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ᐅ 1 Jahr Lüftungsanlage, Klarheit, Fakten, Stromkosten

Erstellt am: 27.08.13 23:56
B
Bastelwastel
Hallo dies ist mein erster Beitrag hier im Forum,

dieser Beitrag soll allen unentschlossenen mit Praxisfakten versorgen!

Wir wohnen in unserem Neubau nun seid 2,5 Jahren und ab August letzten Jahres habe ich immer fleißig den Gaszähler abgelesen und in eine Tabelle eingetragen. Ich habe die Ist-Verbrauchswerte mit dem Prognostizierten Werten aus dem Energiepass verglichen, das Ergebnis ist eine schöne Verbrauchsstatistik für den Abrechnungszeitraum 2012/2013.

Zum Haus:

Einfamilienhaus 2 geschossig mit 220 qm zzgl. Vollkeller.
Keller Wasserdichter Beton Dämmung ?
EG und OG Mauerwerk Hohlkammerziegel, Dämmung 0,35 von Knauf 15 cm (die Schwarze)
Fenster 3 Fach verglast mit Außenrollos große Fensterfront nach SW
Heizung: Fußbodenheizung, Gasbrennwert mit Solar Warmwasser und Heizungsunterstützung
Lüftung: Paul Novus 300 (mit Touchdisplay)

Wir mussten uns damals bei der Planung recht stark durchsetzten was die Lüftungsanlage angeht, denn auch für unseren Architekten war das damals Neuland. Und Heute kann ich nur sagen JA das Geld war es wert.

In unserem Energiepass der vom Statiker erstellt wurde, wurde die Lüftungsanlage nicht mit berücksichtigt. Wir kamen auf einen Wert von 69 kWh/qm a.

Nun ist "endlich" das Abrechnungsjahr von E.On zu Ende und ich konnte die Auswertung machen.

Trotz des recht langen Winters (April und Mai haben wir viel mehr verbraucht als in der E-Passprognose) kamen wir auf einen Verbrauchswert von 56 kWh/qm a. Da die Brauchwasserenergie mit in diese Zahl einfließt ist auch die Personenzahl entscheidend. Wir wohnen mit zwei Erwachsenen und zwei kleinen Kindern in dem Haus.

Da ich vorher bei der Elektroinstallation zwei kleine Stromzähler (so groß wie ein Sicherungsautomat) eingebaut habe, weis ich genau wie viel die Lüftungsanlage und wie viel die Heizung und Solaranlage mit allen Pumpen etc. verbraucht haben.

Lüftung 323 kWh
Heizung 383 kWh

Zur Lüftung allgemein ist zu Sagen: Nur genial!

Die Novus 300 wurde bei uns auf die Normallast 60% eingestellt und sie läuft jeden Tag. Nachts auf Stufe 1 (Leistung 20%) und wenn nötig Stufe 3 ( habe ich auf 100% eingestellt)

Der Komfortgewinn macht sich hauptsächlich im Winter bemerkbar.
Ein Beispiel:

Abends Geduscht oder Gebadet, alles ist nass. Was macht man wenn man fertig ist? Fenster auf und die -10 Grad kalte Luft rein lassen oder nur auf Kipp und dann vergessen zu schließen und am nächsten Morgen friert man auf der Klobrille fest und das Thermostat am Heizkörper macht durch den Frostschutz volle Pulle.
ABER! nicht bei uns, denn wir lassen das Fenster zu und die Lüftungsanlage macht den Rest (dann aber auf Stufe 2) morgens ist dann nicht muffig und alles ist trocken.

2. Beispiel
Wir haben im EG einen Hauswirtschaftsraum mit einem Abluftventil und in dem trockenen wir die Wäsche und das geht durch den permanenten Luftaustausch sehr schnell und die Fenster bleiben zu (Top für alle mit Pollenallergie)

Was ich schon oft gehört habe, das einige Angst haben es könnte ziehen an den Türen oder pfeifen. Das Problem haben wir nicht, auch nicht bei Volllast. Bei den Glastüren wurden einfach die Zargen gleich etwas höher gesetzt um den Luftspalt zu realisieren. Man kann den Luftzug am besten mit einem Feuerzeug demonstrieren oder mit nassen Füßen direkt an der Badezimmertür stehen, dann merkt man was.

1 Negatives Problem
Ich habe zu und Abluft durch die Kellerlichtschächte nach außen gemacht ("spezielle Kellerfenster") eigentlich kein Problem, aber an dem Schacht mit der Abluft ist natürlich das Luftgeräusch gut zu hören und dort ist auch die Terrasse, das nervt ein wenig. Aber wenn wir im Sommer dort sitzen, machen wir die Anlage einfach aus oder auf Stufe1


Ich könnte noch viele weitere positive Beispiele nennen.


