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IvesSch
Bauzufahrt und Bauumzäunung
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Bauzufahrt und Bauumzäunung


Für Laien ist eine Baustelle vor allem eines: schmutzig, laut und deshalb störend. Für den Bauarbeiter ist sie Arbeitsplatz, hier verdient er sein Geld. Für Bauleiter ist eine Baustelle vor allem eine Gefahrenstelle. Schweres Gerät bewegt sich hier, schwere Baustoffe werden bewegt; es werden Gruben und Gräben gegraben, da könnte jemand hineinfallen; es werden Wände erstellt, von denen könnte man herunter fallen. Zudem entsteht zuweilen reger Verkehr, wenn Baustoffe geliefert werden und Bauschutt oder Erdreich abgefahren werden.

Der Bauherr ist verpflichtet, Dritte von Gefahren, die von seiner Baustelle ausgehen, zu schützen, er hat die Verkehrssicherungspflicht. Als Veranlasser dieser Gefahrenstelle trägt der Bauherr also die Verantwortung für das Bauvorhaben. Als Baulaie kann sich die Bauherrschaft aber fachlich nicht selbst um die Sicherheit auf der Baustelle kümmern, er kann andere am Baubeteiligte mit in die Verantwortung nehmen. Das wären der Bauleiter und die Vorarbeiter der beteiligten Firmen.
Die auf der Baustelle arbeitenden Handwerker wissen, wie man sich hier bewegt und handelt, ohne verletzt zu werden. Sie tragen Schutzkleidung und -helm und wurden in Unfallverhütungsvorschriften eingewiesen. Bei nicht an der Baustelle beteiligten Personen ist das anders; Baustellen sind interessant, da kann man doch mal schauen, was da gebaut wird, „Der Bagger ist toll, was ist das für einer?“. Ein falscher Schritt, den falschen Weg genommen und schon kann die neugierige Person schwer verletzt werden.

Wie kann man verhindern, dass Dritte unbefugt die Baustelle betreten? Am leichtesten mit einem Bauzaun; dieser wird zusammengesetzt aus standardisierten Bauteilen, meist ca. 3,50 m lange und 2,00 m hohe verzinkte Drahtgitterelemente mit schweren Sockelfüßen. Der Bauzaun sollte schon in der Ausschreibung der Bauleistungen erwähnt werden, am besten wird er vom Erd- und Rohbauer geliefert und aufgestellt. Die Aufstellung von Bauzäunen setzt eine entsprechende behördliche Genehmigung voraus, diese wird der beauftragte Unternehmer einholen; auch sorgt er dafür, dass der Zaun entsprechend der geltenden Unfallverhütungsvorschriften aufgestellt wird.

Vorgaben aus der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht

Mit einem Bauzaun Dritte vom Betreten der Baustelle abzuhalten ist eine Sache, eine andere ist der Kontakt des Bauzaunes mit öffentlichen Verkehrsflächen. Bauzäune müssen je nach Örtlichkeit mit Absperrschranken, Leitbaken und Warnleuchten gekennzeichnet bzw. gesichert werden. Es darf also kein Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer Gefahr laufen, unabsichtlich mit einem Bauzaun zu kollidieren.

Der Bauzaun braucht eine Lücke für die Zufahrt zur Baustelle. Die Lage der Zufahrt für Baufahrzeuge ergibt sich aus der Beschaffenheit des Grundstücks und der Lage des geplanten Gebäudes; über die Größe sollte im Einzelfall entschieden werden. Die Bauunternehmer wissen genau, welche Fahrzeuge und Baumaschinen die Baustelle erreichen müssen; die Bauherrschaft muss da nicht mitreden.
Was die Bauherrschaft aber unbedingt berücksichtigen muss, ist der Schutz öffentlicher Verkehrswege. Gehwege, Bordsteine und Fahrbahnmarkierungen müssen geschützt werden, dürfen durch den Baustellenverkehr nicht beschädigt werden. Vom Straßen- und Tiefbauamt erfährt man, welche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind.

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