Bioenergie, die ereneuerbare Energie
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Die Bioenergie


Die Bioenergie zählt zu den erneuerbaren Energien und wird aus Biomasse gewonnen. In der Biomasse (organische Substanzen, z.B. Pflanzen) werden Energiepotentiale mittels Photosynthese gespeichert und können so die Gewinnung von Wärme, elektrischem Strom und Kraftstoffen gewährleisten. Während bisher nur Holz als Festbrennstoff eine gewichtige Rolle spielte, werden seit einigen Jahren auch andere nachwachsende Rohstoffe zur Energiegewinnung herangezogen.

Mit ausschlaggebend dafür sind das EEG, das EEWG und das Biokraftstoffquotengesetz. Diese fördern seit nun mehr einem Jahrzehnt den Ausbau der Bioenergie – Gewinnung in Deutschland. Gründe dafür sind EU-Richtlinien, die steigenden Preistendenzen für fossile Rohstoffe, sowie der Klima- und Umweltschutz (Stichwort Treibhauseffekt).

Die Bioenergie entsteht größtenteils auf Basis der Sonnenenergie. Diese ermöglicht den Pflanzen die Photosynthese, die nicht nur das Wachstum bedingt, sondern auch Energiepotentiale chemisch speichert. Diese Energiepotentiale können durch eine direkte oder durch eine indirekte Nutzung freigesetzt werden. Ein Beispiel für die direkte Nutzung wäre das Verbrennen von Holz zur Wärmeerzeugung.

Die indirekte Nutzung gestaltet sich etwas komplizierter, da hier eine Aufbereitung der Biomasse notwendig ist. Diese ermöglicht dafür aber auch die Gewinnung von Strom.

Während ein Biomassenheizwerk der Wärmeversorgung dient, kann ein Biomassenheizkraftwerk Wärme und Strom bereitstellen. In diesem Zusammenhang spricht man auch gerne von einer so genannten Kraft-Wärme-Kopplung. Unter diese Bezeichnung fallen auch Biogasanlagen, die durch Vergärung von Gülle und Pflanzen-Silagen Biogas erzeugen. Dieses kann, nach Aufbereitung, in das Erdgasnetz eingespeist, als Kraftstoff oder zur Abwärmenutzung herangezogen werden.

Im privaten Bereich bietet sich Bioenergie vor allem als Wärmespender an. Hierfür sind Kleinanlagen wie eine Pellet- oder eine Holzhackschnitzelheizung möglich. Da die Stromversorgung meist den Anschluss an ein öffentliches Stromnetz voraussetzt, muss man sich hierbei nach einem Anbieter umsehen, der auch auf Biomassenheizkraftwerke setzt. Dies wird auch mit Einspeisevergütungen von Seiten des Staates gefördert.

Die umweltfreundliche und regenerative Bioenergie lohnt sich also besonders, da sie Vergütungen und Förderungen vorsieht. Wer einen Hausbau plant, sollte sich daher schon vorab mit diesem Thema etwas genauer beschäftigen, um sich diese attraktiven, finanziellen Unterstützungen nicht entgehen zu lassen.

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