Moderne Dämmstoffe im Vergleich
Die Dämmung ist bei Gebäuden äußerst wichtig – Bauherren wissen das. Allerdings gibt es heute eine große Auswahl an verschiedenen Dämmstoffen, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Welche Dämmstoffe sich hinsichtlich Effizienz, Nachhaltigkeit und Kosten lohnen, zeigt dieser Artikel.
Dämmstoffe im Vergleich – worauf kommt es heute an?
Über die Jahre haben sich die Ansprüche von Bauherrn und Bewohnern gewandelt. Vor allem in Sachen Dämmstoffe gilt es einiges zu berücksichtigen. Moderne Dämmstoffe bedienen die aktuellen Trends, wozu unter anderem Nachhaltigkeit und Effizienz gehören. Und natürlich möchten mehr und mehr Bauherren beim Bau ihres Eigenheims sparen. Die Kosteneffizienz ist somit ebenfalls ein wichtiger Faktor.
Doch welche Dämmstoffe gehören zu den modernen Varianten? Besonders im Trend liegen Kalziumsilikatplatten – auch Klimaplatten genannt. Und auch Phenolharz sowie Polyurethan erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Worin liegen die individuellen Vor- und Nachteile der genannten Dämmstoffe?
Kalziumsilikatplatten - die schimmelresistente „Klimaplatte“
Eine Dämmplatte aus Kalziumsilikat geht mit zahlreichen Vorteilen einher. Zunächst einmal gilt das Material als schimmelresistent, was für viele Bauherren ein ausschlaggebendes Argument ist. Diese Eigenschaft erhält Kalziumsilikat unter anderem durch den kapillaraktiven Feuchtigkeitstransport von innen nach außen.
Des Weiteren bieten Kalziumsilikatplatten als Dämmstoff einen guten Schall- und Brandschutz. Zudem gelten sie als druckfest und schmutzabweisend, was bei der Hausbau-Planung ebenfalls als vorteilhaft gilt.
Kalziumsilikatplatten werden häufig als Antischimmel- oder auch Klimaplatten bezeichnet. Sie sind es, die ein besonders angenehmes Wohngefühl ermöglichen und gleichzeitig mit Effizienz bestechen. Anwendung finden sie vor allem bei der Innendämmung von Außenmauerwerken sowie Fachwerken.
Phenolharz-Platten – der Effizienz-Klassiker
Auch Dämmplatten aus Phenolharz haben es in sich. Sie gelten als besonders wirtschaftlich, weshalb sie eine beliebte Wahl bei Personen sind, die ihr Augenmerk auf die Effizienz eines Dämmstoffes legen. Die Dämmung mit Phenolharz-Platten bietet einen hohen Wärmeschutz selbst bei eingeschränkten Schichtstärken.
Des Weiteren gelten sie als flammwidrig, was bedeutet, dass es im Falle eines Brandes zu einer geringen Rauchentwicklung kommt und kein Abtropfen entsteht. Phenolharz ist überdies hinaus sehr belastbar. Man kann die Dämmung auch einfach streichen, verputzen und bekleben. Das Anbringen von Tapeten oder Gipskarton stellt keine Schwierigkeit dar. Damit ist sie besonders leicht zu verarbeiten. Es gibt bereits fertige Platten mit Glas-Flies oder Aluminium-Kaschierung.
Polyurethan-Dämmplatten
Eine dritte Möglichkeit, die genannt werden sollte, wenn es um moderne Dämmstoffe geht, ist die Dämmplatte aus Polyurethan. Dieses Material ermöglicht aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften eine geringe Plattenstärke, die trotzdem mit einer guten Dämmwirkung einhergeht. Besonders dann, wenn in einem Bereich nur eine begrenzte Einbauhöhe möglich ist, stellt sich die Polyurethan-Dämmplatte als vorteilhaft heraus. Genauso wie die Phenolharz-Platte lässt sie sich einfach streichen verputzen oder bekleben.
Wie wähle ich die beste Dämmung für meine Immobilie?
Bauherren haben heute die Qual der Wahl: Welche Dämmung eignet sich am besten für ihr Vorhaben? Tatsächlich gibt es dabei ein paar Faktoren, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen sollten. Nur so können Bauherren langfristig mit ihrer Entscheidung glücklich sein.
Ein Auswahlkriterium sollte die Wärmeleitfähigkeit sein. Man nennt sie auch U-Wert. Laut Bauherren-Schutzbund gelten Dämmstoffe mit einem U-Wert von 0,03 bis 0,05 Watt pro Quadratmeter und Kelvin als gute Wahl in Sachen Fassadendämmung. Besonders gut geeignet sind Produkte mit einem Wert von unter 0,03.
Extrem wichtig ist heutzutage auch der Faktor der Nachhaltigkeit. Diese ist nicht nur dann gegeben, wenn eine Dämmung aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, sondern auch dann, wenn sie energieeffizient arbeitet. Auch hier spielt die Wärmeleitfähigkeit eine wichtige Rolle. Die Klimaplatte eignet sich dabei besonders gut.
Wer dennoch auf ganzheitliche Nachhaltigkeit setzen möchte und direkt bei der Wahl des Materials beginnen will, kann zwischen verschiedenen natürlichen Fasern wählen. Nachhaltige Lösungen sind beispielsweise die Grasfaser, die Hanffaser, die Jutefaser oder die Holzfaser. Sie bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen.
Der große Nachteil solcher Dämmstoffe liegt allerdings darin, dass sie eine hohe Entflammbarkeit aufweisen. Das ist bei den genannten Dämmstoffen wie Kalziumsilikat nicht der Fall. Somit spielt auch die Sicherheit eine gewisse Rolle bei der Auswahl des Dämmstoffes.
Zu guter Letzt sind auch die Kosten entscheidend. Hier sollten Bauherren gut abwägen, welche Eigenschaften ihnen bei einer Dämmung besonders wichtig sind und ob sich der Verzicht aus beispielsweise Kostengründen wirklich lohnt. Energieeffiziente Dämmplatten kosten womöglich etwas mehr Geld, reduzieren jedoch die laufenden Kosten. Ein gutes Beispiel ist da die Klimaplatte.
Fazit
Für Bauherren ist es heutzutage gar nicht so einfach, sich für die richtige Dämmung ihrer Immobilie zu entscheiden. Daher ist es wichtig, sich auf ein paar Auswahlkriterien zu stützen, die bei der Entscheidung helfen. Sowohl die Nachhaltigkeit, die Kosteneffizienz sowie die Sicherheit der Bewohner spielen eine große Rolle.