Wenn jemand Fragen hat könnt ihr mich gerne anschreiben! Ich freue mich wenn ich helfen kann.

P.S.: Ich bin kein Verkäufer und habe absolut NICHTS mit den genannten Firmen zu tun!
T
T21150
21.11.15 15:55
Hi Joachim,

Kaminofen und Lüftungsanlage sind DIBT zertifiziert für Raumluft-unabhängigen Betrieb. Die Lüftungsanlage hat einen "Feuer-Booster" und eine Feuerstätten-Funktion. Die nutzen wir auch.

Somit hat unser BSFM davon abgesehen, einen Differenzdruckwächter zu fordern.

Es gibt jedoch sonst keine Tricks.....es hängt vom BSFM ab. In seinem Ermessen hätte er das auch fordern können.

LG Thorsten
M
M. O.
22.11.15 14:05
Hallo Joachim,

es gibt keinen "Trick" wie du es schreibst, hierzu gibt es klare Normen und Regeln. Man kann lediglich unterscheiden in raumluftabhängige Feuerstätten. Bei denen ist zwingend eine geeignete Abschaltung vorzusehen, wobei ich hier meinen Kunden immer einen Druckwächter empfehle und keinen Temperaturwächter. Letzteres hätte zur Folge, dass immer die Lüftungsanlage ausgeschaltet bleibt wenn der Ofen befeuert wird (was macht man dann im Winter). Das Zweite ist eine raumluftunabhängige Feuerstätte. Diese erfordert keine weiteren

Viele Grüße
S
Sebastian79
22.11.15 14:19
Und das ist wieder falsch, denn auch raumluftunabhängige Feuerstätten benötigen einen Druckwächter...

Einzig entsprechend zertifizierte Kamine mit dichten Türen bis xx Pascal benötigen keine Wächter - es sei denn, der Schorni will trotzdem einen, dann muss er trotzdem rein. Kannst nichts dagegen machen...

Ein Druckwächter kostet um die 400 Euro - ist zwar blöd, aber kein Genickbruch. Mussten auch einen installieren...
T
T21150
22.11.15 14:24
PS: Ich habe für meinen Kaminofen vom Hersteller noch eine aktuelle DIBT Bescheinigung eingeholt, bevor der BSFM zur Abnahme gekommen ist. Der Ofen erfüllte die nötigen Voraussetzungen.

Zudem habe ich alle Unterlagen der Lüftungsanlage und des Kamins natürlich parat gehabt, respektive im Vorfeld schon an den BSFM versendet.

Entsprechend zertifizierte Kaminöfen: Muss man sich vor dem Kauf erkundigen.

Ein Kritik-Punkt bei der Abnahme war, dass der Zuluft-Anschluss an den Kamin nicht i. O. war. Dies habe ich dann umgehend beheben lassen (Abdichtung mit Silikon).

Der BSFM hat bei der Abnahme durchaus so etwas wie einen Sachkunde-Nachweis von mir verlangt über grundsätzliche Punkte. Fand ich okay.

Durchaus erlebe ich im Freundes- und Bekanntenkreis aber, dass trotz DIBT zertifizierter Komponenten noch ein Differenz-Druck-Wächter gefordert wird.

Deshalb kann ich nur dazu raten, in der Rohbau-Phase ein entsprechendes 5-adriges Kabel zum Hauswirtschaftsraum zu verlegen, damit die Installation eines derartigen Geräts im Fall der Notwendigkeit recht einfach von statten gehen kann.

LG
Thorsten
S
Sebastian79
22.11.15 14:35
Viel besser wäre es, wenn man den Bezirks-Schorni einfach von Anfang an einbindet, dann ist man auf der ganz sicheren Seite und muss da nichts vorbereiten .

Ich darf sogar den Kamin selbst einbauen, wenn ich es mit Fotos dokumentiere.

Kamine mit einer Zulassung sind übrigens nicht wie Sand am Meer zu haben - wir wollten einen 3-Seiten-Kamin und da fand ich bislang keine einzige Variante, die ein Zertifikat erhielt. Meist waren es nur die Ofen, die sowas hatten...
T
T21150
22.11.15 15:26
Du hast Recht.

Ich hatte übrigens auch den BSFM von Anfang an (Rohbau) mit eingebunden.

Das war durchaus hilfreich. Seinerzeit hat er nur das Thema Druckwächter noch etwas vor sich her geschoben und mich auf die Folter gespannt......Auch mein Kaminbauer und der BSFM haben zusammen gearbeitet / sich ausgetauscht.

Selbst Kaminöfen mit entsprechendem DIBT-Zertifikat sind nicht wie Sand am Meer zu haben.

Bei echten Kaminen wird es noch schwerer.

Das ist kein einfaches Thema. Wahrlich nicht. Es gehört in Fach-Hände, nicht in den Bau-Markt.

LG Thorsten
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