Hallo liebes Forum, liebe Foristen,
ich habe mich heute hier angemeldet in der Hoffnung auf ein paar Tipps hinsichtlich meiner bevorstehenden Baufinanzierung.
Die Ausgangslage ist ein wenig speziell:
Ich bin Single, kinderlos, Mitte 30. Ich habe studiert, sitze nun schon seit einigen Jahren an meiner Doktorarbeit und arbeite "nebenher", einmal ca. 40% im Angestelltenverhältnis mit 1600 Euro brutto und dann noch als Freelancer.
Seit einigen Jahren habe ich eine medizinische Diagnose, die das Potential hat, meine Erwerbsfähigkeit einzuschränken bzw. evtl. auf lange Sicht auch komplett zu negieren (kann sein, muss aber nicht). Eine Berufsunfähigkeitsversicherung über die aktuelle Höhe meines Einkommens ist vorhanden, eine Rechtsschutzversicherung auch.
Da mir meine Situation seit geraumer Zeit große Sorgen bereitet, würde ich mir gerne eine Immobilie kaufen. Meine Eltern unterstützen mich bisher finanziell, je nach dem, wie es gesundheitlich weitergeht, werde ich wohl aber meine Doktorarbeit verwerfen müssen oder eben doch noch fertigstellen. In jedem Fall werde ich dann mehr arbeiten - entweder im Angestelltenverhältnis oder die Selbstständigentätigkeit ausbauen.
Für mich ist aufgrund meiner Situation jegliche Miete (die bei mir nun auch nicht so billig ist) rausgeworfenes Geld, da ich mich absichern möchte. Eigenkapital ist leider nicht vorhanden - ich drücke es mal so aus: es war alles anders geplant ...
Meine Eltern, beide Rentner (Rente zusammen ca. 4200 Euro netto), sind bereit, mich bei dem Hauskauf zu unterstützen, auch, was das Finanzielle angeht. Im Familienbesitz befinden sich zwei abbezahlte Immobilien, einerseits das Elternhaus, das komplett aus jeglicher Finanzierungskiste herausgehalten werden soll, darüber hinaus eine Eigentumswohnung (BJ Anfang Neunziger, permanent in Schuss gehalten und mit solidem Langzeitmietverhältnis), Schätzwert Minimum 200.000 Euro (steht im Einzugsgebiet von Stuttgart, das die letzten Jahre immense Preissteigerungen erlebt - Tendenz also eher nach oben gerichtet). Ein Verkauf der Wohnung wäre möglich, ich möchte das aber verhindern, da die Wohnung natürlich auch eine gewisse Absicherung bietet zwecks meiner Eltern und evtl. gesundheitlichen Problemen.
Ich habe keinerlei Ahnung von Baufinanzierungen, bei meinen Eltern ist es zu lange her, sprich: Unser Wissen ist beschränkt bis nicht vorhanden.
Ich habe nun bereits einige Hypothekenmakler kontaktiert, sowohl telefonisch, per Mail, es haben auch bereits zwei persönliche Treffen stattgefunden.
Vorerst geht es um ein konkretes Objekt, dass ich mir dieser Tage nochmals näher ansehen werde, wenn alles passt, auch kaufen möchte.
Das Haus ist aus dem 18. Jahrhundert, es besteht kein Denkmalschutz, die Bausubstanz ist sehr gut. Das Dach ist in Ordnung, hat aber schon einige Jahre auf dem Buckel. Die Fenster sind keine 10 Jahre alt. Es ist komplett entkernt worden, alle Leitungen und Anschlüsse wurden neu gemacht, d.h. es stehen jetzt folgende Tätigkeiten an:
- Verlegen von Boden im EG (präferiert: Sichtestrich)
- komplette Elektrik (= Steckdosen, Licht - die Leitungen liegen schon)
- neuer Putz (Decke)
- evtl. Fachwerkbalken innen imprägnieren (weiß nicht, ob hier schon etwas gemacht wurde)
- Dielen abschleifen und behandeln im OG
- Ausbau DG (Dämmung und wohnfertig machen) inklusive Dielenaufbereitung analog OG
- Einbau Heizung (welche? noch keine Ahnung)
- Einbau Bad & WC inklusive Boden (präferiert: Sichtestrich)
- Einbau Küche inklusive Boden (präferiert: Sichtestrich)
Architekt, Energieberater, Handwerker werden noch vor dem endgültigen Abschluss des Kaufvertrages hinzugezogen werden, klar.
