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Die Brinell-Härte von Parkettböden
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Die Brinell-Härte von Parkettböden


Parkett ist ein äußerst beliebter Bodenbelag, der sich für den Einsatz in unterschiedlichsten Räumlichkeiten eignet. Allerdings kommt nicht jeder Parkettboden für jede Räumlichkeit in Frage. Ob ein Parkettboden nämlich zum Beispiel der Belastung einer hohen Frequentierung wie sie in öffentlichen Gebäuden zu finden ist standhält, hängt in hohem Maße von seiner Strapazierfähigkeit bzw. seiner Härte ab.

Wenn man also plant in einem bestimmten Raum Parkettboden zu verlegen, sollte man sich zunächst fragen welchen Belastungen der Parkettboden ausgesetzt sein wird. Dabei spielt wie bereits angedeutet die Frequentierung eines Raumes eine Rolle, aber zum Beispiel auch mit was für Schuhen ein Raum betreten wird. In einem Schlafzimmer wird ein Parkettboden zum Beispiel nur wenig belastet, in einem Hausflur, wo mit Straßenschuhen hereingekommen wird jedoch schon mehr.

Unterschiedliche Holzarten weisen eine unterschiedliche Härte auf, so dass es wichtig ist vor dem Kauf eines Parkettbodens mit einem Fachmann zu besprechen, welche Holzart sich für welche Bedürfnisse eignet. Ganz allgemein wird der Härtegrad von Parkettböden in Brinell angegeben. Die Brinell-Härte sagt aber lediglich aus, wie hoch die Widerstandsfähigkeit von Parkettböden bei Druckbeanspruchung auf einer begrenzten Fläche ist. Man kann hier an die Punktbelastung durch spitze Absätze denken. Gemessen wird dann aber eigentlich der Widerstand, den das Holz einem einwirkenden härteren Körper entgegensetzt und dies hängt physikalisch gesehen von der Dichte des Holzes ab und genau darin unterscheiden sich verschiedene Holzarten.


Die Dichte einer Holzart hängt wiederum mit den Holzfasern zusammen. Wenn diese recht dicht ohne Zellhohlräume vorhanden sind, weist eine Holzart eine hohe Dichte auf und gibt der Belastung beim Brinell-Test nicht so schnell nach. Die Brinell-Härte wird nämlich gemessen, indem man eine Stahlkugel mit 10 mm Durchmesser mit einer bestimmten Kraft 15 Sekunden lang in den Parkettboden drückt. Dort wird sie 30 Sekunden lang belassen und innerhalb von 15 Sekunden wieder entfernt. Danach wird die hinterlassene Eindruckfläche gemessen. Diese Tests müssen immer wieder durchgeführt werden, weil die Brinell-Härte auch bei gleichen Holzsorten variieren kann. Da die Dichte mit den Holzfasern zusammenhängt, kommt es darauf an wie diese Holzfasern gewachsen sind und dies hängt wiederum mit den allgemeinen Wachstumsbedingungen eines Baumes zusammen und dem Klima, dem er ausgesetzt war.


Grob gesagt eignen sich für private Wohnräume wie Schlafzimmer, bei denen der Parkett sehr wenig beansprucht wird, alle Holzarten. In allen anderen Räumlichkeiten im Privatbereich wie Kinderzimmern, Wohn- und Hobbyräumen oder Fluren, sollte man auf die zusätzliche Belastung des Parketts Rücksicht nehmen und Laubhölzer wie Eiche, Buche, Esche oder Ahorn verwenden, denn sie sind recht robust und halten der Beanspruchung in einem privaten Haushalt stand.


Die eher exotisch klingenden Holzarten wie zum Beispiel Merbau, Wenge oder Doussie sind Holzarten, die noch belastbarere bzw. noch härter sind und daher für gewerblich genutzte und öffentliche Gebäude in Frage kommen. 


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