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ᐅ Abgehängte Decke dämmen? Wärme der Deckenspots?

Erstellt am: 29.09.25 17:24
O
Obereiche
Hallo Leute,

das Thema Dämmung in unserem Holzrahmenbau treibt mich noch in den Wahnsinn.
Nachdem ich überall gelesen habe, dass selbst bei der Installationsebene drauf zu achten ist, dass es keine Fehlstellen in der Dämmung gibt, da dort dann ungehindert Luft zirkulieren könnte etc., habe ich mir auch hier besondere Mühe gegeben das zu verhindern (was bei den ganzen Rohren, Kabeln und Lüftungsschächten schon schwierig genug war).

Nun hat mir der Elektriker den Auftrag gegeben, bei den abgehängten Decken, die Schallschutzdämmung (Steinwolleplatten) nicht in voller Balkenstärke auszuführen, sondern noch etwas Platz zu lassen, damit die Wärme der Deckenspots abgeführt werden kann.
Entsteht hier denn dann aber nicht auch wieder genau jene Fehlstelle? Oder spielt das keine Rolle, weil die Decke darüber keine Außenwand ist?

Und wie verhält es sich beim First unter'm Spitzboden?
Laut Dämmstoffherstellern sollte unterhalb der Firstpfette am besten nochmal eine waagerechte Dämmebebe eingezogen werden (weil der First ja eine besonders kritische Stelle ist), aber hier könnte ich ja dann ebenfalls keine Spots unterbringen.
Tolentino02.10.25 14:51
Ja, leisten habe ich auch nicht, weil sich meine Frau gewehrt hat.
Aber Paneele finde ich gut. Hätte im nachhinein gern mehr Wandauslässe mit Paneelen gemacht. Naja in 20 Jahren beim Renovieren vielleicht.
O
Obereiche
07.10.25 22:09
Gleiches Thema, andere Stelle:

im Badezimmer im Erdgeschoss ist eine Ecktoilette mit entsprechender Vorwand installiert.
In der abgewinkelten Ecke verläuft das Abwasserrohr zum Badezimmer der darüberliegenden Etage.
Nach unten durchdringt das Abwasserrohr die Betondecke (selbstverständlich luftdicht) in den unbeheizten Keller.
Die Kellerdecke rund um den Spülkasten und das Abflussrohr habe ich mit einer 16cm starken Dämmschicht aus Glaswolle belegt. Alle angrenzenden Wände sind Innenwände.

Im Netz lese ich nun überall "Unbedingt den kompletten Raum hinter der Wand von der Kellerdecke bis zur Zimmerdecke mit Dämmung ausstopfen. Ansonsten entstünde dort ein kaltes Loch mit Temperaturunterschieden zum warmen Bad mit der Folge Kondenswasser etc."

Das ist ja aber doch genau das gleiche Lied wie mit der angehängten Zimmerdecke oder nicht?
N
nordanney
07.10.25 23:23
Obereiche schrieb:

Das ist ja aber doch genau das gleiche Lied wie mit der angehängten Zimmerdecke oder nicht?
Nö. Die ungedämmte Leitung kann sich wie die Flasche Bier verhalten, die du im Sommer aus dem Kühlschrank holt. Es kann Feuchtigkeit aus der Luft dran kondensieren.
Wahrscheinlichkeit? Sehr gering. Das Problem kommt gerne bei innen liegender Regenwasserabflüsse. Im Herbst werden die bei Regen eiskalt und eine können nass werden.
Für solche Fälle nimmt man für ganz kleinen Aufpreis ein gedämmtes Rohr - sowohl für die Geräusche als auch wegen des möglichen Kondensates (verschiedene Hersteller). Oder klebt einfach Dämmung auf (diverse verstehe).
O
Obereiche
08.10.25 09:20
Das Rohr selbst ist ja bereits gedämmt. Das hat der Installateur direkt gemacht.
Es geht um den Hohlraum in der abgestellten Ecke, sozusagen, der Innenwand vor der Innenwand (die Richtung Keller jedoch quasi eine Außenseite hat).
N
nordanney
08.10.25 10:22
Obereiche schrieb:

Das Rohr selbst ist ja bereits gedämmt. Das hat der Installateur direkt gemacht.
Es geht um den Hohlraum in der abgestellten Ecke, sozusagen, der Innenwand vor der Innenwand (die Richtung Keller jedoch quasi eine Außenseite hat).
Wenn du Sorgen hast, dann füll auf. Bitte alle Hohlräume - also auch Wohnzimmer, Küche etc. Denn sonst hast du überall das Problem mit Schimmel. •Ironie aus•
O
Obereiche
04.11.25 19:00
Ich habe mich mittlerweile noch ein bisschen belesen und das sinnvollste wird tatsächlich sein, die Dämmung wieder herauszuholen und die Kellerdecke hinter der Vorwand blank zu lassen.
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Kellerdecke durch die warme Raumluft etwas mitbeheizt wird und so erst gar kein Kondensat entsteht und falls doch, dann bildet sich die Feuchtigkeit ja maximal auf der Kellerdecke wo sie erstmal nichts kaputtmachen und bei Gelegenheit auch wieder in den Raum zurückdiffundieren kann.
Dafür sind die OSB-Platten vor dem Spülkasten allerdings hinderlich, denn die sind diffusionsdicht (wenn auch nur einigermaßen, da ja nicht abgeklebt o.ä.). Ich brauche sie aber, um daran meinen Rigips befestigen zu können, denn die Spannweite von einer Ecke zur anderen ist für die Rigipsverschraubung zu weit und am Spülkasten kann ich ja nichts verschrauben.

Oder habt ihr noch eine andere Idee, wie ich den Kasten diffusionsoffen verkleiden kann?
Und macht das überhaupt Sinn, weil er später ohnehin gefliest wird (zwar sind die Fliesen ja diffusionsdicht, aber die Fugen nicht)?
Installierter Geberit Spülkasten in Wandnische während Bauarbeiten
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