Kaufpreis inklusive Makler, Notar, Grundsteuer - ca. 75.000 Euro
Sanierungskosten angesetzt auf ca. 65.000 Euro
Mir liegen nun einige Angebote vor und ich blicke wirklich nicht durch, zumal sich die Aussagen der Berater zum Teil deutlich widersprechen.
Z.B. wurde konstatiert, dass KFW-Produkte nicht in Frage kommen, weil ich die Energieeffizienz des Hauses (momentan 300 ergo kurz vor "Schieß mich tot") sicherlich nicht auf einen modernen Neubau trimmen kann mit meinen finanziellen Mitteln. Ein anderer Berater wies darauf hin, dass doch einzelne Produkte der Kfw in Frage kommen würden (einzelne energetische Maßnahmen ohne die Forderung nach einer gesamten Energieeffizienz auf Neubauniveau, Eigenheimförderung).
Bisher spruchreif:
1.) Angebot 1 einer Volksbank über Makler von Dr. Klein (persönliches Gespräch):
141.000 Euro - 1,42 % Sollzinsbindung 10 Jahre, 1,5 Tilgung mit Option auf Erhöhung (muss sein, klar, ist viel zu wenig, würde mir aber vorerst noch Luft verschaffen hinsichtlich meiner Situation, zudem Sondertilgungen über 5% möglich)
Makler empfiehlt Bausparvertrag zwecks Absicherung nach Ablauf der Zeit
Darlehensnehmer: Nur ich, Absicherung über Grundschuld (Wohnung der Familie)
2.) Angebot 2 und 3 über Makler von Interhyp (persönliches Gespräch):
DSL Bank und Commerzbank mit geringfügig unterschiedlichen Konditionen - Empfehlung lautet Commerzbank (wegen örtlicher Filialen und der Besonderheit der Immobilie, die ich erwerben möchte)
Splittung: Darlehen (90.000 Euro) plus KfW-Produkt (Eigenheimförderung - 50.000 Euro); das KfW-Produkt ist hier immer auf 10 Jahre angelegt in jedem Modell.
Modell 1 - 15 Jahre Sollzinsbindung --> DSL Bank 1,99 %, Commerzbank 2,12 %
Modell 2 - 20 Jahre Sollzinsbindung --> DSL Bank 2,2 %, Commerzbank 2,52 %
Darlehensnehmer: Familie (alle drei), Absicherung über Grundschuld.
3.) Angebot 4 über Enderlein (telefonisch und per Mail, noch nicht gänzlich ausdefiniert): 72.000 über DSL Bank mit 20 Jahren Sollzinsbindung 2,04 %, ca. 50.000 über KfW verteilt auf zwei für mich nicht näher ersichtliche Produkte bei einer Sollzinsbindung von 0,78 % und 0,93 %. Betrag ist noch zu niedrig gewählt, es war der erste Makler, den ich gewählt hatte - bevor ich mit einem "wissenden" Bekannten die Sanierungskosten grob durchkalkuliert hatte.
Darüber hinaus wurde noch der Vorschlag einer einfachen Kapitalbeschaffung gemacht mit dem Hinweis darauf, dass somit weniger Formalia anfallen (schwierige Schätzung des Wertes der zu erwerbenden Immobilie im jetzigen Zustand, beglaubigte Auflistung der Sanierungskosten durch Fachmann etc.).
Kann mir wer seine Einschätzung geben aufgrund dieser Angaben? Ich wäre sehr dankbar 🙂
Viele liebe Grüße!
ich habe mich heute hier angemeldet in der Hoffnung auf ein paar Tipps hinsichtlich meiner bevorstehenden Baufinanzierung.
Die Ausgangslage ist ein wenig speziell:
Ich bin Single, kinderlos, Mitte 30. Ich habe studiert, sitze nun schon seit einigen Jahren an meiner Doktorarbeit und arbeite "nebenher", einmal ca. 40% im Angestelltenverhältnis mit 1600 Euro brutto und dann noch als Freelancer.
Seit einigen Jahren habe ich eine medizinische Diagnose, die das Potential hat, meine Erwerbsfähigkeit einzuschränken bzw. evtl. auf lange Sicht auch komplett zu negieren (kann sein, muss aber nicht). Eine Berufsunfähigkeitsversicherung über die aktuelle Höhe meines Einkommens ist vorhanden, eine Rechtsschutzversicherung auch.
