Brandschutz und Blitzableiter

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Brandschutz und Blitzableiter


Ein Eigenheim sollte nicht nur vor Eindringlingen geschützt werden, es muss auch einen Brandschutz garantieren. Dazu zählt mitunter auch ein Blitzableiter, der einen direkten Blitzeinschlag in ein Gebäude verhindern kann. Da in einem solchen Fall nicht nur elektrische Anlagen und Geräte durch Überspannungen zerstört werden können, sondern auch Temperaturen von mehreren 1000 Grad auftreten, sollte dieser unumgänglich sein.

Bei einem Blitzableiter handelt es sich um einen sehr guten elektrischen Leiter, der bis zu einer exponierten Lage führt (meist am Hausdach) und über eine Erdung verfügt. Ein Blitzableiter sollte aber nicht in der Nähe von Versorgungsleitungen, Antennen, Rohrleitungen oder Dachrinnen angebracht werden, da die Kraft eines Blitzes ausreichend ist, um auch im Nahfeld elektrische Ströme und Spannungen zu induzieren. Zusätzlich zu einem Blitzableiter kann man auch einen Überspannungsschutz in die Netzspannung integrieren: Dieser wirkt wie ein Filter, wodurch Überspannungen aus dem lokalen Stromnetz entfernt werden. Dies sollte vor allem deshalb Standard sein, da eine Überspannung nicht nur bei einem direkten Blitzeinschlag entstehen kann. Außerdem greift hier der Versicherungsschutz nicht.


Im Haus selbst sollte man auf die Dienste einer Brandmeldeanlage nicht verzichten. Diese dient nicht nur dem vorbeugenden Brandschutz, im Ernstfall kann sie auch die Bewohner sowie die Feuerwehr alarmieren. Gegebenenfalls löst sie sogar eine Feuerlöschanlage aus.

Für den Brandschutz benötigt man eine Brandmeldezentrale, welche auf Nachrichten der einzelnen Brandmelder dementsprechend reagiert. Meist werden automatische Brandmelder für den Brandschutz verwendet. Diese können einen Brandherd oder ein ausbrechendes Feuer folgendermaßen erkennen: Am Brand- oder Rauchgas (in Privathäusern sehr effektiv), an der Wärme (ab ca. 60 Grad Celsius), am Rauch oder an den Infrarot- und Ultraviolettspektren der Flammen.

Wird nun ein Alarm ausgelöst, können auch Feuerlöschanlagen aktiviert werden. Das System erkennt, wo das Feuer wütet und löst dort beispielsweise eine Sprinkleranlage, eine Sprühwasseranlage oder eine Pulverlöschanlage aus. So kann ein Feuer im Keim erstickt werden.

Für die Sicherheit des Hauses sollte man im Bereich Brandschutz nicht an Geld sparen. Auch ist es fahrlässig auf einen Überspannungsschutz und einen Blitzableiter zu verzichten. Im Ernstfall wird man für diese Ausgaben mehr als nur dankbar sein.






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