wenn ich das mit Autos vergleiche, da will sich einer einen Mercedes Flügeltürer zulegen, erstmal den originalen Lack abschleifen, weil hier und da paar Bläschen sind, Türen raus (sind nicht zeitgemäß und unpraktisch) dafür paar Zubehör Carbon Normaltüren rein, E-Motor mit 300 PS (der Umwelt zuliebe) rein, Fahrwerk neu, LED Lampen rein, altes Wurzelholzamaturenbrett raus und was mit Navi und 15“ Display rein, Bose Soundanlage nicht vergessen, usw.

So ein altes Haus hat Charakter und man hat es nicht für sich alleine, sondern gibt es irgendwann mal weiter ….

Wenn da neue Fenster eingebaut sind, kann es doch keinen Renovierungsstau geben!? Altes Pfarrhaus ist bestimmt keine nichterhaltungswürdige Abrissruine …. hier sollte man behutsam drangehen (nicht gleich den Fischgrätenparkett rausreißen, um da paar Baumarkt 2,5 m x 2,5 m Fliesen auf ner Fussbodenheizung draufzukloppen, usw.), klar z.B. Dach dämmen, Heizung wenn nötig auf den neusten Stand, Wasserleitungen … aber vorher wird ja auch schon jemand darin gewohnt haben, wie kommt das das das Haus von heute auf morgen unbewohnbar ist, als das man da 300T€ für die Sanierung versenken möchte?

würde gerne mal Bilder von dem Objekt sehen ….
 
S

Sir_Batman

Ja so ist unser Plan. Alles raus bis auf die blanke Mauer und dann los geht's. Ich würde ja gerne eine Pv in Kombi mit einer Wärmepumpe installieren, habe aber gelesen das sei nicht so einfach in einem altbau. Ich gehe quasi ungesehen von 250-300t€ kosten für die Renovierung aus.
wir sanieren und erweitern unseren Altbau von ca. 150 auf 200 m2. Dabei wird das Kaltdach ausgebaut und neue Fenster und Gauben entstehen. Die Kostenschätzung des Architekten liegt bei etwa 300 TEUR incl. zwei Vollbädern, sämtlicher Fußböden, Fenstern, Leitungen, Elektrik, Fassade, Malerarbeiten und dem kompletten Rückbau für alle notwendigen Dinge. (Tapeten, Abbruch, Änderungen Grundrisse, etc. )

Wir dämmen die Fassade nicht und werden auch keine Fußbodenheizung einbauen. Als Heizung wurde seitens Energieberater und Architekten dennoch nicht von einer Wärmepumpe abgeraten. Ich bin hier auch unsicher.

Abbruch, Elektrik, Fliesenarbeiten, Sanitär und Leitungen übernehmen wir selbst bzw. können auf die Familie zurückgreifen. An die Holzbalkendecken und Fußböden werde ich mich selbst machen.
Die übrigen Arbeiten laufen dennoch auf ca. 180 TEUR aus.

Wenn du Fragen zu einzelnen Gewerken hast - ich antworte detaillierter gerne per PN.
 
Winniefred

Winniefred

Mich würden hier Bilder auch sehr interessieren!

Ich würde an eurer Stelle erstmal ganz in Ruhe nachdenken, was es denn am Ende werden soll. Ich finde nämlich auch: Rausgerissen ist schnell, aber manches bekommt man in der Qualität und aus dem Baujahr auch nie wieder. Böden, Stuck, ggf Holzelemente an der Fassade und solche Dinge. Braucht ihr unbedingt schwingungsfreie Decken? Manchmal kommt Fachwerk oder erhaltenswerter Holzständer zum Vorschein, den man wunderschön zur Geltung bringen kann. Alte Böden ebenso. Die sind oft völlig verschandelt, aber nach einer Sanierung unglaublich schön (und in der Neuanschaffung sagenhaft teuer). Wir haben zB eine Dachbodentreppe original gelassen inkl. des wunderschönen Beschlags. Das war die einzige erhaltene Tür im Haus. Wir haben im DG das Holzständerwerk offen, was wunderschön aussieht. Oder vllt hat das Haus Lehmputz, den kann man abmachen, neu einschlämmen und wieder dranmachen. Ist zB auch in der Neuanschaffung nicht billig und hat sehr gute Eigenschaften. Nicht zuletzt kann man hier an die sagenumwobene Nachhaltigkeit denken: Alles, was man nicht neu kauft, sondern weiter/wiederverwertet, hilft. Alte Materialien und Bauweisen sind wunderbar ökologisch und zeitlos. Wir haben gestaunt wie schön unsere Treppen sind, als wir sie freigelegt hatten.
Nicht zuletzt lässt sich hier oft eine Menge Geld sparen, wenn man das ordentlich plant und durchdenkt.