Da mir meine Situation seit geraumer Zeit große Sorgen bereitet, würde ich mir gerne eine Immobilie kaufen. Meine Eltern unterstützen mich bisher finanziell, je nach dem, wie es gesundheitlich weitergeht, werde ich wohl aber meine Doktorarbeit verwerfen müssen oder eben doch noch fertigstellen. In jedem Fall werde ich dann mehr arbeiten - entweder im Angestelltenverhältnis oder die Selbstständigentätigkeit ausbauen.
Für mich ist aufgrund meiner Situation jegliche Miete (die bei mir nun auch nicht so billig ist) rausgeworfenes Geld, da ich mich absichern möchte. Eigenkapital ist leider nicht vorhanden - ich drücke es mal so aus: es war alles anders geplant ...
Meine Eltern, beide Rentner (Rente zusammen ca. 4200 Euro netto), sind bereit, mich bei dem Hauskauf zu unterstützen, auch, was das Finanzielle angeht. Im Familienbesitz befinden sich zwei abbezahlte Immobilien, einerseits das Elternhaus, das komplett aus jeglicher Finanzierungskiste herausgehalten werden soll, darüber hinaus eine Eigentumswohnung (BJ Anfang Neunziger, permanent in Schuss gehalten und mit solidem Langzeitmietverhältnis), Schätzwert Minimum 200.000 Euro (steht im Einzugsgebiet von Stuttgart, das die letzten Jahre immense Preissteigerungen erlebt - Tendenz also eher nach oben gerichtet). Ein Verkauf der Wohnung wäre möglich, ich möchte das aber verhindern, da die Wohnung natürlich auch eine gewisse Absicherung bietet zwecks meiner Eltern und evtl. gesundheitlichen Problemen.
Ich habe keinerlei Ahnung von Baufinanzierungen, bei meinen Eltern ist es zu lange her, sprich: Unser Wissen ist beschränkt bis nicht vorhanden.
Ich habe nun bereits einige Hypothekenmakler kontaktiert, sowohl telefonisch, per Mail, es haben auch bereits zwei persönliche Treffen stattgefunden.
Vorerst geht es um ein konkretes Objekt, dass ich mir dieser Tage nochmals näher ansehen werde, wenn alles passt, auch kaufen möchte.
Das Haus ist aus dem 18. Jahrhundert, es besteht kein Denkmalschutz, die Bausubstanz ist sehr gut. Das Dach ist in Ordnung, hat aber schon einige Jahre auf dem Buckel. Die Fenster sind keine 10 Jahre alt. Es ist komplett entkernt worden, alle Leitungen und Anschlüsse wurden neu gemacht, d.h. es stehen jetzt folgende Tätigkeiten an:
- Verlegen von Boden im EG (präferiert: Sichtestrich)
- komplette Elektrik (= Steckdosen, Licht - die Leitungen liegen schon)
- neuer Putz (Decke)
- evtl. Fachwerkbalken innen imprägnieren (weiß nicht, ob hier schon etwas gemacht wurde)
- Dielen abschleifen und behandeln im OG
- Ausbau DG (Dämmung und wohnfertig machen) inklusive Dielenaufbereitung analog OG
- Einbau Heizung (welche? noch keine Ahnung)
- Einbau Bad & WC inklusive Boden (präferiert: Sichtestrich)
- Einbau Küche inklusive Boden (präferiert: Sichtestrich)
Architekt, Energieberater, Handwerker werden noch vor dem endgültigen Abschluss des Kaufvertrages hinzugezogen werden, klar.
Kaufpreis inklusive Makler, Notar, Grundsteuer - ca. 75.000 Euro
Sanierungskosten angesetzt auf ca. 65.000 Euro
Mir liegen nun einige Angebote vor und ich blicke wirklich nicht durch, zumal sich die Aussagen der Berater zum Teil deutlich widersprechen.
Z.B. wurde konstatiert, dass KFW-Produkte nicht in Frage kommen, weil ich die Energieeffizienz des Hauses (momentan 300 ergo kurz vor "Schieß mich tot") sicherlich nicht auf einen modernen Neubau trimmen kann mit meinen finanziellen Mitteln. Ein anderer Berater wies darauf hin, dass doch einzelne Produkte der Kfw in Frage kommen würden (einzelne energetische Maßnahmen ohne die Forderung nach einer gesamten Energieeffizienz auf Neubauniveau, Eigenheimförderung).
