Finanzierungssumme / grober Plan realistisch

4,20 Stern(e) 5 Votes
L

LVG27

Wir haben darüber nachgedacht in den nächsten 2 Jahren ein Haus zu bauen.

Wir haben uns überlegt ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung zu bauen, in der in der planbaren Zukunft zunächst meine Mutter wohnen soll/will.

Wir haben nun bei einigen Fertighausanbietern geschaut und finden schlüsselfertige Häuser in unseren Vorstellungen zwischen 250.000 und 350.000 Tausend Euro.
Hinzu käme noch ein Keller. (ca. 50.000 Euro ? )

Ein Grundstück wo wir momentan wohnen werden wir nicht bezahlen können, überlegen deswegen in eine etwas ländlichere Gegend zu ziehen und rechnen mit ungefähr 100.000 Euro Grundstückskosten + Nebenkosten.

Mit ist bewusst, dass das eine sehr grobe Planung ist und es geht hier lediglich um ein erstes "Abtasten", also 300.000 + 50.000 + 100.000 + mindestens 50.000 da sind wir realistisch zwischen 500.000 und 550.000 (oder?)

Finanzielle / familiäre Situation:

Einkommen A: 2000 € netto
Einkommen B: 1800 € netto
Eigenkapital: ungefähr 50.000

Wir sind sehr sparsam mit unseren Lebenshaltungskosten:

( Kaltmiete momentan 1100 €)
Wohnnebenkosten: 250 €
Lebensmittel: 250 €
Freizeit: 100 €
Urlaub: 50 €
Versicherungen: 20 €
Telefon etc: 20€

also alles in allem etwa 700 €

meine Mutter würde sich bereit erklären für die Einliegerwohnung 500 € monatlich an Miete zu bezahlen.
Wir rechnen damit 1300 € monatlich zusätzlich tilgen zu können, also 1800 € monatlich ?

Familiäre Situation: Wir planen 2 Kinder in nicht allzuferner Zukunft. Partner A wird nach der Elternzeit wieder arbeiten gehen (relativ sichere Situation mit Mutter im Haus). Die Gehälter werden sich voraussichtlich auch noch etwas nach oben korrigieren ich möchte hier aber ungern mit genauen Zahlen planen.

Was müssen wir noch beachten? Ist das Vorhaben grob realistisch oder völlig überzogen?
Wir sind für jede Hilfe dankbar
 
L

Legurit

Rate auf 1800 € würde ich nicht setzen... was macht ihr wenn die Mutter in 10 Jahren ins Heim kommt? Dann fallen die erstmal weg - Nachmieter lässt ggf. ein paar Monate auf sich warten - wobei vielleicht kann man es doch machen.

Mit 1300 € (aber auch mit 1800€) werdet ihr nicht auf 500 T€ Darlehenssumme kommen - wenn ihr dann allerdings schon 100 T€ Eigenkapital habt und evtl. das Haus nur 300 T€ kostet... 400 T€ Darlehenssumme wären grenzwertig realistisch.
 
B

Bauherren2014

Meiner Meinung nach passen hier Kosten und Budget nicht zueinander.

Kosten können stimmen, je nach Lage, Hausgröße, Ausstattung etc....Sind die 50 t € die Nebenkosten? Was ist mit Außenanlagen, Carport/Garage, Innenausstattung (Küche, möbel etc...)? Gehen wir aus Mangel an Informationen aber mal davon aus, dass die Kosten in etwa passen.
Selbst wenn Ihr mit den geringeren Kosten von 500 t € rechnet, müsstet Ihr 450 t finanzieren. Das ist bei Eurem Gehalt einfach zu viel.

Die Miete der Mutter würde ich auch nicht unbedingt mit reinrechnen, aus o.g. Gründen.
Die Kosten werden definitiv steigen. Nebenkosten werden höher, als Ihr sie jetzt habt. Spätestens mit Haus und Kindern werden die Kosten für all die von Dir genannten Posten weitaus höher ausfallen, als sie jetzt sind. Was fehlt, ist der Posten "Mobilität" - Auto, Monatskarten o.ä. Was ist damit - vor allem, wenn Ihr dann auf dem Land wohnt? Kinder "verschlingen" auch noch einiges an Geld - Stichwort Kinderbetreuung - neben all den anderen Sachen, die Kinder brauchen. Was ist mit Kleidung?

Die Gehälter werden sich voraussichtlich auch noch etwas nach oben korrigieren ich möchte hier aber ungern mit genauen Zahlen planen.
Leider korrigieren sich auch die Lebenshaltungskosten nach oben. Und ob die Gehaltssteigerung die Zusatzkosten mit Kind und die Inflation übersteigt?

Wenn es denn jetzt unbedingt ein Eigenheim sein soll, dann solltet Ihr m.M.n. deutlich kleinere Brötchen backen. Muss es denn ein Neubau sein oder gibt es auch Alternativen auf dem Gebrauchtimmobilienmarkt? Kann das Haus vielleicht etwas kleiner werden? Braucht Ihr unbedingt einen Keller? etc....
 
H

HomeMyCastle

Wie schon die "Vorredner" angemerkt haben, passt das nicht so richtig zusammen. Im Einzelnen:

Einkommen: Nachdem 2 Kinder geplant sind, ist Eigenkapital A/2.000.- nicht mit Sicherheit als dauerhaft erzielbar anzusehen, Oma hin oder her. Mieteinnahme/Mutter abhängig von Alter und Gesundheitszustand wohl auch nicht als sicher anzusehen; zwar könnte die Einliegerwohnung ggf. fremdvermietet werden, aber ggf. Mehraufwand durch Heim/Betreuung zu berücksichtigen.

Lebenshaltung: Sehr knapp kalkuliert, zumal wenn Kinder kommen. Auto fahrt Ihr wohl nicht ?-)

Wenn man einen Finanzierungsbedarf von 450k bis 500k annimmt, muss berücksichtigt werden, dass die Banken bei derzeitigem Zinsniveau und diesen Eigenkapital-Verhältnissen (bei relativ geringem Eigenkapital) höhere Tilgung fordern. Auszugehen ist von Zins+Tilgung ca. 5% p.a., macht dann EUR 22.500.- bis EUR 25.000.- p.a. nur, um das Haus abzubezahlen.

Ohne weitere Details kann man daher nur sagen: Umfang reduzieren, noch mal über die Lebensumstände/-planungen nachdenken und realistisch rechnen (vor allem bei der Lebenshaltung).
 
Zuletzt aktualisiert 19.04.2024
Im Forum Liquiditätsplanung / Finanzplanung / Zinsen gibt es 3117 Themen mit insgesamt 67456 Beiträgen


Ähnliche Themen
Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben