Wasserkraft
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Die Wasserkraft


Die Wasserkraft ist eine Form kinetischer Energie, also Bewegungsenergie, die in mechanische Energie umgewandelt werden kann. Dafür verantwortlich zeigen sich die Sonnenenergie, welche den Wasserkreislauf gewährleistet, und die Schwerkraft, die das Wasser letztendlich bergab fließen lässt. Für die Stromerzeugung benötigt man allerdings Wasserkraftwerke.

Die Wasserkraft erzeugt, je nach Gefälle und Fließgeschwindigkeit, ein sehr hohes Energiepotential. Ein Teil dieser Energie geht allerdings durch Reibung (am Untergrund) in Form von Wärme verloren. Der bereits erwähnte Wasserkreislauf (Verdunstung, Transport durch Wind, Luftströmungen und Niederschlag) sorgt dafür, dass man diese Form der Energiegewinnung der erneuerbaren Energie anrechnen kann.

Weltweit ist die Wasserkraft aktuell die bedeutendste und am intensivsten genutzte erneuerbare Energiequelle. Im Jahr 2008 wurden 15,7 Prozent des gesamten Strombedarfs durch Wasserkraftwerke sichergestellt (vgl. Kernkraft – 13,6 Prozent). In Europa erreichte diese einen Anteil von 14,9 Prozent (vgl. Kernkraft – 22,8 Prozent). Alle anderen erneuerbaren Energiequellen konnten dabei zusammengerechnet nur 2,1 Prozent des benötigten Stromes abdecken. Die Bundesrepublik Deutschland hängt mit einem Anteil von 5 Prozent leider noch etwas hinterher.
Dieser Begebenheit ist natürlich schade, wird sich aber in der Zukunft mit Sicherheit ändern, nicht nur auf Grund der für 2020 vorgesehenen EU-Richtlinien (20 Prozent des gesamten Energiebedarfs müssen durch erneuerbare Energien gewonnen werden). Denn ein Wasserkraftwerk ist größtenteils sehr umweltfreundlich und erzeugt keine CO2 Emissionen, vereinzelt können jedoch ozon-schädliche Faulgase auftreten.

Wenn ein Wasserkraftwerk mit Rücksicht auf das ökologische Umfeld errichtet wird, ist dies in mehrerlei Hinsicht ein positiver Prozess: Die Stromgewinnung mittels Wasserkraft ist nahezu wetter- und zeitunabhängig und sehr einfach und schnell zu regulieren. Dadurch können auch willkommene Nebeneffekte erzielt werden, wie etwa die Hochwasserkontrolle (Speicherkraftwerk) und eine verbesserte Binnenschifffahrt auf Flüssen.

Natürlich sollte auch erwähnt werden, dass in manchen Fällen, speziell wenn keine Rücksicht auf die Menschen, die Natur und die Umgebung genommen wird, soziale (Enteignung, Umsiedlung) und ökologische (Eingriff in den Grundwasserhaushalt, Veränderung der Lebensräume, Überflutungen) Probleme folgen können.

Generell ist aber die Wasserkraft eine der wichtigsten und saubersten Energiequellen, die den Menschen zur Verfügung stehen. Ein kontrollierter und bedachter Ausbau kann auch in Deutschland für Entlastung (Kernenergie, fossile Brennstoffe, Umweltschutz) sorgen.




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