Bisher spruchreif:
1.) Angebot 1 einer Volksbank über Makler von Dr. Klein (persönliches Gespräch):
141.000 Euro - 1,42 % Sollzinsbindung 10 Jahre, 1,5 Tilgung mit Option auf Erhöhung (muss sein, klar, ist viel zu wenig, würde mir aber vorerst noch Luft verschaffen hinsichtlich meiner Situation, zudem Sondertilgungen über 5% möglich)
Makler empfiehlt Bausparvertrag zwecks Absicherung nach Ablauf der Zeit
Darlehensnehmer: Nur ich, Absicherung über Grundschuld (Wohnung der Familie)
2.) Angebot 2 und 3 über Makler von Interhyp (persönliches Gespräch):
DSL Bank und Commerzbank mit geringfügig unterschiedlichen Konditionen - Empfehlung lautet Commerzbank (wegen örtlicher Filialen und der Besonderheit der Immobilie, die ich erwerben möchte)
Splittung: Darlehen (90.000 Euro) plus KfW-Produkt (Eigenheimförderung - 50.000 Euro); das KfW-Produkt ist hier immer auf 10 Jahre angelegt in jedem Modell.
Modell 1 - 15 Jahre Sollzinsbindung --> DSL Bank 1,99 %, Commerzbank 2,12 %
Modell 2 - 20 Jahre Sollzinsbindung --> DSL Bank 2,2 %, Commerzbank 2,52 %
Darlehensnehmer: Familie (alle drei), Absicherung über Grundschuld.
3.) Angebot 4 über Enderlein (telefonisch und per Mail, noch nicht gänzlich ausdefiniert): 72.000 über DSL Bank mit 20 Jahren Sollzinsbindung 2,04 %, ca. 50.000 über KfW verteilt auf zwei für mich nicht näher ersichtliche Produkte bei einer Sollzinsbindung von 0,78 % und 0,93 %. Betrag ist noch zu niedrig gewählt, es war der erste Makler, den ich gewählt hatte - bevor ich mit einem "wissenden" Bekannten die Sanierungskosten grob durchkalkuliert hatte.
Darüber hinaus wurde noch der Vorschlag einer einfachen Kapitalbeschaffung gemacht mit dem Hinweis darauf, dass somit weniger Formalia anfallen (schwierige Schätzung des Wertes der zu erwerbenden Immobilie im jetzigen Zustand, beglaubigte Auflistung der Sanierungskosten durch Fachmann etc.).
Kann mir wer seine Einschätzung geben aufgrund dieser Angaben? Ich wäre sehr dankbar 🙂
Viele liebe Grüße!
Musketier schrieb:
Da das Vorhaben auch in einem Nicht-Bauforum steht, in dem ich angemeldet bin, weiß ich dass die Freelancertätigkeit eine Größenordnung einnimmt, die für die Finanzierung nicht unerheblich ist.Puh den Fehler habe ich früher auch mal gemacht, da wird man erstmal mit privaten Nachrichten von unseriösen Verkäufern überflutet. Würde nicht empfehlen, dort jemandem zu trauen, schätze die Wahrscheinlichkeit recht gering ein, da nen wirklich kompetenten Ansprechpartner zu finden. Die Verkäufer "prügeln" sich ja teils schon dort in den Thread.
Zum Thema: Ich würde auch erstmal anzweifeln, ob einen Immobilie überhaupt die richtige Wahl ist. Absicherung kann man auch anders realisieren. Je nach Krankheitsverlauf... wer weiß wie sich Ansprüche und Notwendigkeiten ändern. Vielleicht will man jetzt noch in einer belebten Gegend wohnen, später aber benötigt man dringend mehr Ruhe ... (nur ein Beispiel...). Klar kann man Verkaufen, ist aber immer Stress und nervig und ein Glücksspiel, ob man mit Verlust oder Gewinn rausgeht.
Guten Morgen!
Erst mal alles Gute für deine gesundheitliche Zukunft!
Ganz spontan hab ich mich gefragt, ob sich eine Krankheit, die zu Erwerbsunfähigkeit führt, mit einem denkmalgeschützten Haus verträgt. Ich gehe mal davon aus, dass du dir aber über die möglichen baulichen Einschränkungen, die dich behindern könnten, schon Gedanken gemacht hast.
