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Baustellenanschlüsse beim Hausbau
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Baustellenanschlüsse beim Hausbau


Bevor ein neues Haus errichtet wird und die eigentlichen Hausanschlüsse noch nicht vorhanden ist, muss eine Baustelle durch besondere Verteiler mit Strom und Wasser versorgt werden. Während der Bauphase sind solche Anlagen starken Beanspruchungen ausgesetzt. Aus Sicherheitsgründen darf eine normale Hausinstallation nicht für die Stromversorgung von Baustellen genutzt werden; auch die Bauwasserversorgung muss auf die speziellen Belange einer Baustelle ausgerichtet sein. Dabei dürfen die BaustromundBauwasseranschlüsse nur für die Dauer der Bauzeit genutzt werden.

Baustrom- und Bauwasserversorgung sind essentiell wichtig, damit eine Baustelle funktioniert. Stromverbraucher an der Baustelle reichen vom Schlagbohrer bis zum Baukran; für eventuell notwendige Erdbohrungen wird eine große Menge an Bauwasser benötigt. Klar, dass man hier nicht mit den normalen Hausanschlüssen arbeiten kann. Darüber hinaus ist die Sicherheit für Baugeräte und Arbeiter nur mit den speziellen Baustellenanschlüssen gewährleistet.
Wer beantragt den Anschluss von Bauwasser und Baustrom und wo kann das beantragt werden? Diese Aufgabe übernimmt in der Regel die Bauherrschaft. Beantragt werden die Anschlüsse beim örtlichen Versorgungsbetrieb, Stadtwerke o.ä. Jede Gemeinde hat ihre eigenen Richtlinien zu Baustellenanschlüssen und Entsorgung; nicht ortskundige Baufirmen setzen sich ungern mit den örtlichen Besonderheiten und Formalitäten auseinander und überlassen die Anmeldung gerne dem Bauherren. Die Anmeldung ist recht einfach, die örtlichen Versorgungsbetriebe bieten vorgefertigte Formulare an. Der Antrag auf Baustrom- und Bauwasserversorgung sollte gemeinhin zwei Wochen vor Baubeginn beantragt werden.

Wie sehen die Baustellenanschlüsse vor Ort aus?

Baustrom kann nur über einen speziellen Baustromverteilerschrank genutzt werden. Dieser Baustrom“kasten“, so wird er auch genannt, hat den Sicherheitsvorschriften des Verbands Deutscher Elektro-Techniker (VDE) zu entsprechen, muss spritzwassergeschützt und verschließbar sein. Diese Baustromkästen, der Bauherr ahnt es schon, gibt es je nach Art und Anzahl der benötigten Anschlüsse in verschiedenen Versionen. Man bespricht sich deshalb am besten mit dem Bauunternehmer, damit alle benötigten Geräte und aschinen angeschlossen werden können. Den Baustromverteilerschrank mietet man sich sich beim Elektriker, beim speziellen Baugeräteverleih und manchmal auch beim örtlichen Bauhof.
Mit dem Bauleiter oder der Baufirma wird geklärt, wo der Baustromkasten am besten aufgestellt wird. Er steht am besten so, dass der Baustellenbetrieb nicht durch zu viele kreuz und quer angeschlossene Stromkabel behindert wird.
Unzulässig ist übrigens, den Energieversorger zu umgehen, und den Baustromkasten an die Garage des freundlichen Nachbarn anzuschließen; Baustromtarife liegen höher als Haushaltstarife.

Die Bauwasserversorgung erfolgt über ein Standrohr mit mehreren Anschlüssen („Wasserhähne“) in verschiedenen Größen. Dieses Standrohr wird in der Regel an einen Unterflurhydranten (ovaler Straßendeckel) angeschlossen. Sollte dies nicht gefahrlos möglich sein, da vielleicht der Verkehr behindert würde, wird eine Schlauchleitung vom Hydranten zum Baustellenanschluss/Standrohr gelegt. Kosten für Bauwasser entstehen für die Miete des Standrohrs und den Wasserverbrauch nach Zähler. Das Standrohr selbst leiht man sich beim örtlichen Versorger bzw. Bauhof, hier wird man auch in die Handhabung des Standrohres unterwiesen.

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