Hausbau-Baustelleneinrichtung
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Hausbau-Baustelleneinrichtung


Jeder freut sich, wenn der Betrieb auf der Baustelle endlich beginnt. Die Handwerker wissen, „Jetzt gibt es Arbeit, demnächst Geld.“ Die Bauherrschaft sieht ihren Bauwunsch schon beinahe verwirklicht. Aber einfach so auf die Baustelle fahren, Bagger und Kran parken und loslegen geht nicht. Da mehrere Firmen an einer Baustelle mitwirken, muss von Anfang an geklärt sein, wie das zusammen- und nebeneinander arbeiten ablaufen soll: Zufahrt, Lagerplätze, Wasser und Strom, Baustellen-WC – das alles will geplant sein, damit alles funktioniert.

Diese Arbeiten, also das Vorbereiten des Baustelle, nennt man in der Fachsprache „Baustelleneinrichtung“. Die Baustelle muss so eingerichtet werden, dass der Verkehr auf der Baustelle störungsfrei ablaufen kann. Die Zufahrt muss sicher befahrbar sein, Baumaschinen und Baumaterial müssen sicher abgestellt und gelagert werden können, Baustrom und -wasser soll für alle gut erreichbar sein. Das betrifft nicht nur den Arbeitsablauf selbst, sondern auch – was heutzutage fast wichtiger ist – die Sicherheit an der Baustelle.

Für das Einrichten werden je nach Umfang des Bauprojektes verschiedene Planungsstufen nötig. Das sind die sichere Zufahrt und die Bewegungsflächen auf der Baustelle. Wo werden Baustoffe gelagert, welche Firma benötigt wann und als erstes welche Baustoffe. Verkehrswege auf der Baustelle sollen sich möglichst wenig kreuzen. Lieferfahrzeuge benötigen eine sichere Zufahrt zu den Lagerplätzen, die Bauarbeiter müssen sicher gelagerte Baustoffe entnehmen können, ohne Fahrzeugen in die Quere zu kommen.

Zu Beginn wird die Baustelle von einem Bagger befahren; seine Fahrwege sollen möglichst keine anderen Bewegungsflächen kreuzen. Ein Bagger ist recht schwerfällig, hantiert mit schwerem Gerät und bietet wenig Übersicht; in Arbeitspausen muss er so abgestellt werden können, dass keine anderen Fahrzeuge behindert werden.
Später ist ein Kran nötig, er sollte so stehen, dass er die Baustelle bedienen kann, Baustoffe von den Lagerplätzen
entnehmen kann und dabei bedingt durch seinen Arbeitsbereich keine anderen Flächen gefährdet.

Wasser, Strom, etc.

Keine Baustelle funktioniert ohne Wasser, Strom und Toilettenhäuschen. Man beantragt Baustrom und
-wasser und informiert sich über die örtlichen Vorschriften zur Entsorgung von Schmutz- und Niederschlagswasser
(macht die Rohbaufirma, wenn man sie beauftragt). Baustromzähler und Wasserübergabestelle sollen so liegen, dass im Baustellenbetrieb nicht unnötig Leitungen kreuz und quer verlegt werden müssen, um zu den einzelnen Verbrauchern zu gelangen. Ähnliches gilt für das Baustellenklo. Es muss angeliefert und bei Bedarf wieder abgeholt bzw. ausgetauscht werden. Der Lieferant sollte hierfür nicht über den gesamten Bauplatz fahren müssen, wobei er sicher den Bauablauf stören würde.

Nicht zuletzt wird ein Bauzaun benötigt, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen; innerhalb des Bauzaunes muss die Zufahrt sinnvoll gewählt werden. Die Behörden informiert man vorab über die Einrichtung
der Baustelle und beantragt die Nutzung von Straßenflächen.

Eine gut geplante Baustelleneinrichtung wird den Bauablauf beschleunigen und den Sicherheitskoordinator in Sicherheit wiegen.

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