Außerdem frag ich mich, was dagegen spricht, zumindest das Eigentum an der Wohnung jetzt schon auf dich zu übertragen? Oder dort gar einzuziehen? Wenn letzteres nicht in Frage kommt für dich, würd ich mir trotzdem über eine Schenkung (vorgezogenes Erbe) Gedanken machen und mich zusammen mit den Eltern mal beraten lassen. Auch im Hinblick auf spätere Freibeträge beim Erben könnte eine frühere Schenkung vielleicht sinnvoll sein.
Erst mal alles Gute für deine gesundheitliche Zukunft!
Ganz spontan hab ich mich gefragt, ob sich eine Krankheit, die zu Erwerbsunfähigkeit führt, mit einem denkmalgeschützten Haus verträgt. Ich gehe mal davon aus, dass du dir aber über die möglichen baulichen Einschränkungen, die dich behindern könnten, schon Gedanken gemacht hast.
Außerdem frag ich mich, was dagegen spricht, zumindest das Eigentum an der Wohnung jetzt schon auf dich zu übertragen? Oder dort gar einzuziehen? Wenn letzteres nicht in Frage kommt für dich, würd ich mir trotzdem über eine Schenkung (vorgezogenes Erbe) Gedanken machen und mich zusammen mit den Eltern mal beraten lassen. Auch im Hinblick auf spätere Freibeträge beim Erben könnte eine frühere Schenkung vielleicht sinnvoll sein.
C
Caspar202007.01.17 11:071. die angesetzten sanierungskosten finde ich sehr ambitioniert. Da sollte man noch 30-40k Puffer haben. Insbesondere bei so alten Häusern gibt es immer noch Überraschungen
2. die Beschreibung der finanzierungsaspekte ist einfach nur Wurst. Viele relevante Dinge fehlen. Was für ne Einschätzung erwartetes du da.
3. bezüglich Grundschuld auf 2. Wohnung der Eltern; da solltet ihr euch echt beraten lassen. Insbesondere vor und Nachteile bezüglich. Möglicher Verwertung im Pflegefall etc.
4. deine persönliche Situation ist natürlich nicht schön; aber vor lauter Wald sieht man halt die Bäume nicht
2. die Beschreibung der finanzierungsaspekte ist einfach nur Wurst. Viele relevante Dinge fehlen. Was für ne Einschätzung erwartetes du da.
3. bezüglich Grundschuld auf 2. Wohnung der Eltern; da solltet ihr euch echt beraten lassen. Insbesondere vor und Nachteile bezüglich. Möglicher Verwertung im Pflegefall etc.
4. deine persönliche Situation ist natürlich nicht schön; aber vor lauter Wald sieht man halt die Bäume nicht
C
Caspar202007.01.17 11:09Was das andere Forum angeht. Gibt da schon ein paar die Ahnung haben 😀
L
LinaLustig07.01.17 12:53Tego12 schrieb:
Zum Thema: Ich würde auch erstmal anzweifeln, ob einen Immobilie überhaupt die richtige Wahl ist. Absicherung kann man auch anders realisieren. Je nach Krankheitsverlauf... wer weiß wie sich Ansprüche und Notwendigkeiten ändern. Vielleicht will man jetzt noch in einer belebten Gegend wohnen, später aber benötigt man dringend mehr Ruhe ... (nur ein Beispiel...). Klar kann man Verkaufen, ist aber immer Stress und nervig und ein Glücksspiel, ob man mit Verlust oder Gewinn rausgeht.Ich möchte "raus" aus der Stadt - eigentlich schon seit Jahren. Die Immobilie liegt mehr oder weniger auf dem Land, ist aber durch eine sehr gute Autobahnanbindung innerhalb von nicht allzu langer Zeit für Freunde und Familie erreichbar. Ich wohne im Schwabenland - hier etwas zu finden, das finanzierbar ist, ist dazu wirklich nur außerhalb zu stemmen, wenn man alleine ist und sich nicht immens hoch verschulden möchte - unabhängig von meiner persönlichen Situation, Einkommen etc..