Noch ein Tipp zu den Handwerkern: Fragt die Unternehmen nach Unternehmen, mit denen sie öfter zusammenarbeiten. Wenn die sich kennen, klappt die Zusammenarbeit oft besser. Nicht selten sind das Familienmitglieder. Wir haben zB unseren Schornsteinfeger über den Sanitärbetrieb, weil das sein Cousin ist.

@Sir_Batman Der Archi hat also 1500€/m2 geschätzt, wenn ihr bei den 200m2 alles machen lassen würdet, ihr kommt nun dank der Eigenleistung auf 900€/m2?
 
11ant

11ant

Wir haben im DG das Holzständerwerk offen, was wunderschön aussieht. [...] Wir haben gestaunt wie schön unsere Treppen sind, als wir sie freigelegt hatten.
(Wo) sieht man das im Hausbilderthread ?
Noch ein Tipp zu den Handwerkern: Fragt die Unternehmen nach Unternehmen, mit denen sie öfter zusammenarbeiten. Wenn die sich kennen, klappt die Zusammenarbeit oft besser. Nicht selten sind das Familienmitglieder. Wir haben zB unseren Schornsteinfeger über den Sanitärbetrieb, weil das sein Cousin ist.
Genau. Und keine Angst, daß da jemand einen Kameraden empfiehlt, der nichts taugt. Wenn es eigene Weiterempfehlungen kosten würde, tut man das noch nicht einmal für den eigenen Cousin.
 
Winniefred

Winniefred

Ich habe von unserem Haus bisher keine Bilder online gestellt. Mit einem 100m2-REH reißt man bei den Luxusbuden da im Thread auch nix :eek: :D
 
H

Hutchinson123

Ich habe von unserem Haus bisher keine Bilder online gestellt. Mit einem 100m2-REH reißt man bei den Luxusbuden da im Thread auch nix :eek: :D
Ich würde es gerne sehen :)

Haben gerade ein RMH gekauft und bin daher sehr interessiert.
Habe mittlerweile gelernt, dass man sich für ein Reihenhaus ganz und gar nicht „schämen“ muss ;)
 
Winniefred

Winniefred

Ich denke mal drüber nach. Noch sind wir auch nicht fertig. Es fehlt noch die Haustür, 3 Fenster, im EG der neue Putz, neue Vordächer, neu streichen die Fassade uvm. Aber wir machen den Rest aus dem laufenden Einkommen und so geht es eben step by step.

Im Übrigen schäme ich mich kein Bisschen für unser Haus, ich liebe unser Häuschen und bin eng mit der alten Dame verbunden, eben weil wir das Meiste selbst gemacht haben :). Aber für manche fällt 100m2 Reihenendhaus für 4 Personen ja unter sozialen Wohnungsbau :D.
 
11ant

11ant

Ich denke mal drüber nach. Noch sind wir auch nicht fertig. Es fehlt noch die Haustür, 3 Fenster, im EG der neue Putz, neue Vordächer, neu streichen die Fassade uvm. Aber wir machen den Rest aus dem laufenden Einkommen und so geht es eben step by step.
Im Übrigen schäme ich mich kein Bisschen für unser Haus,
Ich schaue immer wieder gern in den hiesigen de facto Baublog von @LordNibbler https://www.hausbau-forum.de/threads/sanierung-bestandsimmobilie-unser-weg-zum-haus.31363/ - da gibt es nichts zu schämen. Den Mut noch nicht gefunden habende Gleichgesinnte brauchen genau solche Anregungen zum Nachmachen !
 
Zuletzt aktualisiert 27.01.2022
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