Darüber hinaus, nur ganz allgemein, weil Du es angesprochen hast, es hier aber auch vorher schon aufkam: Ich möchte gar nicht viel zu meiner Situation sonst schreiben, allerdings lässt es sich wohl kaum vermeiden. Die ganze Kiste ist schon schwer zu verknuspern, zumal ich auch exzellente Abschlüsse usw. habe. Ich bitte darum, das hier im Hinterkopf zu behalten, WAS das für jemanden heißt. Ich bin Mitte 30 und konnte/kann mich jetzt dank einem lapidaren Satz (= Diagnose) schon einmal von vorneherein von der Hälfte meiner Lebensträume verabschieden. Z.B. Kinder - keine Option mehr. Pech gehabt.
Ich wollte schon immer raus ziehen, wollte ein Häuschen mit Platz, unter anderem für meinen Krempel und meine Tiere. Ich habe hier im Bekanntenkreis auch schon diverse Diskussionen geführt. Wie soll ich es sagen: Auch ich brauche Perspektiven. Und ein Leben, das für mich lebenswert ist. Der Vorschlag, jetzt z.B. einfach zu sagen, ok, ich spare jetzt Geld und warte, bis mich die Krankheit fängt, verbrate dann meine Kohle und setze mich dann in eine Einzimmerwohnung, verkaufe vorher all meine Plörren, gebe meine Tiere ab und ja ... backe dann halt kleine Brötchen ... Das ist für mich undenkbar. Und eine Perspektive, die keine ist. So möchte, will und kann ich nicht leben.
Ziele zu haben und diese umzusetzen, mir noch einen Lebenstraum zu erfüllen - all das wirkt sich für mich auch positiv aus auf meine Krankheit, die zwar keine psychische ist, aber eben wie viele andere Erkrankungen auch dadurch hochgradig beeinflusst werden kann.
L
LinaLustig07.01.17 13:00Maria16 schrieb:
Guten Morgen!
Erst mal alles Gute für deine gesundheitliche Zukunft!
Ganz spontan hab ich mich gefragt, ob sich eine Krankheit, die zu Erwerbsunfähigkeit führt, mit einem denkmalgeschützten Haus verträgt. Ich gehe mal davon aus, dass du dir aber über die möglichen baulichen Einschränkungen, die dich behindern könnten, schon Gedanken gemacht hast.
Außerdem frag ich mich, was dagegen spricht, zumindest das Eigentum an der Wohnung jetzt schon auf dich zu übertragen? Oder dort gar einzuziehen? Wenn letzteres nicht in Frage kommt für dich, würd ich mir trotzdem über eine Schenkung (vorgezogenes Erbe) Gedanken machen und mich zusammen mit den Eltern mal beraten lassen. Auch im Hinblick auf spätere Freibeträge beim Erben könnte eine frühere Schenkung vielleicht sinnvoll sein.Vielen Dank 🙂
Also, die Krankheit KANN zur Erwerbsunfähigkeit führen, muss aber nicht.
Und: Ich brauche keinerlei bauliche Veränderungen oder Anpassungen, wenn sie fortschreitet.
Das Haus ist im übrigen genau NICHT denkmalgeschützt, ich sehe das als großen Vorteil (und es ist doch recht selten bei einem Haus mit einem solchen Baujahr).
Betreffs der Wohnung: Was Schenkung etc. angeht, müssen wir uns tatsächlich noch beraten lassen. Ansonsten haben wir das schon durch - es wäre "Perlen vor die Säue", wenn ich dort einziehen würde. Ich mag die Wohnung nicht, ich mag die Umgebung nicht. Die Wohnung ist mir persönlich zu klein, im Haus wohnen penible Nachbarn, ich habe diverse Tiere ... ich möchte einfach Freiraum haben, weil ich schlecht zurechtkomme damit, wenn es irgendwelche Problemchen im Haus gibt. Und: Die Wohnung spielt halt doch eine Miete ein, die wesentlich über dem liegt, was ich an Raten abzahlen würde für jede der Immobilien, die ich bisher im Blick hatte. Sie hat auch einen viel höheren Wert. Alles in allem denke, ich, das damit nichts gewonnen wäre. Ein Verkauf wäre noch eine Option, die meine Eltern ins Spiel gebracht haben, der ich aber nur zustimmen würde, wenn man die Kohle danach splittet auf eine Hütte für mich und eine kleinere Eigentumswohnung, die man vermieten kann, oder eine, die etwas weiter außerhalb liegt. Ich möchte meinen Eltern nicht komplett ihre Altersvorsorge absägen. Und - die Immobilienzinsen sind halt schon sehr günstig gerade, da halte ich einen weiteren Kauf für sinnvoller.
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